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Bitterholz

Naturmedizinischer Wirkstoff Bitterholz

Quassia amara

Familie: Bittereschengewächse (Simaroubaceae)

Bitterholz oder auch Quassia amara ist ein aus der Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae) stammender kleiner Baum, der bis zu 5 m hoch werden kann. Das Bitterholz wächst u.a. auf Jamaika. Von dort aus wurde es in die Welt hinaus und somit auch zu uns gebracht, es hielt im 18. Jahrhundert Einzug in Europa.

Die Eingeborenen verwendeten sowohl die Rinde als auch das bitter schmeckende Holz als Appetit und Verdauung anregendes Mittel.

Die erste Erwähnung findet sich bei dem französischen Geistlichen Labat, der bereits 1696 von einem Bitterholz sprach, welches auf Martinique wächst. Im Jahre 1714 wies der Arzt und Naturforscher Philipp Fermin darauf hin, dass die Blüten der Quassia ein probates Heilmittel bei Magenkrankheiten seien

Quassia wird auch natürliches Insektizid eingesetzt. Es zeigt gute Wirkung als Fraß- und Kontaktgift insbesondere gegen Blattläuse, Sägewespen und die Kirschfruchtfliege.

Ebenso findet Quassia amara im Lebensmittelbereich Anwendung z.B. in Trinkbranntweinen. Bitterholz besitzt einen Bitterwert von 1:40.000 bis 1:50.000. Zur Erklärung:  Ein Bitterwert von 1.000 bedeutet, dass 1 g der Substanz in 1.000 ml Wasser gerade noch bitter schmeckt. Der Wirkstoff aus einem Gramm Bitterholz ist demnach noch in 40 bis 50 Liter Wasser zu schmecken.

Quassia wird auch heute noch erfolgreich als Arzneipflanze eingesetzt – v.a. in der Homöopathie; es findet Anwendung bei Lebererkrankungen, Verdauungsschwäche, Schmerzen im Leber-Bereich sowie Sodbrennen (saurem Aufstoßen).

Homöopathische Anwendung von Bitterholz

Bitter-Balsam für die Leber unterstützt bei:

  • Lebererkrankungen
  • Verdauungsschwäche
  • Schmerzen im Leber-Bereich
  • Sodbrennen, (saurem) Aufstoßen