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Verdauungsbeschwerden – die Verdauung unterstützen und Blähungen natürlich lindern

Verdauungsbeschwerden: Verstopfung, Blähbauch, Bauchkrämpfe

Blähungen, Völlegefühl oder Verstopfung sind Verdauungsbeschwerden, die fast jeder kennt. Meist werden diese Symptome durch Probleme bei der Verdauung der Nahrung verursacht. Verschiedene Verdauungsorgane können an der Entstehung von Verdauungsbeschwerden beteiligt sein. Der Fachmann spricht bei Verdauungsbeschwerden von Dyspepsie.

Was bedeutet Verdauung?

Das Verdauungssystem dient dazu, die Nahrung zu zerkleinern und aufzuspalten. So hat der Körper die Möglichkeit, die Nährstoffe aufzunehmen, die er benötigt.

Blut und Lymphe transportieren dann die aus dem Darm aufgenommenen Nahrungsbestandteile dorthin, wo sie gebraucht werden. Der Anteil an Nahrung, der nicht vom Körper aufgenommen werden kann, wird zusammen mit Abbauprodukten als Stuhl ausgeschieden.

Welche Verdauungsorgane gibt es?

Folgende Stationen hat unser Verdauungstrakt:

  • Mund
  • Speiseröhre
  • Magen
  • Dünndarm (3 Abschnitte: Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm)
  • Dickdarm
  • After

Verdauung beginnt im Mund

Das Essen wird zerkaut und die Enzyme schließen schon die ersten großen Nahrungsbestandteile auf. „Gut gekaut ist halb verdaut!“: Je besser die Nahrung gekaut und eingespeichelt wird, desto problemloser kann die weitere Verdauung ablaufen.

Magen: Durchmischen und Ansäuern

Im Magen wird der Speisebrei vermischt und mit Magensaft durchsetzt.

Der Magensaft wird oft als Magensäure bezeichnet, weil er sehr sauer ist. Er besteht u. a. aus Wasser, Salzsäure und Enzymen. Der Magensaft spaltet das Eiweiß der Nahrung auf und dient zur Desinfektion.

Außerdem zerkleinert der untere Teil des Magens die Nahrung mechanisch durch starke Muskelbewegungen. Danach wird der entstandene Nahrungsbrei in kleinen Portionen in den Dünndarm transportiert.

Darm: Nährstoffaufnahme

Die erste Station des Dünndarms ist der Zwölffingerdarm (Duodenum). Hier wird der (magen-)saure Nahrungsbrei zunächst mit Hilfe von Bicarbonat neutralisiert. Dieser basische Saft wird von der Bauchspeicheldrüse gebildet, dem Pankreas. Der Pankreassaft enthält außerdem Enzyme, die Eiweiße, Zucker und Fette aufspalten. Weitere Verdauungssäfte werden von der Leber (Galle) und den Dünndarmdrüsen gebildet. Der Nahrungsbrei wird also im Dünndarm weiter zerlegt und die Nährstoffe aufnahme- und transportfähig für das Blut gemacht.

Anschließend werden sie in die Blut- bzw. Lymphbahnen aufgenommen und dahin transportiert, wo sie zur Versorgung oder Energiegewinnung gebraucht werden.

Der Darminhalt wird mit einer Geschwindigkeit von 1 bis 4 cm pro Minute vorwärtsbewegt. Das bedeutet: Seine Verweildauer im Dünndarm beträgt ca. 2 bis 4 Stunden.

Der nicht verwertbare Rest der Nahrung wird in den ca. 1,5 m langen Dickdarm (lat.: Colon) transportiert und dort eingedickt.

Nun wird der „fertige“ Kot im Mastdarm (lat.: Rektum) zur Stuhlentleerung bereitgestellt. Im gesamten Dickdarm bleibt der Speisebrei zwischen 5 und 70 Stunden.

Welche Arten von Verdauungsbeschwerden gibt es? Warum bekommt man Verdauungsprobleme?

Die häufigsten Verdauungsbeschwerden sind:

  • Völlegefühl durch Mangel an Verdauungssäften (Galle, Pankreassekret, Magensaft)
  • Blähungen durch übermäßige Gasbildung wegen schwer verdaulicher Speisen
  • Sodbrennen, Reflux und saures Aufstoßen durch zu viel Magensäure
  • Bauchschmerzen durch Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis) oder der Darmschleimhaut (Colitis)
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Diese können zu Blähungen, Durchfall und Schmerzen führen (Lactose-Unverträglichkeit, Fructose-Intoleranz)
  • Infektionen (Magen-Darm-Grippe), die zu Erbrechen und Durchfällen führen. Erreger können Bakterien sein (z.B. Salmonellen) oder Viren (Noroviren, Rotaviren).
  • Störungen der Darmflora (Dysbiose). Die Folgen können vielfältig sein: Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung, Bauchweh, Völlegefühl.
  • Starke, stechende Schmerzen im Oberbauch können auf Entzündungen oder Steine im Gallengang hinweisen
  • Auch die Organe der ableitenden Harnwege können Schmerzen im Bauch verursachen. So können durch Steine im Harnleiter schmerzhafte Koliken entstehen.

Was ist schwer verdaulich und warum?

Zu große, fetthaltige Mahlzeiten überfordern den oberen Teil des Verdauungsapparates. Es gibt einfach nicht genug Kapazitäten und der Verdauungssaft aus dem Pankreas reicht zum Aufspalten in die Einzelbestandteile nicht aus. Die Folge: noch unverdaute Nährstoffe gelangen in den Dickdarm. Die Bakterien der Dickdarmflora bilden bei deren Abbau große Mengen an Gas.

Das gleiche Problem tritt auf, wenn Lebensmittel verzehrt werden, die für den Menschen unverdauliche Bestandteile enthalten -  z. B. Hülsenfrüchte, Kohlarten und Zwiebeln. Auch dann machen die Gase zu schaffen. Durch Getränke mit Kohlensäure und aufgeschlagene Speisen werden Gase direkt zugeführt.

Hinzu kommt die Luft, die während des Essens, Trinkens und Sprechens geschluckt wird. Die Gefahr ist in Stress-Situationen besonders groß. Dieses Phänomen wird durch bewegungsarmes Sitzen noch verstärkt.

Was hilft bei Verdauungsbeschwerden?

  • entspannt und in Ruhe zu essen
  • Stress vermeiden
  • kleine Mahlzeiten bevorzugen
  • vor dem Schlafen nicht mehr viel Essen
  • blähende Speisen und Getränke vermeiden: Hülsenfrüchte, Kohlarten Zwiebeln, aufgeschlagene Desserts und kohlensäurehaltige Getränke
  • den Bauch leicht im Uhrzeigersinn massieren
  • Wärme zuführen, beispielsweise durch eine Wärmflasche
  • Bauchwickel

Wie regt man die Verdauung an?

Bitterstoffe regen die Bildung von Verdauungssäften an. Die Funktion der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) kann man auch unterstützen, indem man Pankreas-Enzyme direkt zuführt.  Beides wird mit dem Arzneimittel Pascopankreat® Tabletten erreicht: Der Trocken-Extrakt aus Wermutkraut und Condurango-Rinde in den gelben Tabletten ist sehr bitterstoffhaltig und fördert so die Bildung der Verdauungssäfte, wenn man sie kurz vor dem Essen nimmt. Die roten Tabletten enthalten wirksame Pankreas-Enzyme.