Wie und wodurch entsteht Bronchitis?

Eine akute Bronchitis entsteht, wenn die Erreger, die in den oberen Atemwegen eine Erkältung auslösen, auf die Schleimhäute der Bronchien übergreifen. Meist wird sie also primär von genau den Viren ausgelöst, die auch den Schnupfen verursachen. Man spricht von einer viralen Infektion. Es kann aber auch zu einer Infektion mit Bakterien kommen, die sich auf den vorgeschädigten Schleimhäuten ansiedeln. In diesem Fall handelt es sich um eine sogenannte bakterielle Superinfektion. In seltenen Fällen können Bakterien auch die eigentlichen Erreger sein – dann haben wir es mit einer bakteriellen Infektion zu tun.

Ursache für eine akute Bronchitis ist meist eine Tröpfcheninfektion. Das heißt, dass sich die Betroffenen bei anderen Erkrankten angesteckt haben und die eigenen Abwehrkräfte nicht ausgereicht haben, den Infekt gar nicht erst ausbrechen zu lassen.

Zu den selteneren Ursachen zählen eine Reizung der Schleimhäute durch Chemikalien und eine Infektion mit Pilzen. 

Als Risikofaktor für eine chronische Bronchitis gilt vor allem das Rauchen. In Großstädten stellen Feinstaub und Abgase ein zusätzliches Problem dar. Im Winter können darüber hinaus auch Kälte und trockene Heizungsluft das Entstehen einer Bronchitis begünstigen.

Was sind die Bronchien?

Das Bronchialsystem ist das verzweigte System der Luftwege in der Lunge.
Es ist mit Schleimhäuten ausgekleidet, die Flimmerhärchen tragen – die Bronchialschleimhaut. Die Luftröhre teilt sich auf in zwei Hauptbronchien.
Innerhalb der Lunge verzweigen sich die Bronchien immer mehr – man nennt sie nun Bronchiolen. Schließlich münden sie in die ca. 300 Millionen Lungenbläschen, auch Alveolen genannt.

Welche Arten von Bronchitis gibt es und was sind die Symptome?

Die Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchialschleimhaut. Sie wird auch als Bronchialkatarrh bezeichnet und ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Eine Bronchitis kann akut oder chronisch verlaufen.

Eine akute Bronchitis dauert im Normalfall etwa 7 bis 10 Tage. Als typisches Symptom gilt eine vermehrte Schleim-Bildung mit zunächst meist festsitzendem Schleim. Später kann der zähe Schleim durch einen so genannten produktiven Husten gut heraus befördert werden. Meistens beginnt sie einige Tage nach Beginn einer Erkältung oder eines grippalen Infektes.
Der Husten als hauptsächliches Symptom hält üblicherweise noch einige Tage länger an als die sonstigen Symptome einer Erkältung wie Halsschmerzen und Schnupfen. Oft geht er in einen trockenen Husten über als Reaktion auf die Reizung der Schleimhäute.

Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn sie innerhalb von zwei Jahren pro Jahr länger als drei Monate am Stück auftritt. Ursachen dafür sind meist entweder ein geschwächtes Immunsystem oder stark beanspruchte bzw. vorgeschädigte Schleimhäute. Typisch ist der damit verbundene chronische Husten für Raucher und andere Menschen, die oft reizende Dämpfe einatmen.
Aber auch manche Medikamente können Symptome wie Husten oder Räusperzwang auslösen. Auch deshalb sind oft ältere Menschen von trockenem Reizhusten und chronischer Bronchitis betroffen.
Betrifft die Entzündung zusätzlich zur Bronchialschleimhaut auch noch einen Teil der Luftröhre, handelt es sich um eine Tracheobronchitis. Greift die Entzündung auf das Lungengewebe über, entsteht eine Lungenentzündung (Pneumonie bzw. Bronchopneumonie).

Woher kommt der quälende Reizhusten?

Husten ist ein Schutzreflex unseres Körpers: Wenn Fremdkörper die Atemwege einengen, sorgt der Hustenreflex für Befreiung. Wenn die unteren Atemwege durch einen akuten Infekt gereizt und entzündet sind, löst auch das einen Hustenreiz aus. Ziel ist, das Sekret aus den Bronchien zu entfernen. Dann ist der Husten sinnvoll und man nennt ihn produktiv. Leider ist nicht jeder Husten produktiv, weil der Schleim nicht immer rauskommt. Stattdessen quält ein trockener Reizhusten. Der tritt besonders nachts auf, wenn der Körper sich entspannt und kann sogar krampfartig sein. Man spricht von einer spastischen Bronchitis. Dann sind Hustenreiz-Linderung und krampflösende homöopathische Hustentropfen sinnvoll.

