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Depression vs. depressive Verstimmung – worin unterscheiden sie sich?

Die depressive Verstimmung wird meist durch aktuelle Belastungen ausgelöst, beispielsweise durch Misserfolgserlebnisse, Stress, finanzielle Sorgen, einschränkende körperliche Beschwerden oder Konflikte mit anderen Menschen. Die Betroffenen fühlen sich erschöpfter, dünnhäutiger oder unruhiger als gewöhnlich. Einige benötigen in solchen Phasen mehr Zeit für sich selbst, andere suchen Ablenkung oder vertrauen ihre Probleme vertrauten Personen wie Freunden oder Angehörigen an. Eine depressive Verstimmung ist noch keine psychische Erkrankung. Sie spiegelt lediglich den momentanen Gemütszustand in Kontext zu den aktuellen Ereignissen wider.

Eine Depression wiederum kann entstehen, wenn verschiedenen Belastungsfaktoren gleichzeitig auftreten oder eine depressive Verstimmung mehr als zwei Wochen andauert. Frauen sind von dieser Krankheit etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Abhängig von der Anzahl der Haupt- und Zusatzsymptome unterscheiden die Mediziner folgende Schweregrade: leichte depressive Episode, mittelschwere depressive Episode, schwere depressive Episode.

Depression und depressive Verstimmung – ein gefährliches Geschwisterpaar

Viele Menschen erleben ab und an Phasen, in denen sie sich niedergeschlagen, unruhig, müde, traurig und antriebslos fühlen. Meist geht ein solches Seelentief nach ein bis zwei Wochen vorbei. Halten die negativen Gedanken und Gefühle jedoch länger an und sind stärker ausgeprägt als normal, handelt es sich in der Regel um eine depressive Verstimmung, die sich im schlimmsten Fall zu einer ernsten Depression entwickeln kann.

Stimmungstiefs und Depressionen: Ursachen

Für depressive Verstimmungen oder gar Depressionen gibt es ganz unterschiedliche Ursachen. Dazu gehören etwa Krankheiten, die den Stoffwechsel beeinflussen (beispielsweise Diabetes), und Erkrankungen neurologischer Art. Großen Einfluss auf die Psyche haben außerdem schwere Infektionskrankheiten und Herzkrankheiten. Besonders ältere Menschen sind oft von Krankheiten und schwerwiegenden Veränderungen in ihrem Leben betroffen und haben ein höheres Risiko, eine depressive Verstimmung zu entwickeln. Im Alter, aber auch bei jungen Menschen, können zudem Medikamente Auslöser eines Stimmungstiefs sein.

Welche Symptome können auf eine depressive Verstimmung beziehungsweise eine Depression hindeuten?

Eine depressive Verstimmung oder im schlimmsten Fall eine Depression festzustellen, ist nicht immer einfach. Halten typische Anzeichen jedoch länger als zwei Wochen an, kann das auf eine depressive Episode hinweisen. 

Zu den Hauptsymptomen zählen:

  • anhaltende Niedergeschlagenheit
  • Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • Freud- und Interessenverlust
  • erhöhte Müdigkeit


Zusatzsymptome können sein:

  • Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle
  • Schuldgefühle
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Hoffnungslosigkeit
  • Veränderung des Appetits
  • Suizidgedanken

Darüber hinaus gibt es weitere charakteristische Symptome wie:

  • Grübeln
  • Unruhe
  • Gefühllosigkeit
  • Libidoverlust
  • körperliche Symptome

Wie können Depressionen behandelt werden?

Die Behandlung einer Depression erfolgt unabhängig von der Ursache mithilfe einer medikamentösen Therapie und/oder einer Psychotherapie. Bei den Medikamenten handelt es sich in erster Linie um Antidepressiva. Anders als Schmerz- oder Beruhigungsmittel benötigen diese in der Regel zehn bis vierzehn Tage, bis der Patient eine erste Besserung spürt. Daher ist es wichtig, dass die Betroffenen, das verordnete Arzneimittel durchgängig einnehmen und nicht wegen vermeintlich nicht vorhandener Wirksamkeit eigenmächtig absetzen.

Voraussetzung für eine sinnvolle Psychotherapie ist die aktive Mitarbeit des Patienten. Deshalb kann das psychotherapeutische Gespräch bei schwereren Verlaufsformen oftmals erst nach einer Vorbehandlung mit Antidepressiva stattfinden. Welches psychotherapeutische Verfahren sich jeweils am besten eignet, wird in einem persönlichen Therapiekonzept zwischen Arzt und Patienten festgelegt.

Was ist eine Winterdepression?

Die lange Dunkelheit in den Herbst- und Wintermonaten führt bei vielen Menschen zu einer vorübergehend gedrückten Stimmung. Hierbei handelt es sich jedoch in der Regel nicht um eine Depression in medizinischem Sinne. Eine echte Winterdepression ist eher selten und betrifft nur etwa ein bis drei Prozent der Gesamtbevölkerung. Wer darunter leidet, ist nicht unbedingt traurig und niedergeschlagen, sondern vor allem müde, lustlos und abgeschlagen. Typisch für die saisonal abhängige Depression sind ein erhöhtes Schlafbedürfnis und Heißhunger nach kalorienreichen, süßen Speisen.

Verantwortlich für diese Form der Depression sind der Mangel an natürlichem Tageslicht und die verminderte Lichtintensität während der dunklen Monate. Licht signalisiert dem Körper das stimmungsaufhellende Hormon Serotonin zu produzieren. Gleichzeitig verringert der Körper die Ausschüttung des Hormons Melatonins, das den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst.

