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Was uns umgibt

Wenn im Hinblick auf den menschlichen Körper von Haut die Rede ist, ist zumeist die sogenannte Epidermis gemeint. Mit diesem Wort, das sich aus den Bestandteilen "epi" (griechisch für „auf“) und "derma" für Haut zusammensetzt, wird die Oberhaut bezeichnet, also die oberste Hautschicht. Die Wortherkunft schlägt sich beispielsweise auch im Begriff "Dermatologe" nieder, welches bekanntermaßen den Hautarzt bezeichnet.

Mit unserer Haut (Cutis) sind wir jeden Tag konfrontiert - optisch, wenn wir in den Spiegel sehen, aber auch in vielen anderen Hinsichten, die sich auch in ihren unterschiedlichen Funktionen niederschlagen: Als äußerste Schicht des Körpers ist sie nicht nur (nach dem Darm und den Alveolen in der Lunge) eine wichtige Kontaktfläche des menschlichen Körpers mit der Außenwelt, sondern auch eine bedeutende Schutzhülle gegenüber der Umwelt. Sie ist größer, als man gemeinhin vielleicht denken könnte, denn obwohl sie nur bis zu 4 mm dick ist, kann sie, wenn man das angelagerte Fett-Gewebe einrechnet, bis zu 20 Kilo wiegen. Im Falle eines durchschnittlichen männlichen Erwachsenen ist die Hautoberfläche erstaunliche 1,9 Quadratmeter groß. Damit ist das größte Sinnesorgan, mit der wir Berührungen erfahren und auch Schmerz oder mit dem wir spüren, wenn wir mit Wärme oder Kälte konfrontiert werden. Eine intakte Haut ist daher besonders wichtig, um uns vor äußeren Einflüssen zu schützen, egal ob es sich dabei um Krankheitserreger oder UV-Strahlen handelt.

Aufbau und Funktion

Betrachtet man die Cutis von außen nach innen, zeigen sich drei Schichten: zuerst die bereits angesprochene Oberhaut (Epidermis), danach die Lederhaut, die auch "Dermis" genannt wird, sowie die Unterhaut, die Subcutis. Auch diese Schichten sind in sich selbst unterteilt, im Falle der Epidermis beispielsweise in die Unterschichten Hornschicht, Glanzschicht, Körnerzellschicht, Stachelzellschicht und Basalschicht. Man sieht: allein schon in der Oberhaut bilden verschiedene Bestandteile ein komplexes Geschehen, das uns von außen oft gar nicht bewusst ist.

Die Lederhaut wiederum besteht größtenteils aus Bindegewebe, also Kollagen und Elastin. Sie ernährt quasi die darüberliegende Schicht und teilt sich ihrerseits auf in Papillenschicht (Stratum papillare) und Netzschicht (Stratum reticulare). Sie ist zudem der Ort, in dem die Wurzeln der Haare liegen, die Schweiß- und Talgdrüsen und Zellen, die an die aktuelle Bundeskanzlerin erinnern, jedoch nicht nach ihr benannt sind: die Merkel-Zellen.

In der Unterhaut befinden sich größere Blutgefäße, subkutanes Fett und lockeres Bindegewebe. Ebenfalls sind dort spezielle Zellen für Sinnesempfindungen angesiedelt, beispielsweise die sogenannten Vater-Pacini-Lamellenkörperchen. Weitere angelagerte Bestandteile sind Haare, Talgdrüsen und Schweißdrüsen.

Drei große Funktionsbereiche werden durch die Schutzhülle unseres Körpers abgedeckt: Sinnesempfindung (Berührungen u.ä.), Schutz (Schutz gegen Reibung, elastische Beschaffenheit gegen Druck auf den Körper, UV-Schutz, Säureschutzmantel und Fettfilm schützen gegen chemische Einflüsse, Hornschicht gegen Verletzungen uvm.) und Regulation (z.B. der Körperwärme durch die Abgabe von Schweiß, wodurch durch das Verdunsten der Flüssigkeit Kühlung entsteht).

Hauttypen

Hauttypen lassen sich anhand verschiedener Merkmale klassifizieren. Zwei der bekanntesten sind die Einteilung bezüglich der Sonnenempfindlichkeit, die andere hinsichtlich der Beschaffenheit. Im ersten Fall ist immer noch die 1975 entwickelte Einteilung nach Fitzpatrick gebräuchlich, bei der die Zuordnung zu einem Hauttyp von der Menge des individuell vom Körper produzierten Melanins abhängt. Hier reicht die Skala vom blassen, hellhaarigen und sommersprossigen Typ I, der leicht einen Sonnenbrand bekommt, bis hin zum dunkelhäutigen, schwarzhaarigen Typ VI, bei dem die UV-Strahlung eher selten zu Sonnenbrand führt. Neben der Sonnenempfindlichkeit lässt sich gesunde Haut zudem in vier Typen einteilen: normale Haut (ausgeglichenes Hautbild, nicht zu trocken, nicht zu fettig), trockene und dadurch oftmals recht empfindliche Haut (eingeschränkte Talgproduktion, zu wenig Lipide und dadurch Flüssigkeitsverluste), fettige (glänzt aufgrund übermäßiger Talgproduktion) und Mischhaut. Bei der Mischhaut zeigen sich Merkmale aller anderen Typen, insbesondere im Gesicht: in der sogenannten T-Zone. Kinn, Nase und Stirn bilden hier eine fettigere Region im Gesicht in Form eines großen Buchstabens T.

