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Beinwell

Naturmedizinischer Wirkstoff Beinwell

Symphytum

Der Beinwell ist eine Arzneipflanze die zur Familie der Borretschgewächse (Boraginaceae) zählt.

Er wächst am liebsten an feuchten Stellen, z.B. an Bach- oder Flussufern sowie auf Äckern und Wiesen. Seine Wuchshöhe beträgt bis zu 1m. Die ursprüngliche Heimat des Beinwells ist Europa und Westasien. Dank seiner hübschen glockenförmigen Blüten, welche wie Trauben herabhängen, ist er auch als Gartenpflanze sehr beliebt. Die Blütenfärbung ist meist violett, kann aber auch weiß sein.  

Die Wurzel, welche wichtig für die Arzneimittelherstellung ist, wird in den Monaten März und April sowie in den Monaten Oktober und November gesammelt.

Schon seit über 2000 Jahren fand der Beinwell als Heilpflanze Anwendung bei offenen Wunden sowie Knochenbrüchen. Auch wurde über eine positive Heilwirkung bei Verletzungen von Sehnen und Bändern berichtet.  Der griechische Arzt Dioskurides der zwischen 40 bis 90 n. Chr. lebte, beschrieb Beinwell, in seinem Lehrbuch „Materia medica“ als hilfreiches Mittel bei Verrenkungen und Knochenbrüchen. Im Mittelalter verwendete die Volksmedizin die Wurzeln, Blätter, Stängel und Blüten sowohl für innere als auch für äußerliche Anwendungen als Tee, Sud oder Umschlag. Nicholas Culpeper (1616-1654), ein berühmter englischer Apotheker, Arzt und Astrologe, ließ in seinen Schriften verlauten, „dass der Beinwell eine solche Kraft zu heilen und zusammenzufügen habe, dass zerteilte Fleischstücke wieder zusammenwachsen, wenn man sie mit Beinwell in einem Topf kocht“. Nicht nur Culpeper auch Hildegard von Bingen und Paracelsus verwendeten Beinwell zur Heilung von Knochenbrüchen, offenen Wunden und Geschwüren. In der heutigen Zeit setzt man Beinwell bevorzugt bei Traumata, Entzündungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen ein.

Dass es sich beim Beinwell um eine Arzneipflanze mit besonderem Bezug zum Knochensystem handelt lässt sich auch aus seinem Namen entnehmen. Im alten Griechenland wurde er von den Ärzten „Symphyton“ genannt, was von dem Wort „symphio“ herrührt, was so viel wie „ich wachse zusammen“ bedeutet.  Daneben waren auch Namen wie „Consolida“ beziehungsweise „Solidago“, abgeleitet von solido, was bedeutet „ich füge zusammen“, gebräuchlich.

Der deutsche Name Beinwell ist auf das altdeutsche Verb „wallen“ zurückzuführen, was so viel wie „zusammenwachsen“ bedeutet.

Beinwell unterstützt bei Knochenbrüchen die Neubildung des Knochens. Die im Beinwell enthaltenen Inhaltsstoffe Allantoin, welches wundheilungsfördernd und zellgenerierend wirkt, sowie Rosmarinsäure, welche antientzündlich wirkt, sind für die wundheilende Wirkung des Beinwells verantwortlich.
So wird Beinwell auch heute noch bevorzugt eingesetzt bei Knochenbrüchen, Verletzungen, Schwellungen, Traumata und Schmerzen in Sehnen, Bändern sowie in der Knochenhaut.

Homöopathische Anwendung von Beinwell

die Wundheil-Wurzel unterstützt Wundheilung bei:

  • Knochenbrüchen
  • Verletzungen, Schwellungen
  • Schmerzen in Sehnen, Bändern, Knochenhaut