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Sauerkraut als Quelle für Milchsäurebakterien? Ja, aber mit Einschränkung

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Wer sich durch Sauerkraut mit lebenden Darmbakterien versorgen will, sollte etwas beachten

Immer mehr Menschen haben ihr Mikrobiom, also ihre Darmflora im Blick, wenn es um Gesundheit geht. Durch einseitige Ernährung, zu wenig Bewegung, zu wenige Ballaststoffe oder zu viel Alkohol ist die Zusammensetzung der Darmflora aber oftmals gestört, was gesundheitliche Folgen haben kann. Daher versuchen viele, sich beispielsweise über fermentiertes Gemüse lebende, vermehrungsfähige Milchsäurebakterien zuzuführen. Grundsätzlich ist das eine gute Idee – sofern man dabei einen wichtigen Punkt beachtet.

Wenn aus Weißkohl Sauerkraut wird, spielt die Milchsäuregärung die entscheidende Rolle. Sie wandelt das Gemüse mithilfe von Milchsäurebakterien um, so dass es zu Sauerkraut fermentiert. Die Milchsäuregärung macht das Gemüse haltbar für die Wintermonate und es erhält durch die entstandene Milchsäure seinen sauren Geschmack.

 

Wichtig zu wissen: Die lebenden, vermehrungsfähigen Milchsäurebakterien sind nur im frischen Sauerkraut enthalten. Industriell verarbeitetes Kraut aus der Dose oder dem Glas ist in der Regel „totgekocht“: die gesundheitsfördernden Mikroorganismen sind aufgrund der Pasteurisierung bzw. Sterilisierung nicht mehr lebendig und vermehrungsfähig. Das Sauerkraut muss also in frischem Zustand verzehrt werden, denn auch beim Kochen des frischen Krautes werden durch die hohen Temperaturen die Milchsäurebakterien abgetötet. Das Kraut schmeckt dann zwar, verfehlt aber im Hinblick auf die Darmbakterien seinen Zweck. Besser ist es, das rohe Kraut zum Beispiel in einen leckeren Sauerkrautsalat zu verwandeln.

Wer sich also mit lebenden Darmbakterien versorgen möchte, sollte auf frisches Kraut setzen oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel, die lebende und vermehrungsfähige Keime enthalten.

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