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Gefleckter Schierling (Conium maculatum): Heilpflanze des Monats Oktober

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Wirksame Heilpflanze oder tödlicher Schierlingsbecher – die Dosis machts!

Der Stinkende unter den vielen weißen Doldenblütlern

Die bis zu 2 Meter hohe Pflanze mit ihren trüb-weißen Dolden-Blüten ist für den Laien schwer von den vielen anderen weißen Doldenblütlern auf unseren Wiesen und Wegrändern zu unterscheiden. Die deutsche Bezeichnung Schierling könnte auf das angelsächsische scearn = Mist zurückzuführen sein – wegen des unangenehmen Geruchs der Pflanze, der Abstand halten lässt. Zum Glück …

Der Schierlingsbecher – berühmt- berüchtigt

Der Name Conium geht vermutlich auf kone (griech.) = Tötung zurück oder auf koneion = schwindelerregend.

Das Alkaloid Coniin, ein für den Schierling typischer Inhaltsstoff ist in seiner Giftigkeit durchaus vergleichbar mit Curare und Nikotin. Es wird sehr gut von der Haut und den Schleimhäuten aufgenommen und bewirkt Lähmungserscheinungen bis hin zum Tod durch Atemlähmung bei vollem Bewusstsein.

Als erste Beschreibung der Wirkung von Conium auf den Menschen gilt Platos Schilderung von Sokrates Tod im Jahre 399 v. Chr.: Die alten Griechen nutzten den „Schierlingsbecher“ zur Vollstreckung von Todesurteilen.

Der Schierling dient dem Wiederkäuer
zur Kost.
Als Most
(im Becher) ist er nicht geheuer.
Getrost!
Die Weisheit wird im Tod unsterblich,
die Dummheit nicht. Die ist nur erblich.
 
Karl-Heinrich Waggerl: Heiteres Herbarium

Conium früher und heute

In der Antike sah man den Saft der Staude als Schönheitsmittel an: die Damen bestrichen ihre Brüste, damit sie nicht welken mögen. Paracelsus sah in den knotigen Auftreibungen an den Stängeln geschwollene Lymphknoten und verwendete das Mittel entsprechend. Im 18. und 19. Jh. galt Conium als Heilmittel bei Krebserkrankungen. Als Auflage oder in Form von Salben verwendete man Conium früher auch bei Lymphknotenentzündungen, Brustentzündungen, eiternden Geschwüren. Dabei wurde eine heilende, schmerzlindernde und kühlende Wirkung beschrieben. Wegen der starken Giftigkeit wird Conium heute nur noch in homöopathischer Form verwendet.

Conium in der Homöopathie

Conium: Gefleckter Schierling – Der Auflösende unterstützt bei:

  • Schwäche von Körper und Geist
  • Lymphknoten-Schwellungen
  • Arteriosklerose
  • Schwindel
  • Missempfindungen

Pascoe Naturmedizin verwendet Conium v.a. in Lymph- und Schwindelmitteln – beispielsweise:

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen der Arzneimittel.

Lymphdiaral® sensitiv Salbe N

Homöopathisches Arzneimittel. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Unterstützende Behandlung des lokalen Lymphsystems bei Infekten des Hals-Nasen-Rachenraumes. Enthält Cetylstearylalkohol. Stand: Januar 2015. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de

Vertigopas® Tropfen

Homöopathisches Arzneimittel. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Schwindelgefühle unterschiedlicher Ursache. Bei anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Enthält 23 Vol.-% Alkohol. Stand: Januar 2014. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de