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Erkältung & Grippe

Erkältung, Grippe oder grippaler Infekt – was ist was?

Wir sprechen von einer Erkältung, wenn die Nase läuft und der Hals kratzt. Der Name kommt daher, dass wir oft den Eindruck haben, diese Beschwerden seien die Folge von kalter Luft, Zug oder Unterkühlung. Tatsächlich aber ist es unser Immunsystem, welches entweder stark genug ist, die Krankheiterreger gar nicht erst aktiv werden zu lassen oder sie bekämpfen muss, wenn es doch zu einem grippalen Infekt gekommen ist. Das spüren wir dann an den Erkältungsbeschwerden. Erkältungskrankheiten werden gewöhnlich durch Viren (meist Rhinoviren) ausgelöst. Das Ansteckungsrisiko ist sehr hoch, nur gesunde Abwehrkräfte können uns schützen.

Viele Viren lösen ein sehr starkes Krankheitsgefühl aus – nicht nur die echten Grippe-Viren. Aber nur, wenn der Auslöser der Beschwerden der Influenza-Virus ist, sprechen wir von einer echten Grippe. Wenn andere Viren die Erkältungsbeschwerden auslösen, dann handelt es sich in der Sprache der Fachleute um einen grippalen Infekt.

Was passiert bei einer Erkältung im Körper?

Erkältungen entstehen in der Regel durch Tröpfcheninfektion. Die Erreger breiten sich beispielsweise beim Niesen eines Erkrankten im Umkreis von etwa 3 Metern über kleine Tröpfchen aus und gelangen so durch Einatmung in unseren Körper. Auch Infektionen über kontaminierte, also mit Erregern verunreinigte Gegenstände (Schmierinfektionen) wie Türklinken, Handtücher, Tastaturen oder Spielzeug sind möglich. Zu einer Erkältung kommt es, wenn unser Abwehrsystem es nicht schafft, die Viren abzuwehren, bevor sie Krankheitssymptome auslösen können. Dann muss das Immunsystem aktiv bleiben. Seine Abwehrreaktion löst dann die Symptome aus. Die Abwehrzellen sitzen überwiegend in den Schleimhäuten. Deshalb kommt es zum Kratzen im Hals und Anschwellen der Nasenschleimhäute (Schnupfen oder Rhinitis). Wenn die Erreger sich weiter ausbreiten, kann die Infektion auf die Bronchial-Schleimhäute übergreifen und es entsteht eine Bronchitis mit Husten.

Was sind Viren? Wie unterscheiden sie sich von Bakterien?

Bakterien sind eigenständige kleine Lebewesen. Sie bestehen aus nur einer Zelle (Einzeller). Zählt man die Zellen in unserem Körper, sind nur 10 % davon menschliche Zellen, die restlichen 90 % sind Bakterien! Diese Bakterien wiegen zusammen genommen etwa 2 kg und gehören geschätzten 10.000 verschiedenen Arten an. Manche von ihnen sind lebenswichtig für uns, weil sie beispielsweise die Verdauung und das Immunsystem unterstützen, andere besiedeln unbemerkt Haut und Schleimhäute und werden nur dann zum Problem, wenn sie die Chance bekommen, sich ungehemmt zu vermehren. Das passiert zum Beispiel im Zuge einer Erkältung, wenn die Schleimhäute durch trockene Luft und die Viren-Abwehr schon vorgeschädigt sind. Dann haben krankheitserregende Bakterien ein leichtes Spiel, sich noch „oben drauf“ zu setzen und zusätzlich zu der viralen Infektion noch eine bakterielle Superinfektion auszulösen. Es gibt aber auch Bakterien, die auch schon in geringer Anzahl gefährliche Krankheitserreger mit einem hohen Infektionsrisiko sind. 

Viren sind im Gegensatz zu Bakterien keine eigenständigen Lebewesen. Sie sind viel kleiner – nur etwa ein Hundertstel so groß wie Bakterien. Sie brauchen eine so genannte Wirtszelle, um sich vermehren zu können. Wenn Viren eine Körperzelle infizieren, dann programmieren sie die Informationen dieser Wirtszelle so um, dass die Zelle weitere Viren produziert und so für ihre Vermehrung und Ausbreitung sorgt.

Gerade, weil Viren keine eigenständigen Lebewesen sind, lassen sie sich nicht durch Antibiotika (anti = gegen, bios = Leben) bekämpfen – im Gegensatz zu Bakterien.

Hilft eine Grippeschutzimpfung wirklich?

