Mit Freunden teilen

Was sind die Nasennebenhöhlen?

Die Nasennebenhöhlen sind eine Erweiterung der Nasenhöhle und mit dieser über regelrechte Höhlengänge verbunden.

Man unterscheidet die paarig angelegten:

  • Stirnhöhlen (Sinus frontalis). Sie liegen hinter- und oberhalb der Augenbrauen.
  • Kieferhöhlen (Sinus maxillares). Diese befinden sich rechts und links der Nase.
  • Keilbeinhöhlen (Sinus sphenoidales). Sie sind auf Höhe der Nasenwurzel, aber tiefer im Kopf gelegen.

Zu den Nasennebenhöhlen gehören auch die kleinen Siebbeinzellen im Bereich der Nasenwurzel.

Welche Aufgaben haben die Nasennebenhöhlen?

Einerseits haben diese luftgefüllten Hohlräume die Aufgabe, das Schädelgewicht zu reduzieren. Andererseits fangen sie einen Teil der Einatemluft ein und erwärmen diese und feuchten sie an, eh sie die tieferen Atemwege, also die Bronchien erreichen.

Neben dieser Klimatisierungsaufgabe haben sie aber auch noch eine Reinigungsaufgabe: Mit Hilfe von schleimproduzierenden Becherzellen und Millionen von Flimmerhärchen transportieren die Schleimhäute Staub, Ruß und andere Fremdpartikel aus der Atemluft zurück - wie auf einem Förderband. So schützen sie die Bronchien.

Was ist das: Nasennebenhöhlenentzündung und wie entsteht sie?

Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen überstrapaziert werden und sich dadurch entzünden. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Eine ungesunde Lebensweise mit viel Stress und Fehlernährung (Mangel an bestimmten Vitaminen und Vitalstoffen) hat auf jeden Fall einen gewissen Einfluss. Die restlichen Faktoren kann man in 3 Gruppen einteilen: Schadstoffe aus der Atemluft, Entzündungen oder Krankheitserreger und anatomische Besonderheiten.

Schadstoffe, die die sensiblen Schleimhäute über das tolerable Maß hinaus strapazieren können, sind unter anderem:

  • Tabakrauch
  • Allergene, also allergieauslösende Substanzen
  • trockene, klimatisierte Luft
  • verschiedene schleimhautschädigende Medikamente (z. B. zu lange oder Dauernutzung abschwellender Nasentropfen)

Entzündungen können beispielsweise von einem toten oder kranken Zahn verursacht werden und die Kieferhöhle infizieren.

Viren, die eine Erkältung und damit einen Schnupfen verursachen, bewirken eine Schwellung. Diese kann die Durchlüftung und Befeuchtung der Nebenhöhlen verschlechtern. Infolgedessen kann das Sekret weniger gut abfließen und bietet so den idealen Nährboden für Bakterien, die dann die Entzündung der Schleimhäute der Nebenhöhlen verschlimmern.

Anatomische Besonderheiten, wie eine verkrümmte Nasenscheidewand, unvorteilhaft geformte Nasenmuscheln oder auch eventuell vorhandene Polypen können einen negativen Einfluss auf die Schleimhäute der Nebenhöhlen haben, da sie die Belüftung beeinträchtigen.

Wenn mehrere dieser Faktoren zusammenkommen, kann sehr leicht eine akute Sinusitis entstehen. Unter ungünstigen Bedingungen kann sich aus der akuten Nasennebenhöhlenentzündung auch eine chronische Sinusitis entwickeln.

Welche Symptome treten bei einer akuten Sinusitis auf?

Zu den Haupt-Symptomen einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung gehören:

  • Völle- und Druckgefühl im Kopf bis hin zu starken Kopfschmerzen, v. a. beim Vornüberbeugen („Drücken beim Bücken“)
  • behinderte Nasenatmung
  • zunächst klares, dann gelb-grünliches, herablaufendes Nasensekret
  • eingeschränkte Geruchs- und Geschmackswahrnehmung
  • teils auch Fieber

Darüber hinaus können auch ein allgemeines Krankheitsgefühl, Mundgeruch, Druck im Ohr und Zahnschmerzen auftreten.

Warum entsteht aus der akuten Sinusitis oft eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung?

Für das Entstehen einer chronischen Sinusitis müssen mehrere Faktoren zusammenkommen.

Anatomische Besonderheiten spielen hier eine besonders große Rolle: Wenn Polypen vorhanden sind oder die Höhlengänge besonders eng angelegt sind, ist das Ausheilen einer akuten Sinusitis deutlich erschwert und die Anfälligkeit für weitere Entzündungen erhöht.

Schadstoffe aus der Umwelt sind ein ständiger Reiz für bereits vorgeschädigte Atemwege. Kann der Schadstoffeintrag (Rauchen!) nicht verhindert werden, steigt die Gefahr, dass sich eine chronische Sinusitis entwickelt.

Medikamente wie abschwellende Nasentropfen können die Schleimhäute in so hohem Maße vorschädigen, dass sich Krankheitserreger so wohlfühlen, dass die Entzündung einfach nicht mehr abheilt.

Auch lange Stress-Phasen können als Ursache daran beteiligt sein, dass eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung entsteht: Nicht umsonst sprechen wir davon, dass wir „die Nase voll“ haben, wenn ein nerviger Zustand sich nicht bessert.

Was unterscheidet einen einfachen Schnupfen von einer Sinusitis?

