Mit Freunden teilen

Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?

Die Medizin unterscheidet heute mehr als 250 verschiedene Arten von Kopfschmerz. Zu den häufigsten Kopfschmerzformen gehören der Spannungskopfschmerz und die Migräne. Die genaue Unterscheidung dieser beiden ist eher für die Auswahl des richtigen chemisch-synthetischen Arzneimittels wichtig als für den Betroffenen selbst, denn beide Formen können höllische Schmerzen bereiten. Typisch für Migräne ist der einseitige Kopfschmerz, der oft von Übelkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet wird.

Migräne, eine besondere Form von Kopfschmerzen

Wer häufiger unter Kopfschmerz-Attacken leidet, stellt sich vielleicht die Frage, ab wann man von einer Migräne spricht.

Die Migräne ist eine eigenständige, neurologische Erkrankung, von der etwa 10 % der deutschen Bevölkerung betroffen sind. Frauen erkranken deutlich häufiger als Männer. Das Krankheitsbild der Migräne ist sehr vielschichtig. Bei 70 % aller Migränepatienten zeigen sich die Kopfschmerzen nur auf einer Seite. Insbesondere im Bereich von Schläfe, Stirn und Augen nehmen die Betroffenen einen sehr intensiven und pulsierenden Schmerz wahr, der sich bei Anstrengung verstärkt.

Die Dauer einer Migräneattacke variiert zwischen 4 Stunden und mehreren Tagen. Oft gibt es schon 1-2 Tage vorher Vorboten in Form von Reizbarkeit, Schweregefühl, Müdigkeit oder auch Euphorie. Eine Aura, die durch neurologische Störungen (Seh-, Sprach- Gefühlsstörungen) gekennzeichnet ist, kann einige Stunden vor dem eigentlichen Schmerzanfall auftreten.

Typische Begleitsymptome bei einem Migräneanfall sind:

  • Lichtempfindlichkeit
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Übelkeit bis hin zum Erbrechen
  • Aura (Sehstörungen mit Lichtblitzen, schwarzen Löchern, Lichtzacken)

Migräne mit Aura

Fast jeder Dritte Migränepatient kennt das Phänomen der Aura. Als Aura bezeichnet man neurologische Symptome wie Sprachstörungen, Taubheitsgefühle, Sehstörungen, das Sehen von Lichtblitzen oder Lichtzacken (Flimmerskotom). Die Dauer dieser Beschwerden liegt bei etwa einer halben Stunde. Während der Aura oder kurze Zeit danach kommt es dann zu den typischen Migränekopfschmerzen.

In Einzelfällen bleiben die Kopfschmerzen aus, sodass auch ohne Migränekopfschmerz eine Migräneaura auftreten kann. Dieser Erkrankungstyp zeigt sich vor allem bei Männern.

Ursachen der Migräne

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, deren Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Folgende Faktoren spielen bei der Entstehung einer Migräne eine Rolle – in individuell unterschiedlicher Kombination:

  • erbliche Veranlagung
  • Reizüberempfindlichkeit (chronische Übererregbarkeit der Nervenzellen)
  • Durchblutungsstörung im Gehirn
  • entzündliche Vorgänge
  • Veränderungen bestimmter Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn

Auslöser eines Migräneanfalls

Wenn die Erkrankung Migräne besteht, können bestimmte Reize einen akuten Migräneanfall auslösen. Solche Reize werden als Triggerfaktoren bezeichnet und sind individuell sehr unterschiedlich. Bei Frauen gehören hormonelle Schwankungen zu den relevantesten Auslösern der Migräne. Bei mehr als 50 aller Migränepatientinnen hängen die Kopfschmerzattacken mit dem Menstruationszyklus zusammen. Insbesondere in der späten zweiten Zyklushälfte leiden die Betroffenen unter den Migräneschmerzen.

Typische Triggerfaktoren:

  • hormonell (Menstruation, Hormongaben)                     
  • Biorhythmik (Zeitverschiebung, Jahreszeiten, Schichtarbeit, zu viel oder zu wenig Schlaf)
  • Umwelt (Lärm, Qualm, Föhn, Vollmond, Licht (Disco))  
  • Substanzen (Alkohol, Schokolade, Käse, Rotwein (wegen Tyramin und Histamin))
  • sozial (Stress, Wochenende, Angst)      

Angesichts der Vielzahl möglicher Ursachen und auslösender Faktoren kann das Führen eines Kopfschmerztagebuches sinnvoll sein, um die individuellen Auslöser zu identifizieren.

Welche Auslöser gibt es für andere Kopfschmerzen?

Stress, aber auch ungewohnte Ruhephasen (Wochenende, Urlaub), Verspannungen im Nackenbereich, Hormonschwankungen, bestimmte Nahrungsmittel, Wetterumschwung … es gibt viele Auslöser für starkes Kopfweh.

Natürliche Hilfe bei Kopfschmerzen und Migräne

Der Griff zur Kopfschmerztablette ist gerade bei Frauen weit verbreitet. Schmerzmittel für den Akutfall sind auch kein Problem, solange es sich auf gelegentliche Notfälle beschränkt. Bei häufigen Kopfschmerzen sollten Sie jedoch nach der Ursache fahnden lassen und sich mit sanften Methoden Linderung verschaffen.

Was hilft bei Kopfschmerzen? - Hier einige Tipps:

  • Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung.
  • Legen Sie sich kühle Umschlage auf die Stirn.
  • Reiben Sie sich Stirn und Schläfen mit Pfefferminzöl ein.
  • Bewegen Sie sich möglichst in frischer Luft.
  • Lassen Sie sich Verspannungen im Nackenbereich lockern.
  • Nutzen Sie Wechselfußbäder (warm lang, kalt kurz).
  • Beachten Sie mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
  • Achten Sie auf eine gute Magnesium-Versorgung.
  • Nutzen Sie Entspannungsmethoden wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen oder autogenes Training
  • Im Frühstadium könnten eine Tasse starken Kaffees mit Zitrone oder Vitamin C und Magnesium helfen, einen Anfall abzuwenden.

Auch homöopathische Komplexmittel können dazu beitragen, den Körper in seiner Reaktion langfristig umzustimmen. Sie zielen nicht auf eine schnelle Schmerzlinderung, sondern auf eine nachhaltige Regulation und Harmonisierung.  Hier gibt es auch Möglichkeiten zur homöopathischen Unterstützung bzw. einer sogenannten homöopathischen Regulationstherapie zur Harmonisierung des Organismus. Deshalb ist es sinnvoll, sie über einen 2- bis 3-monatigen Zeitraum im Sinne einer Umstimmungstherapie einzusetzen. Es ist aber auch möglich, einen beginnenden Anfall durch häufige kleine Gaben abzuwenden. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

Naturmedizin bei Kopfschmerzen und Migräne

Das homöopathische Kombinationsmittel Antimigren® SL Tropfen bzw. Tabletten enthält 4 pflanzliche Wirkstoffe. Es eignet sich zur unterstützenden Behandlung migräneartiger Kopfschmerzen.

Kopfschmerztagebuch als PDF zum Herunterladen.