Mit Freunden teilen

Was ist Stress?

Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort „distringere“ für „beanspruchen, einengen“ ab. Damit wird im Allgemeinen eine durch bestimmte Situationen oder Anforderungen ausgelöste, körperliche und seelische Reaktion bezeichnet, die mit der Ausschüttung von sogenannten Stresshormonen einhergeht. Die ursprüngliche Funktion der Freisetzung von Stresshormonen lag bei unseren Vorfahren darin, den Körper auf einen möglichen Kampf oder eine Flucht vorzubereiten. Auch viele Tiere teilen diese Stressreaktion mit uns. Der Blutdruck steigt an, die Muskulatur wird besser durchblutet, das Herz schlägt schneller, die Atmung wird angeregt und der Blutzuckerspiegel steigt an. Der Körper wird auf Anstrengung vorbereitet - entweder so schnell wie möglich zu laufen oder aber einen Kampf auf Leben und Tod auszufechten.

Was meinen wir heute mit Stress?

Wenn wir heute von Stress reden, meinen wir das Hetzen von Termin zu Termin, Konflikte mit anderen Menschen, emotionale Belastungen, Mehrfachbelastung und Ähnliches. Unser Körper reagiert aber auf diese moderne Art Stress immer noch genauso, wie es in unseren Genen seit Jahrtausenden programmiert ist: Die Stresshormone werden ausgeschüttet und der Körper bereitet sich somit immer noch auf eine große körperliche Anstrengung vor. Das Problem liegt heute darin, dass die Vorbereitung des Körpers ins Leere läuft, weil wir uns häufig nicht mehr körperlich abreagieren, wie es unsere Vorfahren getan haben. Unsere Körperreaktion ist also nicht mehr der eigentlichen Situation angepasst.

Was versteht man unter einer Stress-Reaktion?

Die physiologische Stress-Antwort ist ein Relikt aus alten Zeiten. Sie war und ist absolut sinnvoll und oft sogar lebensrettend. Sie entstand, als vor allem wilde Tiere die Stressoren darstellten. Wenn unseren Vorfahren, den Jägern und Sammlern im Wald ein großes wildes Tier begegnete, dann hieß es: Angriff oder Flucht! Und genau darauf bereitet sich unser Organismus bei einer Stress-Reaktion vor. Die Stress-Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol pushen ihn zu kurzfristigen Höchstleistungen auf. Alles, was Kraftreserven mobilisiert, wird forciert. Alles, worauf kurzfristig verzichtet werden kann, wird gehemmt.

Was passiert bei der Stress-Reaktion?

Durch die Wirkung der Stress-Hormone passiert Folgendes:

  • Die Gefäße verengen sich, dadurch steigt der Blutdruck.
  • Zucker und Fettsäuren werden aus den Speichern freigesetzt. Deshalb steigen die Blutzucker- und Blutfett-Werte.
  • Atem- und Herzschlagfrequenz werden erhöht.

All das sorgt dafür, dass die Skelettmuskultur ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Gedrosselt wird dagegen u.a. das Immunsystem, die Verdauung und selbstverständlich sowas wie Fortpflanzungs-, Ruhe- und Schlafbedürfnis.

Warum macht uns heute die automatische Stress-Reaktion zu schaffen?

Die Stress-Reaktion soll uns eigentlich dazu befähigen, mit den gestellten Anforderungen leichter fertig zu werden. Deshalb spricht man von positivem Stress oder Eu-Stress. Das kann aber nur funktionieren, wenn sich die Stress-Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis bezieht und es danach wieder zu einer Entspannung kommt – im besten Fall gepaart mit einem Glücksgefühl, weil man sein Ziel erreicht hat: dem Angreifer entflohen, das gesteckte Ziel erreicht. Kommt es nicht zu der Entspannung, haben wir es mit Dauerstress zu tun und auf den sind wir durch die Evolution nicht vorbereitet. Fehlen dann auch noch die Erfolgserlebnisse, kann negativer Stress entstehen und alles wird meist noch viel schlimmer.

