Von Thomas Kammler

"Nervlicher Bluthochdruck": erhöhter Blutdruck durch Stress, innere Unruhe und Co.?

Frau sitzt vor dem Laptop und ärgert sich

Bluthochdruck stressbedingt: Können psychische Ursachen Hypertonie auslösen und wenn ja, wie?

Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Stress. Auch von Bluthochdruck sind viel betroffen. Kann es hier einen Zusammenhang geben? Und wenn ja, wie könnte eine solche Verbindung zwischen psychischen Gegebenheiten und erhöhtem Blutdruck im Körper der Betroffenen aussehen?

Was ist "nervlicher Bluthochdruck"?

Umgangssprachlich ist häufig von "Nervlichem Bluthochdruck" die Rede bei Bluthochdruck, der durch Anspannung, innere Unruhe, Stress oder emotionale Belastungen ausgelöst oder verstärkt wird. Nervlicher Bluthochdruck ist allerdings kein medizinischer Fachbegriff. In der medizinischen Fachsprache wird die Erkrankung Bluthochdruck als "arterielle Hypertonie" bezeichnet. Hypertonie tritt auf, wenn der Druck des Blutes in den Arterien des Körpers dauerhaft erhöht ist. Hoher Blutdruck kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen, wie beispielsweise Schlaganfall, Herzinfarkt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Es gibt verschiedene Ursachen für diese Erkrankung. Oft ist sie das Ergebnis einer Kombination dem Lebensstil des Betroffenen und Umweltfaktoren. Typische Risikofaktoren sind ein übergewichtiger Körper, ungesunde unausgewogene Ernährung, zu wenig Bewegung bzw. körperliche Aktivität aber auch starke körperliche Belastungen. Auch Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum können zu hohen Werten führen. Ein erhöhtes Risiko kann aber auch durch genetische, also familiäre Veranlagung bestehen. Gleiches gilt aber eben auch für chronischen Stress, der sich nicht nur auf die Psyche auswirkt, sondern auch den Blutdruck stark in die Höhe treiben kann.

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Stress kann bei Menschen, sei es durch berufliche oder persönliche seelische Belastungen, zu vorübergehenden Erhöhungen des Blutdrucks führen. Dies ist jedoch normalerweise ein vorübergehendes Phänomen und wird in der Medizin nicht als krankhaft betrachtet.

Welchen Einfluss können psychische Faktoren auf den Blutdruck haben?

Stress und andere psychische Belastungen können entweder nur vorübergehend den Blutdruck erhöhen oder auch zu langfristigem Leiden beitragen. Der hohe Druck kann durch verschiedene mögliche Ursachen oder Verstärker hervorgerufen werden:
 

  • Ganz typisch ist in diesem Zusammenhang unser allgegenwärtiger Stress: Stress und innere Unruhe kann zu einer vorübergehenden Erhöhung des Blutdrucks der Betroffenen führen, da der Körper in Stresssituationen Hormone freisetzt, die das Herz-Kreislauf-System beeinflussen. Wird der Stress chronisch, weil Stressoren kontinuierlich vorhanden sind und Stress-Hormone nicht ausreichend abgebaut werden, kann das zu anhaltender Hypertonie führen.
  • Blutdruckanstieg bei Aufregung: Starke Emotionen durch Angst, Sorgen, Ärger oder Frustration führen dazu, dass das Herz schneller schlägt und die Blutgefäße sich verengen. Auf diese Weise können sie ebenfalls kurzzeitig zu hohem Blutdruck führen, der bei gesunden Menschen aber zügig wieder zu den Werten eines normalen Blutdrucks zurückkehrt, sobald das vegetative Nervensystem wieder im Normalzustand ist.
  • Ebenso können chronischer Schlafmangel oder Schlafstörungen Ursache für einen erhöhten Druck des Blutes sein.
  • Auch bei fehlenden sozialen Kontakten ist bekannt, dass Menschen, die sozial isoliert oder einsam sind, ein erhöhtes Risiko aufweisen können.
  • Zu guter Letzt sorgt die Psyche in Form von schlecht ausgewählten Bewältigungsmechanismen indirekt für ein erhöhtes Risiko für Hypertonie: Manche Menschen greifen in Stress-Situationen zu ungesunden Bewältigungsmechanismen wie übermäßigem Alkoholkonsum, Rauchen oder ungesunder Ernährung, die wiederum das Problem intensivieren können.

