Von Thomas Kammler

Inhalieren bei Erkältung: So funktioniert´s

Frau inhaliert

Eins der beliebtesten Hausmittel – Inhalation ist aber nicht für jeden geeignet

Mit heißem Wasserdampf zu inhalieren ist ein seit Generationen bewährtes Hausmittel bei Erkältung mit Husten, Schnupfen, Schleim in den Bronchien und verstopften Nasennebenhöhlen. Schon in Großmutters Zeiten war das Ziel des heißen Inhalierens, den festsitzenden Schleim zu verflüssigen, die durch Schnupfen verstopfte Nase und die Nebenhöhlen mittels der aufsteigenden Dämpfe zu befreien, das Atmen zu erleichtern, die gereizten Atemwege zu beruhigen und den Husten zu lindern.

Aerosole gelangen durch Inhalieren bis tief in die Atemwege

Wenn man diesen Prozess des Inhalierens (von lat. „inhalare“ für anhauchen) genauer anschaut, stellt man fest, dass der Wasserdampf aus kleinsten, zerstäubten Tropfen besteht – sogenannten Aerosolen. Atmet man den Wasserdampf beim Inhalieren ein, können diese Aerosole bis tief in die Atemwege gelangen und dort die Schleimhäute der Bronchien befeuchten. Kleinere Tröpfchen können sogar bis in die feinsten Bronchienwege gelangen, die sogenannten Bronchiolen. Um die Wirkung zu unterstützen kann man Salz oder auch ätherische Öle hinzugeben.

Richtig inhalieren: Wie geht Inhalieren?

Im Gegensatz zu früher gibt es heutzutage auch elektrische Inhalatoren. Solche Inhalatoren werden unter anderem auch benutzt, um mit einem solchen Vernebler die Wirkstoffe von Medikamenten zielgerichteter über die Lunge verabreichen zu können. Für die traditionelle Anwendung bzw. einfachste Variante braucht man allerdings nur einen Topf, heißes Wasser (kein kochendes Wasser!) und ein Handtuch: Wasser im Topf heiß werden lassen, mit einem großen Handtuch über dem Kopf eine „Mini-Sauna“ bauen und über dem Topf gebeugt den aufsteigenden Wasserdampf einatmen.

Mund oder Nase?

Wichtig ist beim richtigen Inhalieren, langsam und gleichmäßig bis in die unteren Atemwege zu atmen und vor allem darauf zu achten, den Dampf durch den Mund einzuatmen und durch die Nase auszuatmen. Die Augen bleiben geschlossen, um sie nicht unnötig zu reizen (insbesondere, wenn zusätzlich ätherische Öle zum Einsatz kommen).

Nicht nur bei kleinen Kindern ist hier jedoch Vorsicht geboten: Nicht nur am heißen Wasser oder heißen Topf (wenn das Kind aus Versehen den heißen Topf berührt), sondern auch durch zu heißen Wasserdampf besteht die Gefahr, sich zu verbrühen. Daher vor dem Inhalieren die Temperatur des Dampfes prüfen, gegebenenfalls noch ein paar Minuten warten, bis das Wasser etwas abgekühlt ist. 

Wie lange sollte man inhalieren? Und was sollte man nach dem Inhalieren beachten?

Nach etwa 10 bis 20 Minuten kann man die Inhalation beenden: Das Handtuch vom Kopf nehmen und danach das Gesicht mit lauwarmem Wasser abwaschen. Im Anschluss sollte man idealerweise weder an die frische Luft gehen noch sich gar Zugluft aussetzen. Besser ist es, Lunge und Kreislauf eine Verschnaufpause zu gönnen, indem man sich hinlegt und für eine Weile ausruht.

Für wen ist das heiße Inhalieren nicht geeignet bzw. was sollte sonst noch beim heißen Inhalieren beachtet werden?
Wer unter Allergien oder Unverträglichkeiten leidet, sollte beim Inhalieren auf Zusätze verzichten, die allergische Reaktionen hervorrufen können, beispielsweise auf ätherische Öle aus Kamille, wenn eine Allergie hinsichtlich Korbblütler vorliegt. Auch Pfefferminzöl, Eukalyptus, Salbei, Kampfer oder Thymian können bei Unverträglichkeit durch das konzentrierte Einatmen leicht zu Reaktionen führen, da sie die Schleimhäute reizen können. Hier ist die Zugabe von Salz eine mögliche Alternative für die Inhalation. Auch beim Vorliegen von Augenerkrankungen, entzündlichen Hauterkrankungen, Kreislaufbeschwerden oder sehr niedrigem Blutdruck, z.B. bei älteren Menschen, sollte man besser nicht inhalieren. Wer sich beim Inhalieren unsicher ist, kann sich in einer naturheilkundlichen Praxis beraten lassen. Gleiches gilt für Inhalation bei Asthma.

Wo finde ich weitere Informationen, Hausmittel und Naturmedizin?

Im Gesundheitsbereich „Erkältungen & Infekte“ finden Sie umfassende Informationen zu Themen wie Bronchitis, Erkältung, Grippe, Halsschmerzen, Husten, Mandelentzündung (Tonsillitis) und Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Zudem finden Sie jeweils im unteren Bereich der Seite passende Medikamente, z.B. im Anwendungsgebiet Grippe die beliebten Gripps® SL Tropfen, bei Halsschmerzen Tonsillopas® Tropfen oder bei Sinusitis die Sinupas® Tropfen.

Quellen:
https://www.hno-aerzte-im-netz.de/therapien/inhalieren.html


Gripps® SL Tropfen
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Erkältungskrankheiten. Enthält 42 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen
 


Tonsillopas®
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Entzündungen des Rachenraumes. Enthält ca. 30 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen


Sinupas® 
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Zur unterstützenden Behandlung bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen, insbesondere in Verbindung mit Bronchitis. Enthält ca. 41 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

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