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Schlafstörungen – wenn die Nacht zur Qual wird

Schlaf ist wichtig für den Menschen, damit er sich erholen kann. Ist er gestört, kann das zu einer Vielzahl von Symptomen führen. Auch die Gründe für eine Schlafstörung können vielfältiger Natur sein. Viele leiden unter Schlafmangel, nehmen diesen jedoch als gegeben hin. Sie suchen nicht nach langfristiger Abhilfe, sondern versuchen, dem Problem mit Kurzzeitlösungen wie einem Nickerchen am Tag oder Tabletten zu begegnen.

Schlaf und seine essenzielle Funktion

Kein Mensch kann lange ohne Schlaf auskommen. Es gibt zwar Experimente, in denen Menschen freiwillig einen Schlafentzug versuchen. Nach einer gewissen Zeit fallen ihnen jedoch die Augen zu und sie können nicht mehr wach bleiben. Das ist auch gut so, denn die tiefe Entspannung hat eine Menge positive Auswirkungen. Die Schlafforschung ist immer noch dabei, die zahlreichen Effekte einer ausgeglichenen Nachtruhe zu studieren. So trägt Schlafen beispielsweise einiges zur körperlichen und geistigen Gesundheit bei. Das Lernen fällt zudem leichter und ist nachhaltiger, da das Gehirn während des Schlafens neue Verbindungen knüpfen kann.

Schlafstörungen

Die verschiedenen Phasen des Schlafes

Guter Schlaf sorgt dafür, dass der Mensch am nächsten Morgen erholt und mit neuer Kraft aufwacht. Dieser Effekt liegt in den verschiedenen Schlafphasen begründet. Während des REM-Schlafs (rapid eye movement) bewegen sich die Augen sehr schnell und unruhig. Träume sind in dieser Phase besonders lebhaft, weshalb sie auch Traumphase genannt wird. Sie beträgt etwa 20 Prozent der Gesamtzeit. Der andere Teil besteht aus NREM-Schlaf (non rapid eye movement). Dieser ist noch mal unterteilt in Leichtschlaf- und Tiefschlafphasen. Die verschiedenen Zyklen wechseln sich in der Nacht immer wieder ab. Mit zunehmender Dauer verlängern sich die REM- und Leichtschlafphasen, sodass sie gegen morgen überwiegen. Während der unterschiedlichen Zeitspannen sind verschiedene Teile des Gehirns aktiv. Es schläft zwar nicht, nutzt aber die Zeit, um die Erlebnisse des Vortages zu verarbeiten und zu ordnen.

Schlafstörungen – einfach nur nicht einschlafen können?

Es gibt viele verschiedene Formen von Schlafstörungen. Diese verursachen unterschiedliche Probleme und äußern sich durch abweichende Unterarten:

  • Insomnie: Einschlafstörung, Durchschlafstörung
  • Schlafapnoe: erhöhte Tagesmüdigkeit, Atemaussetzer, Schnarchen
  • Parasomnie: Schlafwandeln, Zähneknirschen, Einnässen
  • Hypersomnie: erhöhtes Schlafbedürfnis am Tag, häufig durch andere Schlafstörung begründet
  • Narkolepsie: extremes Schlafbedürfnis am Tag, Schlafattacken
  • schlafbezogene Bewegungsstörungen: Restless legs (Kribbeln in den Beinen, Muskelzuckungen)

Schlaflosigkeit und ihre Auswirkungen

Die ganze Nacht wach zu sein, ist anstrengend: Das Gefühl der Erholung am nächsten Tag fehlt und das Gehirn kann sich nicht in Ruhe sortieren. Das kann unangenehme Beeinträchtigungen hervorrufen und sich in folgenden Symptomen äußern:

  • Konzentrationsstörungen
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Erschöpfungssyndrom
  • Ungeduld und erhöhte Reizbarkeit
  • Ruhelosigkeit, Unruhe, Erregung
  • Störung von Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur und Hormonhaushalt 