Ja und nein! Eine Grippeschutzimpfung kann vor den Erregern, gegen die geimpft wird, schützen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) sagt, dass der Impfschutz nach der Grippe-Impfung abhängig ist vom Gesundheitszustand, dem Alter und der Übereinstimmung des Impfstoffes mit dem tatsächlich zirkulierenden Grippe-Virus. Das bedeutet: Sie schützt nicht jeden in gleichem Maße. Es gibt so genannte „Impfversager“. Das sind oft Menschen mit geschwächtem Immunsystem, bei denen die Immunantwort auf die Impfung nicht gut genug ist. Die Grippe-Schutzimpfung schützt auch nicht vor anderen Schnupfen-Viren, sondern nur vor genau den Influenza-Viren, die im Impfstoff enthalten sind.

Wie lange dauert eine Grippe bzw. Erkältung?

Als Faustregel für grippale Infekte, also Erkältungen gilt: 3 Tage kommt sie, 3 Tage bleibt sie, 3 Tage geht sie. Spätestens nach zwei Wochen sind die meisten Infekte überstanden. Länger andauernde Erkältungen deuten auf ein geschwächtes Immunsystem hin. Eine echte Grippe kann länger anhalten – v.a. das Schwächegefühl. Lediglich Kinder überstehen einen Infekt oft viel schneller. Grund sind ihre meist stärkeren Selbstheilungskräfte. Dazu gehört auch das Fieber. Erwachsene fiebern meist weniger, bekämpfen dadurch aber auch den Infekt meist weniger effektiv als Kinder.

Wie kann man eine Erkältung verhindern?

Der beste Schutz vor Infekten ist ein gesundes Immunsystem. Dieses lässt sich unter anderem durch eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und Mineralien sowie durch regelmäßige Bewegung an frischer Luft stärken. 

Auch Reiztherapien fürs Immunsystem sind sinnvoll – z.B. Sauna, Wassertreten, Tautreten, Wechselfußbäder bzw. Wechselduschen (lang: warm, kurz: kalt).

Zur Prävention von Erkältungen können zudem Lymphmittel eingenommen werden, denn ein starkes Immunsystem braucht ein starkes Lymphsystem.

Sorgen Sie für eine hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen, in denen Sie leben! Trockene Heizungsluft im Winter trocknet die Schleimhäute aus. Das bereitet Viren einen guten Nährboden.

Welche Hausmittel helfen bei Erkältungen?

Das Wichtigste: Ruhe, Wärme und viel trinken.

  • Bei Schnupfen können Inhalationen mit warmem Wasserdampf helfen. Dem Inhalationswasser können ätherische Öle wie Pfefferminze, Eukalyptus und Thymian zugesetzt werden.
  • Zwiebeln sind ein tolles Hausmittel: v.a. als Zwiebelsaft bei Husten und Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen.
  • Bei Halsschmerzen kann das Gurgeln mit Salbeitee die Beschwerden lindern.
  • Bei Fieber haben sich Wadenwickel gut bewährt.
  • Kühlende oder wärmende Wickel und Auflagen im Hals- und Brustbereich können Beschwerden lindern.
  • Die gute alte Hühnersuppe gilt als altes Hausmittel bei Erkältungen.
  • Ergänzen Sie die Ernährung eventuell mit zusätzlichen Zink- und Vitamin-C-Gaben.
  • Beachten Sie auch: Ein Großteil des Immunsystems ist im Darm angesiedelt. Daher sind unterstützende Maßnahmen für einen gesunden Darm wichtig: Nutzen Sie Prä- und Probiotika.

Erkältung/ Grippe in der Schwangerschaft – was kann ich tun?

Als oberstes Gebot gilt: Gerade in der Schwangerschaft ist Selbstmedikation nicht empfehlenswert. Lassen Sie sich immer von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten, ob die Medikamente oder Hausmittel, die Sie anwenden wollen, auch wirklich für Schwangere geeignet sind.

Zum Beispiel sind Hausmittel wie Schwitzkuren mit Fiebertees, aber auch bewährte Kräuter wie Salbei und Thuja in Form von ätherischen Ölen ungeeignet.

Dagegen gibt es eine ganze Reihe homöopathischer Mittel, die auch von Schwangeren angewandt werden und bei Erkältungsbeschwerden Linderung schaffen können – zum Beispiel Gripps® SL Tropfen oder Tabletten.

Erkältung: schnell Paroli bieten – aber natürlich!

Zur Linderung der Grippe-Symptome und Unterstützung der Selbstheilungskräfte gibt es die homöopathischen Arzneimittel Gripps® SL Tropfen oder Tabletten.