Grundsätzlich gilt, dass psychische Faktoren zwar den arteriellen Druck beeinflussen können, aber nicht immer die alleinige Ursache für anhaltenden Bluthochdruck sind. Oft ist es bei den Betroffenen eine Kombination aus psychischen Risikofaktoren, genetischen und Lebensstilfaktoren, die zu dauerhaft hohen Blutdruck-Werten bzw. Hypertonie führen.

Welche Symptome hat man bei nervlichem Bluthochdruck?

Die Hypertonie ist oft eine "stille Erkrankung", da sie keine offensichtlichen Symptome verursacht. Viele Bluthochdruck-Patienten wissen daher oft lange Zeit nicht einmal, dass sie überhaupt an Bluthochdruck leiden, weil sie keine sichtbaren Symptome aufweisen und keine spürbaren Beschwerden haben. Wichtig für die Diagnose und richtige Therapie ist daher, auch bei "bluthochdruck-untypischen" Symptomen an das mögliche Vorhandensein einer Hypertonie zu denken. Das kann der Fall sein, wenn z.B. Übergewicht vorliegt, die Patienten und Patientinnen über dauerhaft erhöhte starke Belastungen sprechen oder an psychischen Erkrankungen leiden. Es gilt also, körperliche und psychische Symptome gleichermaßen als mögliche Anzeichen für Hypertonie in Betracht zu ziehen.

Man muss allerdings beachten, dass viele mögliche Begleitumstände, Risiko-Faktoren und Symptome auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten können und nicht spezifisch für Bluthochdruck sind. Zudem können einige Menschen mit Hochdruck überhaupt keine Symptome verspüren. Die einzige zuverlässige Möglichkeit, Bluthochdruck zu diagnostizieren, ist daher die Blutdruckmessung. Diese sollte regelmäßig erfolgen und idealerweise werden die Werte in einem Blutdrucktagebuch bzw. einer Bluthochdruck-Tabelle dokumentiert, um zu überprüfen, ob die Werte tatsächlich dauerhaft zu hoch sind.

Wie kann eine Behandlung von nervlichem Bluthochdruck aussehen?

Die Behandlung von hohem Blutdruck, der mit psychischen Faktoren zusammenhängen kann, sollte idealerweise eine Kombination sein, aus Lebensstil-Anpassung, blutdrucksenkenden Medikamenten und Einwirken auf die Psyche:

  • Der erste Baustein betrifft Änderungen des Lebensstils: Erste Maßnahme sollte der Wechsel zu einem gesunden Lebensstil sein. Hierzu gehört gesunde Ernährung genauso wie ausreichende, regelmäßige Bewegung. Beides wird auch dazu führen, Übergewicht abzubauen. Auch Rauchen und Alkohol sollten zum Wohle der Gesundheit weitestgehend vermieden oder komplett gestrichen werden.
  • Zweiter Baustein ist häufig die Therapie mit Medikamenten, bei der chemisch-synthetische Blutdrucksenker zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Bluthochdruck-Medikamente wie Sartane, ACE-Hemmer oder Beta-Blocker, die die erhöhten Werte senken können.
  • Der dritte Baustein zielt auf die Psyche ab. Hierzu gehören z.B. Stressmanagement-Techniken, die eingesetzt werden können, um entweder dauerhaft ruhiger und belastbarer zu werden oder in Akutsituationen, wenn Puls und Blutdruck hochschnellen. Gegebenenfalls bedarf es auch psychologischer Unterstützung in Form von Psychotherapie, wenn die psychische Belastung sehr hoch ist.

