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Warum meist zuerst Halsschmerzen und dann Schnupfen?

Der Halsbereich ist die Eintrittspforte der meisten Krankheitserreger in unseren Körper. Deshalb haben wir gerade hier das intensivste Überwachungs- und Abwehrsystem: Die Mandeln bilden mit den Schleimhäuten einen regelrechten Abwehrring. Sobald die dort stationierten Abwehrzellen aktiviert werden, arbeiten sie auf Hochtouren und das wird durch Schwellung und Entzündung spürbar. Eine Angina kann so entstehen – Angina bedeutet „Enge“. Meist tritt die Halsentzündung gemeinsam mit Schluckbeschwerden und Heiserkeit auf. Darüber hinaus sind häufig die Lymphknoten am Hals und am Unterkiefer geschwollen. Später schwellen meist auch die anderen Schleimhäute an: Der Schnupfen ist da. Oft geht’s dann weiter die Atemwege nach unten: Eine Bronchitis entsteht.

Wieso bekommt man Halsschmerzen und was passiert da?

Halsschmerzen sind meistens eines der ersten Anzeichen für eine infektiöse Erkältung. Sie können aber ein Symptom für verschiedene Krankheiten sein. Am häufigsten werden sie durch Erkältungen, also so genannte grippale Infekte ausgelöst. Hier gehören sie - wie auch Husten, Schnupfen, Heiserkeit - zu den üblichen Beschwerden. Erreger setzen sich meist zuerst in der Nase und im Rachen fest. Ein leichtes Nase-Laufen fällt aber vielen gar nicht auf – das unangenehme Kratzen im Hals hingegen schon. So werden Halsschmerzen oft als erstes Anzeichen einer beginnenden Erkältung wahrgenommen. Die Schmerzen entstehen, weil bei einer Entzündung die Immunzellen auch Schmerzbotenstoffe ausschütten, etwa Bradykinine und Prostaglandine.

Neben einer Erkältung oder Grippe gibt es andere Ursachen, die Halsschmerzen auslösen können, z. B.:

  • Mandelentzündung (Tonsillitis)
  • Rachenentzündung (Pharyngitis) oder Seitenstrangangina
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)
  • Kehldeckelentzündung (Epiglottis)
  • Infektionskrankheiten: Scharlach, Diphterie, Mumps
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • gereizte Atemwege durch Rauchen, verstaubte Luft, giftige Dämpfe oder starke Beanspruchung
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Allergien

Muss ich bei Halsschmerzen zum Arzt?

Häufig ist bei Halsschmerzen kein Arztbesuch nötig, denn meist bessern sich Erkältungshalsschmerzen nach ein paar Tagen. Sind diese aber nach einer knappen Woche noch nicht verschwunden, ist ein Arztbesuch anzuraten. Dringend notwendig ist ein sofortiger Arztbesuch, wenn die Halsschmerzen von verschiedenen anderen Symptomen wie hohem Fieber, Atemnot, Brustenge oder Schmerzen in der Brust begleitet werden. Ebenso wichtig ist das, wenn der Betroffene plötzlich oder stark heiser ist. Wenn Kinder über starke Halsschmerzen klagen, sollte immer ein Kinderarzt konsultiert werden.
Der Arzt wird eine genaue Untersuchung von Hals und Rachenraum vornehmen. Dabei kann er zum Beispiel feststellen, ob die Gaumenmandeln entzündet sind und welche Erreger für die Erkrankung verantwortlich sind. Außerdem wird untersucht, ob die Lymphknoten geschwollen sind. Eventuell müssen Antibiotika eingenommen werden.

Was tun bei Halsschmerzen?

Zunächst muss die Ursache der Halsschmerzen abgeklärt werden. Sollten die Halsschmerzen nicht durch eine Erkältung oder Grippe bedingt sein, richtet sich die Behandlung nach den Ursachen. Bei einer Überbeanspruchung der Stimmbänder kann ein Stimmtraining mit einem Logopäden hilfreich sein. Bei bakteriellen Entzündungen kann die Gabe von Antibiotika notwendig sein.

Wie kann man Halsschmerzen ohne Medikamente lindern?

Viele Haus- und Naturheilmittel haben sich seit Generationen bei Halsschmerzen bewährt. Sie wirken entzündungshemmend und abschwellend und lindern so Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.

Immer ist es wichtig, viel zu trinken, damit die Schleimhäute feucht bleiben. Oft werden warme, nicht heiße Tees bevorzugt. Zum Beispiel Tees mit Salbei, Thymian und Kamille. Auch ein Löffel Honig – im Tee oder pur – kann wohltuend sein.

Ebenfalls hilfreich kann Gurgeln sein. Geeignet sind Salzwasser, Salbei- oder Kamillentee. Der Tee sollte dafür stark und lange durchgezogen sein. Für das Salzwasser wird ein viertel Teelöffel Salz in 0,2 Liter lauwarmes Wasser gegeben.

Da das Schlucken häufig schwerfällt, sind lauwarme, nicht zu trockene Speisen gut. Suppen liefern dem Körper Flüssigkeit, wärmen angenehm und können mit viel frischem Gemüse und magerem Fleisch zubereitet werden, um das Immunsystem zu stärken und den Körper nicht zu belasten.

Wickel bei Halsschmerzen

Halswickel sind eine dankbare Maßnahme, um Beschwerden zu lindern. Für den kühlenden Halswickel wird ein Küchentuch z. B. mit Quark bestrichen und um den Hals gelegt. Darüber wird ein trockenes Tuch oder ein Wollschal gewickelt. Der feuchte Umschlag sollte etwa 20 bis 30 Minuten einwirken können. Wenn Wärme guttut, können anstelle des Quarks frisch gekochte, noch heiße und zerstampfte Kartoffeln verwendet werden – aber Vorsicht: Verbrennungsgefahr, v.a. bei Kindern - Kartoffeln halten die Wärme sehr gut.

Kann man Halsschmerzen vorbeugen?

Damit Halsschmerzen gar nicht erst entstehen, sollten Sie schon bei den ersten Anzeichen eines Kratzens im Hals handeln: Viel Trinken, am besten Tees mit Salbei, Thymian, Kamille. Wärme im Halsbereich tut gut! Sorgen Sie für genug Feuchtigkeit in der Atemluft (Klimaanlagen meiden, Wäscheständer im Schlafzimmer). Stärken Sie außerdem Ihre Abwehrkräfte mit kurzen Spaziergängen an der frischen Luft, Wechselduschen und Vitamin C. Sie können auch das Lymphsystem unterstützen, denn Lymph- und Immunsystem bilden eine Einheit.

Wehret den Anfängen - mit Homöopathie gegen Halsschmerzen

Ein gutes Halsweh-Mittel greift in allen Stadien an:

  • es unterstützt die Abwehrreaktion
  • lindert Entzündung, Schwellung und Schmerz
  • verkürzt die Beschwerdedauer

Homöopathische Arzneimittel bei Entzündungen des Rachenraumes mit 6 Inhaltsstoffen = 6-fache Kraft:
Tonsillopas® und Tonsillopas® Tabletten.