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Bronchitis: Entzündung der Bronchien mit Husten

Wie und wodurch entsteht Bronchitis?

Bronchitis entsteht, wenn Erreger, die eine Erkältungskrankheit auslösen, auf die Schleimhäute der Bronchien übergreifen. Meist wird sie also primär von den Viren ausgelöst, die auch den Schnupfen verursachen. Es können sich aber auch Bakterien auf den vorgeschädigten Schleimhäuten ansiedeln. In diesem Fall handelt es sich um eine sogenannte Superinfektion. In seltenen Fällen können Bakterien auch die eigentlichen Erreger einer Bronchitis sein – dann haben wir es mit einer bakteriellen Infektion zu tun. Meist haben sich die Betroffenen bei anderen Erkrankten durch Tröpfcheninfektion angesteckt.

Was sind die Bronchien?

Das Bronchialsystem ist das verzweigte System der Luftwege in der Lunge. Es ist mit Schleimhäuten ausgekleidet, die Flimmerhärchen tragen – die Bronchialschleimhaut. Die Luftröhre teilt sich auf in zwei Hauptbronchien. Innerhalb der Lunge verzweigen sich die Bronchien immer mehr – man nennt sie nun Bronchiolen. Schließlich münden sie in die Lungenbläschen, auch Alveolen genannt.

Welche Arten von Bronchitis gibt es und was sind ihre Symptome?

Die Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchialschleimhaut. Sie wird auch als Bronchialkatarrh bezeichnet und ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Eine Bronchitis kann akut oder chronisch verlaufen. Eine akute Bronchitis dauert im Normalfall etwa 7 bis 10 Tage. Meistens beginnt sie einige Tage nach Beginn eines grippalen Infektes. Der Husten als Hauptsymptom hält meistens noch einige Tage länger an als die sonstigen Erkältungssymptome. 

Als chronisch gilt eine Bronchitis, wenn sie innerhalb von zwei Jahren pro Jahr länger als drei Monate am Stück auftritt.

Betrifft die Entzündung zusätzlich zur Bronchialschleimhaut auch noch einen Teil der Luftröhre, handelt es sich um eine Tracheobronchitis. Greift die Entzündung auf das Lungengewebe über, entsteht eine Lungenentzündung (Pneumonie bzw. Bronchopneumonie).

Wie entsteht der quälende Reizhusten?

Husten ist ein Schutzreflex unseres Körpers: Wenn Fremdkörper die Atemwege einengen, sorgt der Hustenreflex für Befreiung. Wenn die Atemwege durch einen Infekt gereizt und entzündet sind, löst auch das den Hustenreiz aus. Ziel ist, das Sekret aus den Bronchien zu entfernen. Dann ist der Husten sinnvoll und man nennt ihn produktiv.  Leider ist nicht jeder Husten produktiv – d.h.: Der Schleim kommt nicht raus. Stattdessen quält ein trockener Reizhusten. Der tritt besonders nachts auf, wenn der Körper sich entspannt und kann sogar krampfartig sein. Dann sind Hustenreiz-Linderung und krampflösende homöopathische Hustentropfen sinnvoll.

Mögliche Folgen einer Bronchitis

Eine Bronchitis kann die Schleimhäute stark reizen und bei häufigen Wiederholungen ein überempfindliches Bronchialsystem zur Folge haben. Außerdem kann sie sich zu einer chronischen Bronchitis entwickeln. Durch eine Infektion mit Pneumokokken oder anderen Bakterien kann es auch zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) kommen. Meist entsteht sie als Broncho-Pneumonie, weil die Entzündung der Bronchial-Schleimhaut auf die Lunge übergreift.  Bei dauerhafter Reizung und Entzündung der Bronchial-Schleimhäute kann es zu einer Verengung (Obstruktion) kommen. Man spricht von einer obstruktiven Bronchitis oder von chronisch-obstruktiven Lungen-Erkrankungen (COPD). Gekennzeichnet sind sie durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung. Der Hauptrisikofaktor für eine chronische Bronchitis und für eine COPD ist das Rauchen. Es zerstört die Flimmerhärchen in der Bronchialschleimhaut. Diese sind normalerweise für den Abtransport von Schadstoffen zuständig. Außerdem fördert Rauchen entzündliche Vorgänge und schwächt das Immunsystem.
Aus diesem Grund nennt man eine COPD umgangssprachlich oft auch „Raucherhusten“. Es kann sich sogar ein Lungenemphysem entwickeln, bei dem sich die Lungenbläschen erweitern und so die Funktion der Lunge beeinträchtigen.

Behandlung der akuten Bronchitis

Wenn die Beschwerden nach einigen Tagen nicht von selbst verschwinden, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt besonders, wenn Symptome wie Fieber oder Atemnot bestehen. Die Behandlung richtet sich nach dem Erreger der Bronchitis. Wurde diese durch Viren verursacht, zielt die Behandlung eher auf eine Linderung der Beschwerden ab. Hustenlöser können sehr hilfreich sein. Antibiotika sind nur sinnvoll, wenn die Bronchitis durch eine bakterielle Infektion verursacht wurde. Viel Trinken und hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafraum sind immer wichtig, denn die Schleimhäute brauchen viel Feuchtigkeit.

Hausmittel bei Bronchitis

Ganz wichtig: mehrmals täglich mit einer Kochsalzlösung inhalieren. 

Der Kochsalzlösung können auch ätherische Öle oder Kamille zugefügt werden. Bei kleinen Kindern und bei Asthmatikern sollten ätherische Öle wie Eukalyptus-Öl jedoch nicht verwendet werden.

Zur Verflüssigung des Sekretes viel trinken – am besten viel heißen, mit Honig gesüßten Tee.

Zuckerlösungen haben hustenreizstillende Eigenschaften. Böse Zungen behaupten sogar, dass die Wirkung vieler Hustensäfte in erster Linie auf den hohen Zuckergehalt zurückgeht. In jedem Fall sind Hausmittel wie der Zwiebel-Hustensaft schon wegen des Zuckers sinnvoll. Schneiden Sie dafür eine rohe Zwiebel auf und setzen Sie diese mit braunem (Kandis-) Zucker oder Honig an. Dann löffelweise den entstandenen Zwiebel-Hustensaft einnehmen.

Nehmen Sie Hustentropfen wie Bronchopas® mit einem Teelöffel Zucker oder Honig ein.

Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer (Wäscheständer).

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