Sowohl der Hauttyp als auch der aktuelle Zustand kann sich stark verändern, denn insbesondere beim Zustand nehmen Faktoren wie Hautpflege, Witterung, Stress oder Ernährung direkten, aber veränderbaren Einfluss auf die Beschaffenheit und das Aussehen.

Hautalterung: typischer Wandel im Verlauf des Alterungsprozesses

Die menschliche Haut verändert sich auch im Laufe des Lebens. Jemand, der als Jugendlicher noch unter stark fettiger Hautbeschaffenheit und damit zusammenhängenden Unreinheiten und Pickeln gelitten hat, kann durchaus als Senior zu "Austrocknung" neigen. Auch normale Haut tendiert im Zeitverlauf dazu, trockener zu werden. Ändert sich die Dichte oder das Volumen der Haut beim Älterwerden, erscheinen erste Fältchen, die sich zu tiefen Falten auswachsen können. Durch intelligente Ernährung, Vermeidung von Stress aber auch durch pflegende Kosmetik kann dieses Voranschreiten des Alterungsprozesses verlangsamt werden. Aber welche Inhaltsstoffe von Naturkosmetik haben hier einen besonderen Einfluss?

Inhaltsstoff Hyaluronsäure in Naturkosmetik

Eine der bekanntesten Substanzen für gesunde, gepflegte Haut und ein echter Anti-Aging-Klassiker nicht nur bei trockener Haut ist Hyaluronsäure. Aber was verbirgt sich hinter diesem etwas schwierig auszusprechenden Begriff? Hyaluronsäure ist eine natürlich im Körper vorkommende Substanz. Sie verfügt über die Fähigkeit, erstaunliche Mengen an Flüssigkeit zu binden. Bis zu 6 Liter Flüssigkeit kann von einem Gramm Hyaluronsäure gebunden werden. Deshalb steht sie auch in direktem Zusammenhang mit Hautalterung und Faltenbildung: Mit voranschreitendem Alter produziert der Körper immer weniger Hyaluronsäure. In der Folge verliert die Haut zunehmend an Feuchtigkeit und Volumen. Das Bindegewebe sackt ein, mit der Konsequenz immer tiefer werdender Falten.

Zertifizierte Naturkosmetik setzt daher für einen glättenden Effekt häufig auf ein Hyaluronserum, das die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, glättet und so beispielsweise einen guten Start in den Tag bedeutet. Auch als Vorbereitung auf den Schlaf ist ein Hyaluronserum zu empfehlen.

Inhaltsstoff Vitamin C (Ascorbinsäure) als Bestandteil von Naturkosmetik

Neben dem Klassiker Hyaluron gibt es mittlerweile einen regelrechten Hype um eine an sich altbewährte Substanz: das Power-Vitamin Ascorbinsäure, also Vitamin C Auf mehreren Wegen ist Vitamin C für eine gesunde, strahlende, jugendlich schön wirkende Haut unerlässlich. Als schön empfinden wir eine straffe Hautoberfläche und dafür verantwortlich ist das wichtigste Strukturprotein unseres Körpers: Kollagen. Kollagen verleiht Spannkraft, denn es besitzt eine einzigartige Kombination aus Flexibilität und Zugfestigkeit. Eine gesunde Kollagenbildung leistet also einen wertvollen Beitrag zu einer schönen Haut. Gute Kosmetik wird somit unbedingt eine Verbesserung des Kollagengehaltes zum Ziel haben.

Alterungsprozesse und Faltenbildung hängen mit Abbau und Fehlbildungen dieses Strukturproteins zusammen. Ohne Vitamin C sinkt die Kollagenbildung rasch ab und das verbleibende Kollagen büßt an Spannkraft und Stabilität ein. Doch leider nehmen die Vitamin-C-Spiegel mit zunehmendem Alter ab. Mit Vitamin C ist es also möglich, längerfristig die körpereigene Kollagenbildung zu verbessern und vermehrter Faltenbildung vorzubeugen. Natürliche Schönheit hat also viel mit der Bioverfügbarkeit von Mikronährstoffen wie Vitamin C zu tun. Nicht umsonst ist es ratsam, im Gesichtsbereich ein Vitamin-C-Serum zu verwenden. Vitamin C besitzt eine stark antioxidative Wirkung. Außerdem wird die Hautbarriere gestärkt, wodurch diese glatter und straffer aussieht.

„Schön ist, was an die Natur erinnert, also das Gefühl der unendlichen Lebensfülle in uns erweckt."

Friedrich von Schlegel (1772 - 1829)

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