Beim Schnupfen im Zuge eines grippalen Infektes sind die Schleimhäute im Nasen-Bereich geschwollen und sondern ein Sekret ab. Die Nase ist also entweder verstopft oder sie läuft. Wenn die Infektion auf die luftgefüllten Nasennebenhöhlen übergreift, entsteht eine Nasennebenhöhlen-Entzündung, die Sinusitis. Die geschwollenen Schleimhäute behindern den notwendigen Abfluss des Sekrets.

Nasennebenhöhlenentzündung bei Kleinkindern und Babys - was ist zu beachten?

Zu den typischen Beschwerden einer Sinusitis zählen Kopfschmerzen beim Vornüberbeugen, eventuell Schwindel und die Klopfempfindlichkeit. Das sind Symptome, die kleine Kinder noch nicht ausdrücken können. Deshalb ist es oft schwierig, eine Sinusitis beim Kind festzustellen. Ein langanhaltender Schnupfen mit schlecht riechendem Atem, häufiges Räuspern und Schnarchen können Hinweise sein. Besprechen Sie es mit Ihrem Kinderarzt, wenn Ihnen solche Symptome auffallen.

Behandlung einer Sinusitis - Wann kommen Antibiotika zum Einsatz?

Seitens der Schulmedizin erfolgt die medikamentöse Therapie einer Sinusitis meist mit abschwellenden Nasentropfen und Antibiotika. Auch kortisonhaltige Nasensprays werden häufig verordnet. Der Grund für den Einsatz dieser stark wirkenden, aber auch nebenwirkungsbehaftetetn Medikamente ist die Lage der Nebenhöhlen. Räumlich sind sie den empfindlichen Regionen des Kopfes sehr nahe. Damit kann ein Übergreifen der Entzündung problematisch werden. Deshalb ist es unbedingt nötig, eine Sinusitis gründlich zu kurieren und nicht zu verschleppen.

Besonders, wenn die Beschwerden sehr stark sind und Fieber hinzukommt, sollten Sie einen Arzt konsultieren. In vielen Fällen wird Sie Ihr Hausarzt zu einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde überweisen. Dem HNO-Arzt stehen meist mehr Möglichkeiten zur genauen Diagnose zur Verfügung. In vielen Fällen wird er ein Antibiotikum verordnen.

Gerade bei einer Neigung zu immer wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen können manche Medikamente die Schleimhäute zu Gunsten eines kurzfristigen Erfolgs aber auch nachhaltig schädigen. Auch deshalb sollten sie nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich sein muss. Mit natürlichen Arzneimitteln und den guten alten Hausmitteln kann man in vielen Fällen Erstaunliches erreichen.

Wie kann man vorbeugen?

Wenn Sie zu Nasennebenhöhlenentzündungen neigen, gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die Sie beachten sollten, damit nicht aus jedem Schnupfen eine akute Sinusitis wird. Hier einige Tipps:

Sorgen Sie für warme Füße!

Manche Sinusitis-Patienten leiden an chronisch kalten Füßen. Das kann ein Zeichen für eine reduzierte energetische Reaktionslage sein. Aufsteigende Fußbäder, verschiedene Kneipp-Anwendungen, viel Bewegung und warme Socken können helfen.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Schleimhäute genug Feuchtigkeit bekommen!

Dazu ist es wichtig, dass Sie ausreichend viel trinken und für eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Klimaanlagen wirken sich sehr ungünstig auf die Schleimhäute aus, genau wie trockene Heizungsluft im Winter. Umso besser sind Nasenduschen mit Salzlösungen. Verwenden Sie abschwellend wirkende Nasentropfen oder Nasensprays nur, wenn es sein muss und nur über einen kurzen Zeitraum.

Sorgen Sie für eine gesunde Lebensweise!

Dazu gehört viel frische Luft und eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen und anderen Vitalstoffen. Schleimhäute und Abwehrzellen sind nur dann voll funktionsfähig, wenn sie gut ernährt sind. Gerade im Zuge eines Infektes wird beispielsweise viel Vitamin C verbraucht, aber auch die B-Vitamine sind wichtig. Denken Sie deswegen auch daran, dass viel frisches Obst und Gemüse auf Ihren Speiseplan zu finden ist.

Was kann man selbst gegen Sinusitis tun? Welche Hausmittel gibt es?

Beachten Sie die Hinweise, die oben unter den vorbeugenden Maßnahmen genannt sind. Die sind im Akutfall natürlich auch wichtig.

Nutzen Sie die Heilkräfte der Natur:

  • Nasenduschen und Inhalationen mit Kochsalzlösung
  • Kopf-Dampfbad mit Kräutern oder ätherischen Ölen
  • Wickel und Auflagen: Leinsamen-Kompresse, Kamillenkissen, Meerrettich-Wickel
  • Kräuter-Sitzbäder
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit im Schlafraum
  • Verwenden Sie abschwellend wirkende Nasentropfen oder Nasensprays nur, wenn es sein muss und nur über einen kurzen Zeitraum

Was bietet die Naturheilkunde sonst noch?

Sprechen Sie Ihren naturheilkundlich orientierten Arzt oder Heilpraktiker auf weitere Formen der Behandlung an, beispielsweise:

  • Akupunktur
  • Schröpfen
  • Lymphdrainage
  • Enzymtherapie
  • Luffa-Reinigungskur

Mit Pflanzenkraft gegen Sinusitis

Schon bei den kolumbianischen Ureinwohnern wurde die starke Wirkung der Schwammgurke (Luffa operculata) auf die Schleimhäute geschätzt. Auch in der Homöopathie hat sich Luffa bei Schleimhaut-Schwellungen sehr gut bewährt. In dem Komplexmittel Sinupas® wurde Luffa operculata mit den Schleimhautmitteln Euphorbium und Kreosotum kombiniert.