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Naturmedizinischer Wirkstoff Lebensbaum

Thuja occidentalis

Der Lebensbaum - eine beliebte Heckenpflanze

Wenn wir Thuja oder Lebensbaum hören, denken wir wohl zuerst an die beliebten Lebensbaum-Hecken, die vielen Gärten einen natürlichen Sichtschutz geben. Der Lebensbaum kann als Baum oder als Strauch wachsen. Er eignet sich so gut als Heckenpflanze, weil er einfach in die gewünschte Form geschnitten werden kann und wenig Pflege braucht. Ein besonderer Vorteil ist aber, dass er immergrün ist und damit den Garten das ganze Jahr über vor neugierigen Blicken schützt.

Bei Naturfreunden sind reine Thuja-Hecken weniger beliebt, weil nur wenige Tiere und andere Pflanzen hier ein Zuhause finden. Sowohl Insekten als auch Vögel schätzen eher die Abwechslung in bunten Hecken, die blühen, Früchte tragen und Laub abwerfen, was gut vermodert. Solche Hecken beherbergen viele kleine Lebewesen und geben auch anderen Pflanzen gute Lebensbedingungen, während reine Thuja-Hecken sehr artenarm sind. Inzwischen werden deshalb gern reine Lebensbaum-Abschnitte mit anderen Heckenpflanzen kombiniert.

Wissenswertes über Herkunft und Botanik

Der Name Thuja wird abgeleitet vom griechischen thyo (opfern), weil das angenehm riechende Holz beim Opfern verbrannt wurde. Der Amerikanische bzw. Abendländische Lebensbaum mit dem wissenschaftlichen Namen Thuja occidentalis stammt ursprünglich aus dem östlichen Nordamerika. Er ist aber schon seit dem 16. Jahrhundert in Europa eingebürgert. Seitdem wird er gezüchtet, sodass er heute in vielen verschiedenen Sorten im Handel ist. Besonders beliebt ist der Säulen-Lebensbaum.

In der botanischen Gattung Thuja gibt noch 4 weitere Thuja-Arten. Eine ist Thuja gigantea, der Riesen-Lebensbaum. Dabei handelt es sich um einen riesigen Baum, der bis zu 70 Meter hoch werden kann. Thuja-Holz spielt in Nordamerika eine wirtschaftliche Rolle. Das Holz von Thuja gigantea bzw. Thuja plicata ist als Red Cedar-Holz bekannt, das von Thuja occidentalis als „White Cedar“.

Thuja als Heilpflanze

Früher wurde Thuja unterstützend bei vielen Erkrankungen eingesetzt – unter anderem extern, also als Einreibung bei Gicht und rheumatischen Beschwerden. Heute wird wegen der Giftigkeit nur noch die Verwendung in Form von Fertig-Arzneimitteln empfohlen. Hier ist Thuja in manchen Arzneimitteln zur Behandlung von Atemwegsinfekten und Hauterkrankungen wie Herpes enthalten. Besonders beliebt ist der Einsatz von Thuja als Warzenmittel.
Die homöopathische Urtinktur bzw. Komplexmittel, die Thuja in verschiedenen Potenzen erhalten, werden mit einem Wattebausch auf die Warzen aufgetupft. Ansonsten spielt Thuja in der Homöopathie eine große Rolle: viele Komplex-Homöopathika enthalten Thuja.

Homöopathische Anwendung von Lebensbaum

der Stärkende unterstütz bei:

  • Rheuma
  • Entzündungsneigung, chronischen Entzündungen
  • Haut- und Schleimhaut-"Wucherungen", Warzen
  • schmerzhaftem Harndrang
  • Haut- und Schleimhaut-Entzündungen

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen.

Der sprechende Wirkstoffkompass

Erfahren Sie mehr zum Lebensbaum in einem kurzen Clip mit Arzt und Apotheker Dr. Peter Reinhard.