Schlafstörung – vielfältige Ursachen

Probleme beim Schlafen können durch eine Vielzahl von Ursachen bedingt sein. Schuld sind beispielsweise falsche Lebensgewohnheiten. Sowohl Alkohol, Nikotin als auch Koffein können für Schlafstörungen verantwortlich sein. Als ebenso problematisch gelten falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Auch äußere Umstände, wie zu viel Licht, eine falsche Matratze oder Lärm, können wachhalten. Schlafstörungen gehen außerdem oft mit körperlichen und psychischen Erkrankungen einher. Die häufigsten Gründe dafür sind jedoch Stress und Nervosität. Die Gedanken kommen nicht zur Ruhe und im Kopf werden alle noch zu erledigenden Aufgaben wiederholt. Gleichzeitig wird die Angst, nicht rechtzeitig einschlafen zu können, immer stärker und die Unruhe steigt. Infolge dessen gelingt es den Betroffenen nicht, Ruhe zu finden. Psychische Gründe wie Ängste und Nervosität können durch eine ungesunde Lebensweise zusätzlich verstärkt werden. Gerade Koffein und Nikotin werden in Stresssituationen übermäßig konsumiert, wodurch zusätzlich das körperliche Wohlbefinden aus dem Gleichgewicht gerät.

Diagnose der Schlafstörung

Die Diagnose einer Schlafstörung kann unter Umständen schwierig sein. Auf der einen Seite gibt es Menschen, die zwar subjektiv das Gefühl von zu wenig Schlaf haben, jedoch tagsüber körperlich und geistig erholt sind. Andere nehmen keine Schlafstörung wahr, zeigen aber tagsüber die passenden Symptome. Hinweise kann ein Selbsttest mittels eines Schlaftagebuches geben. Hilfreich können auch die Broschüren der DGSM sein, der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Für eine endgültige Diagnose sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird eventuell einen Test im Schlaflabor anordnen, um sich Klarheit zu verschaffen.

Gesunder Schlaf

Schlafstörungen – Hilfe aus der Homöopathie

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Schlafstörungen zu bekämpfen. Bei Problemen, die mit einer Krankheit einhergehen, sollte diese zuerst behandelt werden. Danach ist es wichtig abzuwarten, ob die Schlafstörung weiterbesteht. Die Heilungsphase sollte je nach Art der Krankheit von einem entsprechenden Arzt oder Psychotherapeuten begleitet werden.
Eine oft genutzte Methode, Schlafstörungen zu bekämpfen, ist die Selbstmedikation mit Schlafmitteln. Die Tabletten sollten jedoch nicht zu häufig und über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da dadurch die Probleme noch verstärkt werden können. Hilfreicher können Medikamente aus der Naturheilkunde sein. Als homöopathische Wirkstoffe werden verschiedene Heilpflanzen, wie Baldrian, Hafer und Ignatiusbohne, genutzt. Sie können für eine Linderung der Nervosität sorgen. Besonders in Kombination mit Meditation und Entspannungsübungen kann dadurch eine Besserung der Schlafproblematik erzielt werden. Um die stressbedingte Nervosität zu reduzieren, empfiehlt es sich außerdem sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen und sich bewusste Auszeiten zu gönnen.
Um noch mehr zu erfahren, können sich alle Interessierten und Betroffenen bei uns weiter informieren.

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  • Machen Sie einen Abendspaziergang.
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  • Lüften Sie Ihr Schlafzimmer vor dem Zubettgehen ausgiebig.
  • Verbannen Sie alle Gegenstände aus Ihrem Schlafzimmer, die Sie an Arbeit und Stress erinnern.
  • Entfernen Sie elektrische Geräte (Handy, Fernseher, Wecker mit Leuchtschrift...) aus Ihrem Schlafzimmer.
  • Wenn Sie nachts raus müssen, vermeiden Sie zu viel Licht!
  • Führen Sie ein Einschlafritual ein, das Ihnen hilft, abzuschalten und sich auf den Schlaf vorzubereiten.
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  • Zwingen Sie sich nicht zum Schlaf! Wenn Sie nicht schlafen können, lesen Sie oder schreiben Sie die Gedanken auf, die Sie nicht loslassen.