Wie stellt der Arzt eine Diagnose?

Wenn der Husten nach einigen Tagen nicht von selbst verschwunden ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt besonders, wenn eine Grunderkrankung, wie beispielsweise Asthma oder COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung), vorliegt oder weitere Symptome wie hohes Fieber oder Atemnot bestehen. Eine gründliche körperliche Untersuchung ist dann notwendig. Dazu untersucht der Arzt die Lunge des Patienten mit einem Stethoskop, indem er sie abhört und abklopft. Bei einer akuten Bronchitis fallen dabei vor allem Rassel- und Pfeifgeräusche bei der Atmung auf. 

Außerdem werden Ohren, Mund- und Rachenraum sowie die Lymphknoten im Halsbereich begutachtet. Um festzustellen, ob die Gabe von Antibiotika im Falle einer bakteriellen Infektion notwendig ist, kann darüber hinaus eine Blutuntersuchung, eine Untersuchung des Auswurfs (Sputum) oder ein Nasen- oder Rachenabstrich gemacht werden. Bei Verdacht auf eine Lungenentzündung kann eine Röntgenaufnahme angefertigt werden. Im Falle eines komplizierten Verlaufs wird darüber hinaus ein Lungenfunktionstest durchgeführt, um beispielsweise eine chronische Atemwegsverengung als Ursache zu erkennen.

Mögliche Folgen und Komplikationen einer Bronchitis

Aus einer akuten Bronchitis kann sich eine chronische Entzündung entwickeln. Sowohl eine akute Bronchitis als auch die chronische Form können die Schleimhäute stark reizen und bei häufigen Wiederholungen ein überempfindliches Bronchialsystem zur Folge haben. Durch eine Infektion mit Pneumokokken oder anderen Bakterien kann es durch die gereizten Schleimhäute auch zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) kommen. Meist handelt es sich um eine so genannte Broncho-Pneumonie, weil die Entzündung der Bronchial-Schleimhaut auf die Lunge übergreift. 

Bei dauerhafter Reizung und Entzündung der Bronchialschleimhäute kann es zu einer Verengung (Obstruktion) der Atemwege kommen. 

Man spricht von einer chronisch obstruktiven Bronchitis oder von chronisch-obstruktiven Lungen-Erkrankungen (COPD). Gekennzeichnet sind diese Erkrankungen durch Symptome wie hartnäckiger Husten, vermehrter Auswurf und Atemnot bei Belastung. Die Haupt-Ursache für eine chronische Bronchitis und für eine COPD ist das Rauchen. Es zerstört die Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut. Diese sind normalerweise u.a. für den Abtransport von Schadstoffen zuständig. Außerdem fördert Rauchen entzündliche Vorgänge und schwächt das Immunsystem. 

Aus diesem Grund nennt man eine COPD umgangssprachlich oft auch „Raucherhusten“. Es kann sich sogar ein Lungenemphysem entwickeln, bei dem sich die Lungenbläschen erweitern und so die Funktion der Lunge beeinträchtigen.

Behandlung der akuten Bronchitis

Wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht von selbst verschwinden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt besonders, wenn weitere Symptome wie hohes Fieber oder Atemnot bestehen. Auch wenn der Auswurf grünlich oder gar blutig ist, muss ein Arzt konsultiert werden. Eine gründliche körperliche Untersuchung ist dann notwendig. Die Behandlung durch den Arzt richtet sich nach dem Erreger der Bronchitis und den weiteren Symptomen. Wurde die akute Bronchitis durch Viren verursacht, zielt die Behandlung eher auf eine Linderung der Beschwerden ab. Manche Medikamente, wie Hustenlöser können sehr hilfreich sein, um das Abhusten zu erleichtern. Hustenblocker sollten nur bei trockenem Husten für eine ungestörte Nachtruhe verwendet werden. Eine Behandlung mit Antibiotika ist nur sinnvoll, wenn die akute Bronchitis durch eine bakterielle Infektion verursacht wurde. Viel Trinken, körperliche Schonung und hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafraum sind immer wichtig, denn die Schleimhäute brauchen viel Feuchtigkeit. Außerdem sollte man sowohl während einer akuten Bronchitis als auch dauerhaft bei einer chronischen Bronchitis auf das Rauchen verzichten. 

