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B-Vitamine für starke Nerven und einen gesunden Stoffwechsel

Vitamine sind lebensnotwendige Mikronährstoffe, die unser Körper zur Aufrechterhaltung sämtlicher Funktionen benötigt. Die B-Vitamine übernehmen verschiedene Aufgaben. Sie spielen eine Rolle bei der Hormonbildung, beeinflussen die Durchblutung, sind am Kohlenhydrat-, Protein- und Fettstoffwechsel beteiligt oder tragen zur Blutbildung und zur gesunden Funktion der Nerven bei.

Die Vitamine der B-Gruppe 
Die Gruppe der B-Vitamine umfasst acht Vitamine:

  • Vitamin B1 (Thiamin)
  • Vitamin B2 (Riboflavin)
  • Vitamin B3 (Nicotinsäure)
  • Vitamin B5 (Pantothensäure)
  • Vitamin B6 (Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal)
  • Vitamin B7 (auch Vitamin H oder Biotin)
  • Vitamin B9 (Folsäure oder Vitamin B11)
  • Vitamin B12 (Cobalamin)

B-Vitamine sind im Körper für viele Stoffwechselprozesse unverzichtbar.

Die Aufgaben der B-Vitamine

Die einzelnen B-Vitamine sind sehr unterschiedlich aufgebaut. Genauso vielfältig sind auch ihre Aufgaben. Vitamin B1 wird aufgrund seiner Wirkung auf das Nervensystem auch als Stimmungsvitamin bezeichnet. Es ist an der Bildung des wichtigen Botenstoffes Serotonin beteiligt und wirkt im Kohlenhydratstoffwechsel mit. Vitamin B6 bildet die Vorstufe für mehr als 200 Enzyme. Es ist am Aminosäurestoffwechsel und am Nervenstoffwechsel beteiligt und unterstützt die Funktion des Immunsystems. Den meisten Menschen ist das Vitamin B11 eher unter der Bezeichnung Folsäure bekannt. Folsäure ist ein Zellvitamin, das für alle Wachstumsprozesse mit Zellteilungen bedeutsam ist. Gemeinsam mit Vitamin B12 und Vitamin B6 sorgt Folsäure zudem für den Abbau der toxischen Aminosäure Homocystein bzw. Umbau zu Methionin. Ein erhöhter Homocysteinspiegel im Blut geht mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall einher. Auch zwischen Alzheimer und Homocystein besteht ein Zusammenhang.

Die wichtigsten Vitamin-B-Lieferanten

Alle grünen Gemüse und Salate sind reich an Folsäure. Insbesondere Spinat, Brokkoli, Endivien und auch Hülsenfrüchte enthalten Folat. Vitamin B1 steckt zum Beispiel in Weizenvollkornbrot, Fisch, Fleisch, Nüssen. Auch Pilze, Erbsen und Sesam sind reich an Vitamin B1. Jedoch sinkt der Gehalt beim Erhitzen aufgrund der Hitzelabilität des Vitamins stark ab. Vitamin B6 steckt in Vollkorngetreide, Obst, Gemüse und Fisch. Vitamin B12 findet sich ausschließlich in tierischen Produkten wie Eiern, Fisch, Fleisch oder Milchprodukten.

Ursachen für einen Vitaminmangel

Für einen Vitaminmangel gibt es verschiedene Ursachen. Eine davon ist Fehlernährung. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt zur Deckung des Tagesbedarfs die Zufuhr von mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Eine Menge, die viele Menschen mit ihrer täglichen Ernährung nicht mehr erreichen. Ein Sonderfall ist das Vitamin B12, das nur in tierischen Produkten enthalten ist. Hier laufen insbesondere Veganer Gefahr, zu wenig davon aufzunehmen. Dies zeigt sich schon früh durch eine erhöhte Menge an Methylmalonsäure. Wer vegetarisch oder vegan lebt, muss unter Umständen Vitamin B12 supplementieren. Eine weitere Ursache für Mangelerscheinungen sind Aufnahmestörungen. Eine gestörte Darmflora oder eine entzündete Darmschleimhaut können ein Hindernis bei der Resorption und Aufspaltung der Vitalstoffe darstellen. Zur Aufnahme des Vitamins B12 ist zudem der sogenannte Intrinsic-Factor erforderlich. Bei Erkrankungen des Magens wie beispielsweise bei einer Helicobacter-Gastritis produzieren die Magenzellen nicht ausreichend Intrinsic-Factor, sodass trotz ausreichender Vitaminzufuhr ein Mangel entsteht. Auch ein erhöhter Bedarf bei Stress kann trotz guter Ernährung zu einem Mangel führen. Häufig tritt ein Mangel an B-Vitaminen kombiniert mit einem Mangel an Magnesium und Vitamin D3 auf. Menschen, die bestimmte Arzneimittel, wie etwa solche zum Schutz des Magens oder zur Verhütung, Psychopharmaka und Antibiotika nehmen, können ebenfalls betroffen sein.

Typische Mangelsymptome

Da die B-Vitamine so viele Aufgaben im Körper übernehmen, sind die Mangelsymptome breit gefächert. Bei einem Mangel an Vitamin B6 kann es zu Wachstumsstörungen, Hautveränderungen, Depressionen, Schlafstörungen und Anämie kommen. Eine Anämie kann ebenfalls durch einen Mangel an Folsäure und Vitamin B12 entstehen. Da Vitamin B12 ein wichtiges Nervenvitamin ist, geht eine Unterversorgung mit neurologischen Störungen einher. Insbesondere bei einem zusätzlichen Mangel an Tryptophan treten auch psychische Störungen auf. Folsäuremangel in der Schwangerschaft kann beim Ungeborenen beispielsweise zum gefürchteten Neuralrohrdefekt führen. Krankheitsbilder, die durch einen Mangel an B1 entstehen, werden unter dem Begriff Beriberi zusammengefasst. Typische Symptome sind Erschöpfung, Schmerzen und Missempfindungen. Ein Überschuss an B-Vitaminen kommt jedoch eher selten vor.

Zufuhr von B-Vitaminen

B-Vitamine kann man als Vitaminpräparat oder Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten zuführen. Präparate mit Vitamin B12 enthalten in der Regel Transcobalamin, Cyanocobalamin oder Hydroxocobalamin. Bei Aufnahmestörungen im Darm werden die eingenommenen Vitamine jedoch direkt wieder ausgeschieden. Hier können Spritzen oder Infusionen vom Hausarzt mit B-Vitaminen hilfreich sein, wie sie von Pascoe erhältlich sind. Diese wirken schneller, da anders als bei der Oralgabe der Darm und die Leber umgangen werden können.

Auf unseren Serviceseiten finden Patienten und Interessierte weitere Informationen rund um das Thema B-Vitamine.