Es gibt also im Wesentlichen 3 Gründe und damit auch 3 Auswege:

  1. Die Mobilisierung unserer Reserven wird nicht mehr durch körperliche Anstrengung abgearbeitet. Uns fehlt oft das richtige Ventil – es sei denn, wir treiben Ausdauer-Sport oder haben andere Möglichkeiten gefunden, den Druck abzubauen.
  2. Wir legen nach der Stress-Reaktion oft keine Erholungsphasen zum Kräfte-Tanken ein, sondern haben oft Dauerstress - es sei denn, wir entspannen ganz bewusst.
  3. Uns plagt oft negativer Stress, denn wir haben zu wenige Erfolgserlebnisse - es sei denn, wir setzen uns kleinere, realistische Ziele und üben uns in Achtsamkeit.

Kann Stress krank machen?

Dauerstress kann der Gesundheit schaden, denn er hält den Pegel der Stress-Hormone hoch. Deshalb können sich aus den genannten Stress-Symptomen anhaltende Beschwerden entwickeln: Bluthochdruck, Verdauungsprobleme bis hin zum Reizmagen, Reizdarm oder Magengeschwür, Muskelverspannungen, Herzrasen, Schmerzen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Bei Dauerstress kommt meist zunächst das Gefühl von innerer Unruhe auf, oft gepaart mit Schlafstörungen. Schleichend kann sich ein Burn-out-Syndrom entwickeln und möglicherweise sogar psychische Erkrankungen, wie depressive Verstimmungen bis hin zu einer manifesten Depression. Die körperlichen Reaktionen sind oft der Grund, warum Stress-Geplagte zum Arzt gehen. Für den Arzt ist es dann oft unmöglich, als eigentliche Ursache die Psyche zu sehen und zu behandeln.

Warum leiden manche Menschen unter Stress und andere nicht?

Manche können sehr gut mit Stress umgehen, weil sie in ihrer Freizeit gut abschalten und entspannen können. Sie machen sich gemeinhin wenig Gedanken über Dinge, die passieren könnten, leben im Einklang mit sich selbst und strahlen deshalb Ruhe und Zufriedenheit aus. Situationen, die andere als stressig empfinden, nehmen sie als willkommene Herausforderungen an, die es zu meistern gilt. Leider sind solche Menschen heute eher in der Minderheit. Viele unter uns reagieren dagegen empfindlich auf Stress. Wie Forschungsergebnisse zeigen, werden die Grundlagen dafür bereits im Mutterleib programmiert. So weiß man z. B., dass ein eher geringes Geburtsgewicht mit einer größeren Anfälligkeit für stressbedingte Erkrankungen einhergeht. Ist die Mutter während der Schwangerschaft stark gestresst, scheint dies ebenfalls die Entstehung seelischer Probleme zu begünstigen. Weitere Grundsteine werden durch die Erziehung gelegt und dadurch, wie unsere Vorbilder, beispielsweise Eltern und Spielkameraden, mit Stress und psychischen Belastungen umgehen.

Kann man von Stress graue Haare bekommen?

Man hört und liest es ja oft, aber stimmt das auch? Ja, es spricht einiges dafür! Psychischer Stress kann sich in den Haarwurzeln, Pigmentzellen der Haare und haarproduzierenden Zellen niederschlagen. Haarwurzeln sind von einem Nervennetz umgeben. Damit reagieren sie auf Stressbotenstoffe. Stress kann auf diese Weise die Haare verfärben oder sogar einen akuten Haarausfall auslösen. Über Nacht ergrauen können unsere Haare jedoch nicht, denn die Haare sind nun mal entweder pigmentiert oder eben nicht. Aber der akute Haarausfall könnte überwiegend die noch pigmentierten Haare betreffen, sodass es scheint, als wären sie plötzlich ergraut, sie sind jedoch in Wirklichkeit ausgefallen.

Stressmanagement: Was hilft gegen Stress?

Insbesondere 3 Wege zu einem stressärmeren Leben haben sich bewährt: Entspannung, Verhaltensänderung und gegebenenfalls medikamentöse Unterstützung mit pflanzlichen Beruhigungsmitteln.