Den Blutdruck senken mit Mitteln für die Psyche?

Arzneimittel für die Psyche können auch zum Einsatz kommen, wenn eine psychische Ursache mitverantwortlich ist für hohe Blutdruckwerte. Hierbei ist aber wichtig zu unterscheiden: Solche Medikamente senken nicht selbst den Blutdruck im Herz-Kreislauf, sondern zielen auf die Auslöser und Verstärker ab, die die hohen Werte verursachen. Werden die psychischen Auslöser behandelt, kann sich dies positiv auf die Hypertonie auswirken.

Eine solche medikamentöse Therapie kann z.B. pflanzliche Medikamente umfassen, die auf das Neurotransmitter-Gleichgewicht im Gehirn einwirken, etwa zur Beruhigung bei nervösen Unruhezuständen. Ist innere Unruhe, z.B. ausgelöst durch Stress, die vermutete Wurzel der erhöhten Blutdruck-Werte, könnte die Passionsblume im pflanzlichen Beruhigungsmittel Pascoflair® eingesetzt werden. Erfreulicherweise sind für Pascoflair sind keine Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt.

Neben pflanzlichen Medikamenten gibt es auch homöopathische Arzneimittel, die z.B. in Stress-Phasen bei innerer Unruhe verwendet werden können oder bei nervös bedingten Schlafstörungen unterstützen können, z.B. Pasconal® Nerventropfen.

Bei nervösen Störungen und Verstimmungszuständen kann das homöopathische Arzneimittel Pascolibrin® ausgleichende Unterstützung bieten. 

Welche Unterstützung kann die Homöopathie bei Bluthochdruck bieten?

Bei Bluthochdruck könnte zudem Hypercoran® eingesetzt werden. Als natürliches homöopathisches Komplexmittel hat Hypercoran einen anderen Wirkansatz als chemisch-synthetische Arzneimittel. Es zielt nicht darauf ab, den arteriellen Druck direkt zu senken, sondern soll als natürlicher Anstoß zur Verbesserung der körpereigenen Blutdruckregulation dienen. Die Tropfen sollen also den Körper dazu anregen, selbst aktiv zu werden.
Damit ist Hypercoran® eine ideale Ergänzung zu den anderen natürlichen Maßnahmen zur Regulation eines erhöhten Blutdruckes aber auch zur Einnahme von klassischen Blutdrucksenkern. Auch, wenn die Hypertonie so stark ausgeprägt ist, dass chemisch-synthetische Arzneimittel eingenommen werden müssen, kann die Einnahme von Hypercoran® sinnvoll sein. Hypercoran® ist zur unterstützenden Therapie des Bluthochdrucks geeignet und es sind keine unerwünschten Wechselwirkungen mit schulmedizinischen Blutdruckmedikamenten bekannt. Das macht es zu einer geeigneten Option für ältere Menschen. Diese sind häufig von Wechselwirkungen betroffen, da sie oftmals viele Medikamente für die unterschiedlichsten Beschwerden einnehmen müssen und daher auf solche Arzneimittel-Interaktionen besonders achten müssen.

Wo finde ich weitere Informationen?

Ausführliche Informationen zu den Themenbereichen Bluthochdruck, Stress, nervöse Unruhe oder Schlafstörungen finden Sie in den gleichnamigen Gesundheitsbereichen auf unserer Internetseite.

Hypercoran® 
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Unterstützende Therapie bei Bluthochdruck. Enthält 44 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

Pascolibrin® Tropfen
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Verstimmungszustände und nervöse Störungen. Enthält ca. 34 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

Pasconal® Nerventropfen 
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Schlafstörungen bei Nervosität. Enthält 48 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

Quellenangaben & weiterführende Literatur

Weblinks

*: Bei Literatur: Erscheinungsjahr; bei Webseiten: Datum des letzten Abrufs


Pascoflair®
Wirkstoff: Passionsblumenkraut-Trockenextrakt.
Bei nervösen Unruhezuständen. Enthält Sucrose und Glucose. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

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