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Was ist die Prostata und wozu braucht Mann sie?

Die Prostata wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet. Die gesunde Prostata gleicht sowohl in der Form als auch in der Größe einer Kastanie. Beim Mann umgibt sie die Harnröhre in ihrem oberen Bereich. Sie sitzt also ganz dicht unter der Harnblase. Tastbar ist sie durch einen erfahrenen Arzt durch rektale Untersuchung, also über den After bzw. Enddarm.

Drüsen sind immer Organe, die bestimmte Wirkstoffe oder Flüssigkeiten abgeben. Die Prostata bildet einen Teil der Flüssigkeit, die beim Samen-Erguss über die Harnröhre ausgeschieden wird. Das Sekret gelangt über verschiedene kleine Ausführungsgänge in die Harnröhre. Dort vermischt sich die Prostataflüssigkeit mit den Spermien. Fast ein Drittel des Ejakulats besteht aus Prostatasekret. Die Flüssigkeit macht die Samen beweglicher, den Erguss dünnflüssiger und erhöht die Überlebenschancen der Spermien im sauren Scheiden-Milieu.

Welche Probleme macht die Prostata und warum?

Bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnen die Prostata-Zellen, sich zu vermehren, die Prostata wächst und engt so den von ihr umschlossenen Harnleiter ein. Aus der ursprünglichen Kastanien- kann eine Pfirsichgröße werden. Infolgedessen muss die Harnblase gegen den Druck der Prostata kämpfen. Der Urin kann nicht mehr ungehindert abfließen, sodass es zu Problemen beim Wasserlassen kommt.

Spürbare Beschwerden sind:

  • Harnstrahl ist abgeschwächt, manchmal nur Harntröpfeln
  • Harnentleerung mit verzögertem Beginn und Unterbrechungen, Nachträufeln
  • Restharngefühl
  • Reizblase: häufiger Harndrang mit geringer Harnmenge
  • häufiges nächtliches Wasserlassen
  • Harnverhalt oder abgeschwächter Harnstrahl
  • erhöhter Blasenentleerungsdruck

Bei wem gibt’s diese Probleme?

Viele Männer spüren die Folgen des Prostata-Wachstums schon in ihrem 5. Lebensjahrzehnt. Jeder 2. im Alter von 60 Jahren ist betroffen. Im 9. Lebensjahrzent sind es ca. 90 %.

Allerdings ist die Prostatavergrößerung weltweit sehr unterschiedlich stark verbreitet. Vor allem in den Industrieländern leiden viele Männer darunter.

Deshalb geht man davon aus, dass Lebensweise und v. a. Ernährung einen großen Einfluss haben.

Gutartig oder bösartig?

Das Wachstum der Prostata mit den einhergehenden Beschwerden – allen voran dem verlangsamten Wasserlassen - ist eine normale Erscheinung mit zunehmendem Alter. Man nennt das eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie BPH). Problematisch ist, dass die spürbaren Symptome für die Männer nicht so leicht von denen ernsthafter Erkrankungen der Prostata zu unterscheiden sind. Prostatakrebs, also ein Prostatakarzinom kann sich ähnlich äußern. Deshalb ist eine regelmäßige Vorstellung beim Arzt (Urologe) notwendig. Körperliche Untersuchungen, das Abtasten der Prostata über den Mastdarm und die Bestimmung des PSA-Wertes sind wichtig, um zu erkennen, ob es sich um eine altersbedingte und harmlose Prostata-Vergrößerung handelt oder um eine ernsthafte Erkrankung. Der Arzt wird dann entscheiden, ob eine Behandlung notwendig ist.

Was ist der PSA-Wert?

PSA bedeutet Prostata-spezifisches Antigen. Es handelt sich dabei um ein Eiweiß, das nur in der Prostata gebildet wird. So wie alle Produkte von Hormondrüsen ist es auch im Blut als PSA-Wert nachweisbar. PSA wird sowohl von gesunden als auch von kranken Prostata-Zellen gebildet. Deshalb kommt es in einer gewissen Menge bei allen Männern vor. Die Höhe des PSA-Wertes und die Kombination mit anderen messbaren Blutwerten gibt dem Arzt Hinweise darauf, ob eine ernstzunehmende Erkrankung vorliegen könnte.

Was kann Mann sonst noch gegen Prostata-Probleme tun?

Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die bei Prostata-Beschwerden helfen – sowohl vorbeugend als auch lindernd. Bitte denken Sie immer daran, dass Prostata-Beschwerden ein typisches Symptom unserer westlichen Lebensweise sind!

Deshalb:

  • Essen Sie regelmäßig, aber mäßig!
  • Versuchen Sie, Ihr Normalgewicht zu erreichen bzw. zu halten (BMI < 25).
  • Treiben Sie regelmäßig Sport (3x pro Woche mindestens 30 Min. Ausdauer).
  • Essen Sie reichlich Fisch – mindestens 2-mal wöchentlich (Omega-3-Fettsäuren).
  • Schränken Sie Ihren Konsum an tierischen Fetten ein.
  • Bevorzugen Sie ungesättigte Fettsäuren (z. B. Olivenöl oder Rapsöl).
  • Essen Sie regelmäßig Brokkoli, Soja-Produkte, gekochte Tomaten, Knoblauch.
  • Nehmen Sie viele Ballaststoffe zu sich (Gemüse, Vollkornprodukte, Flohsamenschalen)
  • Nutzen Sie langfristig die unterstützende Kraft von Kürbiskernen.
  • Meiden Sie rotes Fleisch! (kein Tartar, rohes Steak)
  • Versorgen Sie sich mit Vitamin E (Nahrungsergänzungsmittel oder Weizenkeimöl).

Gibt es Naturmedizin bei Prostata-Beschwerden?

Die Naturmedizin bietet gerade bei leichteren Beschwerden gute Unterstützung. Besonders bewährt hat sich die Sägepalme (Sabal serrulatum). Sie ist einer der 4 pflanzlichen Bestandteile von Uro-Pasc® Tabletten.