Mit Freunden teilen

Ringelblume (Calendula officinalis): Ein Klassiker in jedem (Arzneipflanzen-)Garten

1966: 0

Wundheilung aus der Apotheke der Natur - nicht nur für die Haut

Die Calendula ist eine außerordentlich beliebte Heilpflanze aus der Familie der Korbblütler, die nahezu jeder kennt. Fast alle haben in Kindertagen schon mal eine Behandlung mit Ringelblumen-Salbe bei einer Wunde oder Verletzung der Haut wie einem aufgeschürften Knie oder anderen Blessuren bekommen und da die Pflanze an sich recht anspruchslos ist, wächst sie auch in vielen Gärten. Sie ist in vielen Sommerblumen-Samenmischungen enthalten und vermehrt sich mittels ihrer geringelten Samen auch sehr gut selbst.

Nomen est Omen: Wie die Ringelblume "Calendula" zu ihrem Namen kam

Interessant ist, dass es sich um eine Pflanze mit Zeitgefühl handelt, denn der Name "Calendula" ist abgeleitet vom lateinischen Wort "calendae", dem ersten Tag des Monats. Hierfür gibt es mindestens zwei plausible Deutungen: Einerseits blühen die Pflanzen an vielen calendis: Juli bis Oktober. Andererseits geben sie den Lauf der Sonne wieder – ganz wie ein Kalender – indem sie sich bei Sonnenaufgang öffnen und bei Sonnenuntergang schließen.

Der deutsche Name Ringelblume bezieht sich auf die ringförmig gewundenen Samen. Bekannt ist die in jedem Bauerngarten blühende Pflanze auch als Ringelrose, Goldrose und Sonnenwendblume. 

Ringelblumen zur Wettervorhersage und Schädlingsabwehr nutzen

In früheren Zeiten nutzen Bauern die Blüten der Ringelblume auch dafür, das Tageswetter vorherzusagen: Waren die Blüten bis 7 Uhr morgens geöffnet, verhieß das gutes, sonniges Wetter, wohingegen geschlossene Blüten nach 8 Uhr auf schlechtes Wetter und möglichen Regen hindeuteten. Gartenfreunde schätzen die Ringelblume aber noch aus einem weiteren Grund: Da sie Schädlinge fernhält, dient sie als natürlicher Pflanzenschutz gegen Schädlinge wie Schnecken oder Fadenwürmer.

Juli: Erntezeit für Power-Pflanzen

Wenn auch die beiden beliebten Arzneipflanzen Johanniskraut und Ringelblume auf den ersten Blick nicht gerade sehr ähnlich aussehen, haben sie doch einige Gemeinsamkeiten: Sie blühen sonnengelb vom Sommerbeginn bis in den Herbst hinein, intensive Sonnenstrahlung und Mittagshitze machen ihnen nichts aus – im Gegenteil: Genau das ist der ideale Ernte-Zeitpunkt. Kein Wunder also, dass beide bei Hitze-Schäden, Verbrennungen und anderen, insbesondere schlecht heilenden Wunden zum Einsatz kommen. Die sonnenstrahlenartigen Blüten der Calendula officinalis machen schon beim Betrachten gute Laune und die Heilkundigen aller Zeiten wussten sie zu schätzen: äußerlich für die Haut, bei verzögerter Wundheilung, eiternden Wunden, als Mittel für Verletzungen aller Art oder Beschwerden von Magen und Darm.

Zur Anwendung: Als „milde Arnika“ vor allem wundheilungsfördernd

Calendula zählt zu den wichtigsten Arzneipflanzen - folgerichtig wurde sie im Jahr 2009 zur "Heilpflanze des Jahres" gewählt. Als Ringella wurde sie bereits von Hildegard von Bingen häufig erwähnt. Wichtigstes Anwendungsgebiet ist seit jeher die äußerliche Anwendung zur Wundheilungsförderung. Die Ringelblume gilt als die „milde“ Form der Arnika. Wegen ihrer entzündungshemmenden, wundheilungsfördernden, abschwellenden und antimikrobiellen Wirkung ist sie in vielen Heilsalben enthalten. Daneben fand sie aber auch Verwendung bei Brustentzündungen und Narben. Neben Calendula-Wundsalbe bei Verletzungen gibt es auch noch Babycreme, Calendula-Essenz, Calendula Globuli oder homöopathische Mittel in Tropfenform.

Calendula in der Homöopathie

Da Calendula bei Pascoe Naturmedizin überwiegend in niedrigen homöopathischen Potenzen verwendet wird, ist das Einsatzgebiet vor allem die Anwendung bei Erkältungsneigung. Unsere homöopathischen Mittel gibt es unter anderem in Tropfenform und als Salbe aus der Lymphdiaral®-Produktfamilie.

Calendula in der Küche

Da die leuchtend gelb-orangen Blüten essbar sind, eignen sie sich hervorragend, um damit beispielsweise Salate optisch aufzuwerten. Als sogenannte "Schmuckdroge" sind getrocknete Ringelblumen auch häufig Bestandteil von Teemischungen. Die intensive Farbe wurde auch genutzt, um den teuren Safran zu strecken.

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen der Arzneimittel.