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Cochenille-Laus

Naturmedizinischer Wirkstoff Cochenille-Laus

Coccus cacti

Die Cochenille-Läuse leben auf Feigenkakteen; diese wurden Anfang des 19 Jahrhunderts aus Südamerika, insbesondere Mexico, nach Lanzarote eingeführt. Die Läuse werden bei einer Größe von knapp 4 mm geerntet. Dann werden die Läuse getrocknet und zu Pulver gemahlen. So wird die sich in den Läusen befindliche Farbe extrahiert und kann als natürlicher Farbstoff weiterverarbeitet werden. Bereits um 1870 produzierte man auf diese Weise knapp 3000 Tonnen dieses Farbstoffes, dabei muss man für 1 Kilo Farbe rund 150.000 Läuse verarbeiten. Auch die Azteken benutzten den roten Farbstoff, Karmesin genannt, um z. B. Stoffe zu färben.

Der natürliche Farbstoff wird für Lebensmittel, Kosmetika sowie Arzneimittel verwendet. Campari z.B. erhält seine leuchtend rote Farbe durch diesen Farbstoff (dies gilt seit 2006 nicht mehr für den deutschen Markt). In den Inhaltsangaben der Zusatzstoffe wird Karmesin unter dem Zusatzstoff E120 deklariert. Nach Entdeckung der synthetischen Anilinfarben ging die Verwendung von Karmesin zunächst stark zurück, wobei heute eine Umkehrung des Trends zu erkennen ist, was sich damit erklären lässt, dass man im Allgemeinen mit Zusatzstoffen und synthetischen Materialien eher zurückhaltender ist und sich verstärkt wieder natürlichen Materialien zu wendet.

In der Homöopathie wird die Urtinktur hergestellt durch das trocknen und zermahlen der weiblichen Läuse. Das daraus gewonnene homöopathische Arzneimittel zeigt gute Wirkung bei krampfartigen Schmerzen im Nierenbereich, Entzündungen im Uro-Genitaltrakt sowie häufigem Harndrang. Ebenso bewährt hat es sich bei krampfartigen Hustenanfällen. 

Homöopathische Anwendung von Cochenille-Laus

die Harnwegs-Laus unterstützt bei:

  • krampfartigen Schmerzen im Nierenbereich
  • Entzündungen im Uro-Genitaltrakt
  • häufigem Harndrang