Von Thomas Kammler

Arachidonsäure: Bei Rheuma besser ohne leben?

Arachidonsäure

Was ist Arachidonsäure, was bewirkt die Fettsäure im Körper, wo ist der Zusammenhang zu Rheuma und welche Rolle spielt die Ernährung?

Die meisten Menschen werden vermutlich noch nie etwas von Arachidonsäure gehört haben, obwohl sie für den menschlichen Körper eine wichtige Bedeutung hat und in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Arachidonsäure ist eine semi-essentielle, ungesättigte Fettsäure. 

In kleineren Mengen wird sie vom Körper selbst gebildet, aus der essentiellen Linolsäure. Der mit Abstand größte Teil wird allerdings mit der Nahrung aufgenommen. Arachidonsäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren und ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch zu finden - und dort teilweise in großen Mengen. Sie fördert Entzündungen im Körper, weil aus ihr entzündungsfördernde Substanzen synthetisiert werden (Eicosanoide wie Thromboxane, Prostaglandine, Prostacycline und Leukotriene). Diese Substanzen sind an wichtigen Abwehrfunktionen beteiligt. Wie so oft, kommt es auch hier auf die Menge an. Zu viel kann schaden.

Dies ist vor allem für die Ernährung von Menschen relevant, die unter entzündlichen Gelenkerkrankungen leiden, beispielsweise unter Rheuma, Rheumatoider Arthritis oder einer aktivierten Arthrose. Sie sollten ein Auge darauf haben, welche Menge an Arachidonsäure sie über die Nahrung zu sich nehmen, um die Entzündungen im Körper nicht weiter zu befeuern. Eine ähnlich wichtige Rolle spielt dieses Thema für Betroffene, die unter Gicht leiden (eine Tabelle zu Lebensmitteln für eine arachidonsäurearme Ernährung finden Sie im unteren Teil des Textes)

Antientzündliche Ernährung bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen 

Wer also die Beschwerden einer rheumatischen Erkrankung mittels Ernährung positiv beeinflussen möchte, ist gut damit beraten, möglichst auf Lebensmittel mit einem hohen Arachidonsäuregehalt zu verzichten. Eine gute Leitplanke bei der Auswahl von Lebensmitteln bei einer "Rheuma-Diät" stellt deren Gehalt an tierischen Fetten dar: Je fettreicher ein tierisches Nahrungsmittel ist, desto mehr Arachidonsäure ist im Allgemeinen enthalten. Aus diesem Grund ist zum Beispiel ein Suppenhuhn wesentlich Arachidonsäure-reicher als ein Brathähnchen: Durch die unterschiedliche Zucht und die wesentliche längere Lebenszeit eines Suppenhuhns hat es einen höheren Fettgehalt. Auch die Gehalte von Sardinen und Sardellen unterschieden sich deshalb sehr stark: Eine Sardine hat nur 4,5 g Fett in 100 g, Sardellen hingegen haben mit 21 g einen hohen Anteil an Fett. Absoluter Spitzenreiter im Arachidonsäure-Gehalt ist Schweineschmalz mit einem Gehalt von 1700 mg pro 100 g.

Patientinnen und Patienten mit Rheuma, Arthritis und weiteren Krankheiten, die mit Entzündungen im Organismus zusammenhängen, sollten im Idealfall nicht mehr als 50 mg der Fettsäure pro Tag zu sich nehmen. Tierische Fette sollten Betroffene daher möglichst einschränken. Im Rahmen einer gesunden Ernährung sollten sie eher auf pflanzliche Öle und pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse setzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Rheuma

Zum Artikel

Rheuma und Ernährung

Zum Artikel

Omega-3 und Omega-6

Die natürliche Gegenspielerin der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure ist die Eicosapentaensäure (EPA), eine Omega-3-Fettsäure. Diese Omega-3-Fettsäure konkurriert im Körper mit der Arachidonsäure um die Enzyme. Der Clou: Die aus der Eicosapentaensäure umgewandelten Stoffe haben eine entzündungshemmende Wirkung. EPA ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure und wird im Körper in geringen Mengen aus der essentiellen Alpha-Linolensäure gebildet. Sie ist vor allem in pflanzlichen Ölen enthalten, beispielsweise wie Leinöl, Walnussöl oder Rapsöl.

