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Appetitlosigkeit - Wege zum gesunden Appetit

Hunger oder Appetit?

Ein gesunder Appetit gilt bei uns als Zeichen von allgemeiner Gesundheit – zumindest bei normalgewichtigen Menschen. Appetit ist ein psychisches Verlangen, das natürlich auch krankhaft sein kann. Hunger dagegen ist physische Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme, welches anzeigt, dass der Körper Energie-Nachschub braucht.  Appetitmangel bedeutet meist, dass im Körpersystem irgendetwas falsch läuft – psychisch oder körperlich. Das heißt: Appetitlosigkeit ist keine Erkrankung, sondern ein Begleitsymptom anderer Erkrankungen oder Befindlichkeitsstörungen. Es ist wichtig, die Ursachen abklären zu lassen!

Appetitlosigkeit kann viele Ursachen haben

Stress und Kummer lassen den einen zu Schokolade greifen, um so das Leben zu versüßen, dem anderen verschlägt es den Appetit.

Aber es gibt noch viele weitere Auslöser für Appetitmangel:

  • akute oder gerade erst überstandene Erkrankungen 
  • entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen oder Infektionen
  • Erkrankungen von inneren Organen wie Herz, Leber, Nieren
  • Verdauungsbeschwerden, Übelkeit
  • Mangel an Magensäure und Verdauungssäften
  • Blutarmut
  • Alkoholmissbrauch, Drogenabhängigkeit
  • Antriebslosigkeit und psychische Erkrankungen (Depressionen, Angst)
  • neurologische Erkrankungen (Demenz)
  • verschiedene Medikamente – v. a. Chemotherapeutika und solche, die die Psyche beeinflussen
  • Schwangerschaft
  • natürliche Abnahme des Appetits mit dem Alter

Wegen Appetitverlust zum Arzt?

Da die Appetitlosigkeit keine eigenständige Erkrankung ist, sondern nur ein Symptom mit psychischen oder körperlichen Ursachen, ist es wichtig, diese abzuklären. Möglicherweise verbirgt sich eine ernst zu nehmende Erkrankung dahinter, die behandelt werden muss. Aber auch langfristiger Appetitmangel selbst hat Folgen, denn es kann schnell zum Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen kommen. Das wiederum kann weitreichende Folgen haben – z. B. ein geschwächtes Immunsystem und mangelnde Leistungsfähigkeit.

Appetitlosigkeit im Alter – was tun, wenn Essen keinen Spaß mehr macht?

Es ist ein natürlicher Prozess, dass im Alter der Appetit abnimmt. Oft werden auch die Verdauungsorgane weniger aktiv. Es werden nicht mehr so viele Verdauungssäfte im Magen und Darm gebildet und das Essen liegt einem lange schwer im Magen, was nicht eben appetitfördernd ist. 

Erschwerend kommt oft hinzu, dass viele ältere Menschen ihre Mahlzeiten allein einnehmen und auch dadurch weniger Lust haben, sich etwas Aufwendiges und Schmackhaftes zuzubereiten. Auch Einsamkeit am Esstisch ist nicht appetitfördernd!

Deshalb:

  • Das Auge ist mit: Sorgen Sie für schön angerichtete Speisen und eine angenehme Atmosphäre beim Essen. 
  • Essen in Gesellschaft macht mehr Spaß und deshalb auch mehr Appetit!
  • Bitterstoffe fördern die Produktion von Verdauungssäften – ein bitterer Aperitif steigert so den Appetit. Dafür eignet sich auch Amara-Pascoe®!
  • Wählen Sie leicht verdauliche Kost!
  • Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft!

Was hilft bei Appetitlosigkeit bei Schwangeren und Kindern?

Das ist individuell sehr unterschiedlich und eine Beratung mit dem Frauenarzt bzw. Kinderarzt ist wichtig – eventuell kann auch ein Ernährungsberater oder die Hebamme mit herangezogen werden!

Prinzipiell gilt:

  • Nahrungsaufnahme nicht erzwingen
  • Zeit geben
  • kleinere Portionen zubereiten
  • leichte, gut verdauliche Kost bevorzugen
  • viel bewegen – am besten an der frischen Luft
  • Bitterstoffe nutzen Manchmal rutschen Flüssigkeiten besser: Smoothies und andere nährstoffreiche Getränke sind dann hilfreich, vielleicht auch Breis.

Bitterstoffe fördern den Appetit

„Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund “, so der Volksmund. 
Bitterstoffe regen den Appetit an und unterstützen die Magen-Darm-Funktion.

Bitterstoffe

  • erhöhen die Verträglichkeit des Essens
  • fördern den Speichelfluss
  • fördern die Sekretion von Magensäften
  • regen die Fettverdauung an

Bitterstoffhaltige Salate mit Löwenzahn, Chicorée und Endivie vor dem Essen wirken sich sehr günstig auf den Appetit und die Verdauung aus. In der heutigen Ernährung geht der Anteil bitter schmeckender Nahrungsmittel aber immer weiter zurück. Viele Menschen haben sogar eine ganz klare Abneigung gegen alles Bittere. Die Lebensmittelindustrie reagiert darauf, indem der süße Geschmack forciert wird. Sogar aus einstmals bitteren Gemüsen wie Chicorée und Radicchio wird das Bittere herausgezüchtet.

Nachteil: Die positiven Effekte der Bitterstoffe für die Gesundheit kommen nicht mehr zum Tragen.

Mit Naturmedizin gegen Appetitlosigkeit

In der Naturheilkunde haben Bitterstoffe in der Behandlung von Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit ihren festen Platz. Insbesondere Chinarinde, Zimtrinde, Enzianwurzel und Pomeranzenschale kommen zum Einsatz. Sie sind Bestandteile des pflanzlichen Arzneimittels Amara-Pascoe®.

Auch in der Ernährung sollten die Bitterstoffe wieder Einzug halten! Menschen mit starker Abneigung gegen den bitteren Geschmack können sich langsam wieder an das Bittere gewöhnen.