Mit Freunden teilen

Ursachen für einen Vitamin-C-Mangel

Eine der wichtigsten Ursachen für ein Defizit an Vitamin C ist die zu geringe Aufnahme von frischem Obst und Gemüse, das heißt ein Vitamin-C-Defizit kann durch eine optimale und gesunde Ernährung verhindert werden.
Eine besondere Risikogruppe für ein niedriges Vitamin-C-Level sind Raucher: Sie haben zumeist eine geringere Plasmakonzentration an Vitamin C, selbst wenn sie die empfohlene Menge Ascorbinsäure über die Nahrung aufnehmen. Aber auch chronische Entzündungen im Körper können zu einem Vitamin-C-Mangel führen. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollten sie daher die Aufnahme über die Nahrung vorbeugend erhöhen. Anfällige Personengruppen für ein Vitamin-C-Defizit sind außerdem Menschen mit chronischen Erkrankungen, sowie Senioren.
 

Folgen eines Vitamin-C-Mangels

Menschen, die über Monate zu wenig Vitamin C zu sich nehmen, erkranken an Skorbut. Da diese Krankheit bis ins 18. Jahrhundert die häufigste Todesursache auf Seereisen war, trägt sie auch den Namen Seefahrerkrankheit. Hierbei kommt es zu Entzündungen und Blutungen am Zahnfleisch und am Gaumen, zur Lockerung und sogar zum Ausfall der Zähne sowie zu Schwellungen der großen Gelenke.

Ein beginnender Vitamin-C-Mangel kann sich durch unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung und eine Schwächung des Immunsystems bemerkbar machen. Menschen, die diese Anzeichen an sich feststellen, können ihren Vitamin-C-Spiegel von ihrem Arzt untersuchen lassen.

Definition: Vitamin C

Vitamin C, auch unter dem Namen Ascorbinsäure bekannt, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem Ungarn Albert Szent-Györgyi erstmals isoliert.
Vitamin C ist an zahlreichen Prozessen im menschlichen Organismus beteiligt. Steht es dem Körper nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, sind Mangelerscheinungen die Folge. Infusionen mit Ascorbat bieten die Möglichkeit, dem Körper Vitamin C in hoher Dosierung zuzuführen, um so ein Vitamin-C-Defizit auszugleichen.

Das bewirkt Vitamin C für unsere Gesundheit

Eine der wichtigsten Eigenschaften der Ascorbinsäure ist ihre Fähigkeit, im Körper gebildete sogenannte freie Radikale zu eliminieren. Die Spurenelemente Zink, Selen oder Mangan sind, sowie Vitamin C, wichtige Antioxidantien, die man sich wie ein „Rostschutzmittel“ vorstellen kann: Das bedeutet, dass sie die Zellen des Körpers vor der Oxidation durch freie Radikale schützen.
Vitamin C ist außerdem wichtig für das menschliche Immunsystem. Darüber hinaus benötigt es der Körper für den Aufbau von Kollagen. Dieses ist das wichtigste Strukturprotein des Bindegewebes, der Haut der Knochen, Sehnen, Zähne und Blutgefäße und das am häufigsten vorkommende Eiweiß des menschlichen Körpers. Auch unterstützt Vitamin C die Entgiftungsfunktion der Leber.
Vitamin C unterstützt zudem den Vorgang der Eisenaufnahme im Körper. Das Spurenelement Eisen kann im Dünndarm in Verbindung mit Vitamin C verbessert aufgenommen werden und so einem Eisenmangel vorbeugen.

So viel Vitamin C benötigt der Mensch pro Tag

Da der menschliche Körper Vitamin C weder selbst produzieren noch, wie beispielsweise beim Vitamin B12 üblich, ein Depot anlegen kann, muss es dem Organismus ständig durch eine gesunde Ernährung zugeführt werden. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt Männern die Aufnahme von 110 Milligramm Vitamin C pro Tag, Frauen hingegen benötigen mit 95 Milligramm etwas weniger. Kinder haben ebenfalls einen geringeren Tagesbedarf. Raucher (DGE: Männer 155 mg, Frauen 135 mg), Schwangere und stillende Mütter brauchen hingegen deutlich mehr.
 

Nahrungsmittel mit viel Vitamin C

Vitamin C kann gut über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden. Ascorbinsäure kommt insbesondere in frischem Obst und Gemüse vor. Wurden früher Zitrusfrüchte als besonders reich an Ascorbinsäure angesehen, sind mittlerweile einige Fruchtsorten bekannt, derer Gehalt an Vitamin C noch wesentlich höher ist. Zu diesen sogenannten Superfrüchten gehören unter anderem die Acerola-Kirsche und die Frucht des hauptsächlich in Peru verbreiteten Camu-Camu-Strauchs. Dennoch bleiben Zitrusfrüchte eine wichtige Quelle von Vitamin C. Sie enthalten nämlich auch Flavonoide, die das Immunsystem stärken können und so die Abwehrmechanismen des Körpers unterstützen.

Kann man den Vitamin-C-Bedarf über die Ernährung decken?

An sich schon, aber: Laut Studien nimmt jeder dritte Deutsche zu wenig Vitamin C über die Nahrung zu sich*. Rund 30% nehmen weniger als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene tägliche Zufuhr auf.
Außerdem braucht man in gewissen Situationen und Umständen wie Stress oder Erkrankungen mehr Vitamin C.
In solchen Fällen kann es zu einem Vitamin-C-Defizit kommen, die über die Ernährung nicht ausgeglichen werden kann.

*Max Rubner-Institut, B.f..E.u.L., Nationale Verzehrsstudie II. Ergebnisbericht Teil 2.

Die Vitamin-C-Zufuhr steigern

Für manche Menschen kann es sinnvoll sein, die Ascorbinsäure zusätzlich in Form von Vitamintabletten und Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen. Das ist etwa dann der Fall, wenn sie durch Fehlernährung über Lebensmittel nicht genug Vitamin C aufnehmen. Gute natürliche Vitaminquellen sind beispielsweise Vitaminpräparate aus der Acerola-Kirsche, Sanddornsaft und Sauerkrautsaft. Bei einem Vitamin-C-Mangel, der ernährungsmäßig nicht behoben werden kann, sind Infusionen ein Weg, um das Defizit auszugleichen.