Ist eine Bronchitis ansteckend?

Wenn die Bronchitis durch Krankheitserreger, wie Viren, Bakterien oder Pilze verursacht wurde, ist sie für andere Menschen ansteckend. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis die Erkrankung ausbricht, ist abhängig vom Erreger. Sie kann ein bis sechs Tage betragen. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion übertragen, also zum einen durch Husten und Niesen und zum anderen durch das Berühren von Oberflächen. Allerdings entwickelt der Infizierte nicht zwangsläufig auch eine Bronchitis - das hängt immer von der Stärke des eigenen Immunsystems ab.

Bronchitis und Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft ist es angeraten bei einer akuten Bronchitis immer den Arzt aufzusuchen. Er kann geeignete Medikamente verschreiben und die Erkrankung überwachen, sodass keine Komplikationen entstehen.

Besonderheiten bei Kindern

Bei Kindern tritt eine akute Bronchitis häufig als obstruktive (verengende) Bronchitis oder spastische (krampfartige) Bronchitis auf. Das bedeutet, dass durch eine starke Verschleimung der Bronchien die Ausatmung erschwert ist und eine Verengung der Atemwege auftritt. Dies kann als Symptom sogar eine Atemnot hervorrufen, die mit speziellen Medikamenten und Sprays durch einen Arzt behandelt werden muss. Darüber hinaus entsteht eine akute Bronchitis bei Kindern oft auch in Verbindung mit Masern und Keuchhusten. Bei der Untersuchung durch den Arzt ist es auch wichtig auszuschließen, dass das Kind keine Fremdkörper verschluckt hat, die zu einer Entzündung führen können. 

Behandelt wird eine akute Bronchitis bei Kindern, wie bei Erwachsenen, abhängig von der Ursache. Bei einer viralen Bronchitis können verschiedene Viren verantwortlich sein, z.B. Adeno-, Coxsackie- oder Myxoviren, aber auch das RS-Virus (Respiratory Syncytial Virus). Bei einer bakteriellen Bronchitis kann auch bei Kindern die Gabe eines Antibiotikums notwendig sein. 

Um die Atemwege der Kinder zu stärken kann ein Aufenthalt am Meer hilfreich sein. Die frische Meeresluft enthält weniger Schadstoffe und Allergene und kann sich daher beruhigend auf die Atemwege auswirken. Zusätzlich hat die salzhaltige Luft eine heilende Wirkung auf die Bronchial-Schleimhäute. Insbesondere bei Kindern mit chronischen Atemwegserkrankungen sollte diese wohltuende und einfache Behandlung genutzt werden. Darüber hinaus ist es wichtig das Rauchen in der Nähe von Kindern zu vermeiden.

Tipps und Hausmittel bei Bronchitis

Ganz wichtig: viel Flüssigkeit!
Am besten mehrmals täglich mit einer Kochsalzlösung inhalieren. Der Kochsalzlösung können auch ätherische Öle oder Kamille zugefügt werden. Bei kleinen Kindern und bei Asthmatikern sollten ätherische Öle wie Eukalyptus-Öl jedoch nicht verwendet werden. Zur Verflüssigung des Schleims viel trinken – am besten viel heißen, mit Honig gesüßten Tee. Zuckerlösungen haben hustenreizstillende Eigenschaften. Böse Zungen behaupten sogar, dass die Wirkung vieler Hustensäfte in erster Linie auf den hohen Zuckergehalt zurückgeht.

Zwiebelsaft tut den meisten Menschen mit Husten sehr gut: Rohe, klein geschnittene Zwiebel mit braunem (Kandis-) Zucker oder Honig ansetzen. Zucker hat hustenreizstillende Eigenschaften. Zwiebeln enthalten antibakteriell und schleimlösende Schwefelverbindungen. Dann löffelweise den entstandenen Zwiebel-Hustensaft einnehmen. Nehmen Sie Hustentropfen wie Bronchopas® am besten mit einem Teelöffel Zucker oder Honig ein oder nehmen Sie diese direkt mit dem selbstgemachten Zwiebel-Hustensaft. Diese Kombination ist auch schon für Kinder geeignet.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer - zum Beispiel durch das Aufstellen eines Wäscheständers mit feuchten Tüchern. Bei chronischer Bronchitis kann auch Klimaveränderung guttun: Ein Spaziergang an der frischen Luft kann immer hilfreich sein - gerne auch am Meer oder in den Bergen!

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