Stichwort Ernährung: Arachidonsäuregehalte tierischer Lebensmittel

Einen Überblick liefert die große Nährwerttabelle Souci/Fachmann/Kraut, aus der die unterstehende Werte entnommen wurden. Leider wurde bislang nicht für alle tierischen Lebensmittel der Arachidonsäuregehalt bestimmt, so dass nur ausgewählte Nahrungsmittel enthalten sind.

Lebensmittel (100 g)Arachidonsäuregehalt in mg
Fleisch und Wurst
Schwein
Schweineschmalz1700
Schwein, Leber491
Schwein, Niere351
Speck, durchwachsen250
Leberwurst grob227
Schweinebauch, geräuchert130
Kochschinken50
Schweinefleisch (Muskelfleisch)36
Geflügel
Suppenhuhn850
Brathähnchen, Keule mit Haut ohne Knochen330
Brathuhn (Durchschnitt)226
Hähnchenleber150
Pute, ganz179
Putenbrust ohne Haut55
Rind
Roastbeef35
Rinderfilet32
Rindfleisch (Muskelfleisch)16
Sonstiges Fleisch
Kalbfleisch (Muskelfleisch)53
Lammfleisch (Muskelfleisch)10
Fisch
Languste190
Sardelle152
Aal, geräuchert144
Karpfen113
Lachs111
Dorade94
Krabben, Garnelen68
Miesmuscheln67
Makrele66
Sardine66
Rotbarsch60
Scholle52
Hering48
Forelle47
Thunfisch44
Heilbutt36
Kabeljau24
Hecht20
Seelachs16
Schellfisch14
Milchprodukte und Ei
Butter113
Hühnerei, ganz70
Emmentaler28
Kuhmilch, 3,5%3
Fettarme Milch1,4

Quelle: Souci/ Fachmann/ Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwert-Tabellen. 2016 ISBN: 9 783804 750388.

Hier finden Sie die Tabelle Arachidonsäuregehalt in tierischen Lebensmitteln zum Download.

Naturmedizin bei Rheuma

Auch naturheilkundliche Mittel können rheumatische Beschwerden lindern. Die wichtigsten sind in den Produkten der Rheuma-Pasc®-Familie miteinander kombiniert. Sie sind auch geeignet, um eine schulmedizinische Therapie zu begleiten, denn es sind keine Wechselwirkungen mit solchen Arzneimitteln bekannt. Unsere Arzneimittel zur Besserung rheumatischer Beschwerden sind die Tropfen-Produkte Rheuma Pasc® Liquidum SL und Rheuma-Pasc® SL sowie Rheuma-Pasc Tabletten.
Weitere ausführliche Informationen rund um das Thema Rheuma haben wir in unserem Gesundheitsbereich Rheuma für Sie gesammelt. Auch der Gesundheitsbereich „Rheuma und Ernährung“ ist in diesem Zusammenhang sicherlich interessant für Sie.

Quellen:
https://flexikon.doccheck.com/de/Arachidonsäure , abgerufen am 20.03.2023
Blumenschein, B., „Antientzündliches Essen – Rheumaernährung konkret und praktisch“, Ernährung und Medizin 2010; 25: 193 – 196 
Souci/ Fachmann/ Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel, Nährwert-Tabellen. 2016

Rheuma-Pasc® SL
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung rheumatischer Beschwerden. Enthält 33 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

Rheuma-Pasc® Tabletten
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung rheumatischer Beschwerden. Enthält Lactose. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

Rheuma-Pasc® Liquidum SL
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung rheumatischer Beschwerden. Enthält Glucose, Fructose, Sucrose und 61 Vol.-% Alkohol. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

Verwandte Rubriken
gesund leben Ernährung