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Gelsemium sempervirens – ein Jasmin, der keiner ist

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Eine Nervenpflanze stellt sich vor

 Eine der bedeutendsten Nervenpflanzen trägt einen ausgesprochen irreführenden Namen: der Gelbe Jasmin (Gelsemium sempervirens), auch Carolina-Jasmin oder Wilder Jasmin genannt. Ein Jasmin im botanischen Sinne ist die immergrüne Kletterpflanze mit den leuchtend-gelben Blüten allerdings nicht, sie gehört nämlich nicht der Gattung Jasminum an.

Der gläserne Sarg der Othomi-Indianer

Der Verzehr der Pflanze ist für Menschen sehr stark giftig, in höheren Dosen führt er zu starken Lähmungen bis hin zum Tod. Das nutzten die Othomi-Indianer aus dem Süden Nordamerikas sowohl zum Fischfang, als auch für Racheaktionen oder Hinrichtungen. Hierfür brauten sie aus der Wurzel der Pflanze einen giftigen Trank, dessen Name auf die Wirkweise hindeutet: „Bebo-sito“, der gläserne Sarg.

Bei vollem Bewusstsein versetzt Bebo-situ das Opfer in einem Lähmungszustand des gesamten Körpers. Ursache ist das hochgiftige Alkaloid Gelseminin, das auf das zentrale Nervensystem einwirkt.

Wie man aus dem Wilden Jasmin eine Arzneipflanze macht

Wo Schatten ist, da ist auch Licht, denn genau diese Wirkung kann man sich in Form von niedrig dosierten bzw. homöopathisch potenzierten Arzneimitteln zunutze machen. Gelsemium gehört daher zu den wirksamsten Heilmitteln, welche die Naturmedizin zur Behandlung von Nervenschmerzen einsetzen kann.  Die arzneiliche Kunst besteht darin, eine für den Patienten absolut unschädliche Dosis zu finden, die gleichzeitig die Heilwirkung der Pflanze maximal ausschöpft. Man kann sich diese etwa so vorstellen: Gelsemium übt, wenn es verdünnt und homöopathisch potenziert gegeben wird, auf Nerven eine regenerierende Wirkung aus.

Wann wird Gelsemium eingesetzt?

Diesen Effekt macht sich die Homöopathie bei zahlreichen Krankheitsbildern zunutze: Gelsemium sempervirens ist Bestandteil vieler komplexhomöopathischer Arzneimittel,
z. B. gegen Kopfschmerzen und Migräne wie Antimigren® Tropfen und Tabletten. Hier geht´s zu Antimigren® Tropfen. Und hier zur Tabletten-Variante.

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen der Arzneimittel.

Anitimigren® SL Tabletten

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Unterstützende Behandlung migräneartiger Kopfschmerzen. Enthält Lactose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. www.pascoe.de.

Antimigren® Tropfen

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Unterstützende Behandlung migräneartiger Kopfschmerzen. Enthält 23 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. www.pascoe.de.