Entspannung – Hilfe zur Selbsthilfe

Nach Stress-Phasen müssen Körper und Geist entspannen. Das kann für jeden anders aussehen und hängt natürlich auch von der Art des Stresses ab. Finden Sie heraus, was Sie wirklich entspannt und abschalten lässt – eine Tasse Tee in der Sonne, ein lockeres Gespräch mit Freunden, ein Waldlauf … Planen Sie solche Momente in Ihren Tagesablauf ein. Für viele haben sich Yoga, Autogenes Training, Feldenkrais oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen bewährt, um Entspannung zu finden.

Verhaltensänderung

Das ist wohl die schwierigste Aufgabe. Scheuen Sie sich nicht, die Unterstützung eines Psychologen oder Psychotherapeuten zu nutzen. Das erleichtert es, Verhaltensweisen aufzudecken, mit denen man sich selbst das Leben schwer macht. Man kann lernen, diese durch neue Gedanken oder Verhaltensmuster abzulösen. Aber manches kann man auch schon selbst in Angriff nehmen. Sorgen Sie für Struktur und Priorisierung. Das bringt mehr Ruhe und Sicherheit. Nehmen Sie sich die Zeit, eine To-Do-Liste anzulegen und Ihre Aufgaben der Wichtigkeit nach zu sortieren. Zu hohe Ansprüche an sich selbst und ein unüberwindbarer Berg an Aufgaben führen leicht zu Überforderung. Denken Sie immer daran: Niemand ist perfekt! Deshalb sollten auch Sie sich nicht zu streng beurteilen und das Tagespensum reduzieren.

Weitere Tipps bei Stress und Nervosität

  • Hören Sie auf Signale Ihres Körpers: Finden Sie heraus, was Ihnen wirklich guttut und sorgen Sie für sich!
  • Beurteilen Sie sich nicht zu streng, niemand ist perfekt.
  • Entrümpeln Sie Ihren Terminkalender, befreien Sie eventuell auch Ihr gesamtes Umfeld von unnötigem Ballast.
  • Bringen Sie mehr Ruhe in Ihr Leben, legen Sie bewusste Pausen ein.
  • Schränken Sie Fernseh- und Computerkonsum ein – verbringen Sie stattdessen mehr aktiv-entspannte Zeit mit Freunden und Familie.
  • Sorgen Sie für einen erholsamen Schlaf – überprüfen Sie dafür alle Faktoren, die beeinflussbar sind.
  • Ernähren Sie sich gesund, genussvoll und vielseitig.
  • Erlernen und praktizieren Sie eine Entspannungstechnik, die zu Ihnen passt (z. B. Yoga oder Tai-Chi oder auch Waldspaziergänge und Schwimmen).

Für akuten Stress vor Prüfungen oder Auftritten, das wohlbekannte Lampenfieder, gibt es hier ein paar Extra-Tipps.

Medikamente zur Unterstützung

Manchmal braucht es einen kleinen Anschub, um die ersten Schritte raus aus der Stressfalle zu machen. Pflanzliche Arzneimittel können helfen, die Seele zu stärken und wieder zur Ruhe zu kommen. Es gibt verschiedene Mittel und Medikamente, die zur Beruhigung beitragen können. Eines der bekanntesten pflanzlichen Beruhigungsmittel ist der Baldrian. Inzwischen sehr gut bewährt hat sich aber auch die Passionsblume – gerade bei nervöser Unruhe. Das Gute an diesen Medikamenten aus der Schatzkiste der Natur ist: Sie wirken sanft, sind gut verträglich und machen nicht abhängig.

Naturmedizin bei nervöser Unruhe

Natürliche Unterstützung für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag

Hochkonzentriert ist Passionsblumenkraut-Extrakt der Wirkstoff in Pascoflair®, dem pflanzlichen Arzneimittel zur Beruhigung bei nervösen Unruhezuständen.

Pascoflair®: Ihr starker Begleiter

  • innere Gelassenheit
  • ausgezeichnete Verträglichkeit*
  • Konzentration und Leistungsfähigkeit bleiben erhalten

Unübertroffen!** Mehr Passionsblume pro Tablette hat keiner!

* Nebenwirkungspotential ist kleiner als 0,01% ** In Bezug auf die Passionsblumenextrakt-Menge pro Tablette (IH-Galaxy)