Behandelt wird die Winterdepression genauso wie andere Depressionsformen. Viele Patienten profitieren außerdem von einer speziellen Lichttherapie mit sehr hellen Lichtquellen (mindestens 10.000 Lux), die den Lichtmangel ausgleichen und den Tag künstlich verlängern. Allein mit dieser Therapie lässt sich die Depression jedoch meist nicht ausreichend in den Griff bekommen.

Hilfe zur Selbsthilfe – was können die Betroffenen selbst tun?

Während eine schwere Depression grundsätzlich in ärztliche Hände gehört, können bei einer leichten depressiven Verstimmung unter anderem zunächst folgende Maßnahmen helfen, die seelische Balance wiederzugewinnen:

  • Sport und Bewegung
  • Übungen zur Entspannung (Meditation, Yoga, autogenes Training)
  • Gespräche und soziale Kontakte
  • eine vollwertige Ernährung
  • ausreichend Licht (Bewegung an frischer Luft)
  • genügend Freizeit für ausgleichende und/oder spannende Hobbys
  • regelmäßige Schlaf- und Wachzeiten

Des Weiteren bietet die Naturheilkunde verschiedene Möglichkeiten der Selbstmedikation. Hoch dosierte Extrakte aus Johanniskraut hemmen beispielsweise die Wiederaufnahme von Neurotransmittern wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin in die Nervenzellen. Dadurch bleiben diese Botenstoffe länger im sogenannten synaptischen Spalt (Raum zwischen den Nervenzellen), und können weiterwirken.

Wer sich nicht sicher ist, ob es sich bei seinem Problem noch um eine depressive Verstimmung oder bereits um eine Depression handelt, findet im Internet verschiedene Möglichkeiten zum Selbsttest. Beispielsweise hat das Max-Planck-Institut einen solchen Text für die WHO erstellt. Bei einem länger anhaltenden ausgeprägten Stimmungstief ist jedoch grundsätzlich ein Arzt oder ein Psychotherapeut der richtige Ansprechpartner.

Weitere nützliche Informationen zu diesem Thema finden Betroffene und interessierte Laien auf unseren Produkt- und Serviceseiten.

Studie: Die geheime Logik der Depression

Tiefenpsychologische Studie legt verborgene Struktur offen
Unsere derzeitige Kultur ist auf Glücksmaximierung ausgerichtet und verspricht Jedem unbegrenzte Machbarkeit. Daraus ergibt sich eine spannende Frage: Wie passt eine Depression mit ihrer unendlichen Traurigkeit, dem Gefühl lahmgelegt zu sein oder sich isoliert zu fühlen zur Maxime, dass Jeder seines eigenen Glückes Schmied ist?

Eine aktuelle Pascoe-Studie in Kooperation mit dem rheingold institut bringt Licht in die Dunkelheit. Mit zweistündigen Tiefeninterviews lösten die Befrager eine Welle an Erzählungen aus, die die Interviewer regelrecht überflutete. Entstanden sind erstaunliche Erkenntnisse zur Struktur depressiver Verstimmungen, die weit über eine biologistisch-genetische oder medizinisch-chemische Betrachtung hinausgehen.

Aus dieser Struktur ergeben sich Handlungsansätze als Wege aus der Depression

1. Sich offen mit eigenen Ansprüchen auseinandersetzen und sie relativieren
2. Vorbeugend Dehnungsfugen im Alltag einrichten: ausgedehnte Pausen, unverplante Tage, Momente der Langeweile und des Müßiggangs
3. Sich trauen, Depression nicht nur zu benennen, sondern auch andere daran teilhaben lassen, wie es einem wirklich geht
4. Priorisierungen im Alltag treffen: kleine unperfekte Zwischenschritte ausprobieren
5. Energie nach außen lenken und Blick jenseits der Symptome eröffnen
6. Verantwortung für sein Tun übernehmen
7. Seelenhygiene statt Schonwaschgang:

  • sich aktiv wehren
  • Verluste oder Niederlagen betrauern - nicht nur hinnehmen
  • sich auch mal unbeliebt machen
  • bereit sein, Einschränkungen nicht nur als Kränkung zu erleben, sondern als Anstoß sich selbst und seine Umwelt aktiv in Frage zu stellen.

8. Heilpflanzen wie Passionsblume, Johanniskraut und Baldrian nutzen, um den Teufelskreis zu durchbrechen (z. B. in Neurapas balance)

Hilfe ist wichtig

Halten Stimmungstief und Niedergeschlagenheit länger an oder beherrschen sie dauerhaft den Alltag, sollten Sie sich unbedingt von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker beraten lassen.

Bei depressiven Verstimmungszuständen mit nervöser Unruhe kann NEURAPAS® balance helfen, neue Kraft für Ihre Seele zu tanken.

Ausgeglichen und belastbar sein durch die Kombination von gleich drei Heilpflanzen:

  • Johanniskraut: stärkt die Nerven und hellt die Stimmung auf
  • Passionsblume: wirkt entspannend und beruhigend
  • Baldrian: hilft bei Unruhe und Einschlafstörungen 

NEURAPAS® balance
Pflanzliches Arzneimittel bei depressiver Verstimmung und nervöser Unruhe
Ab 18 Jahren
Enthält Laktose

  • Machen Sie sich klar, dass eine depressive Verstimmung nicht das Ergebnis persönlichen Versagens oder einer Charakterschwäche ist.
  • Suchen Sie das Gespräch mit Freunden und einem Therapeuten
  • Lernen Sie „NEIN“ zu sagen!
  • Nutzen Sie die Heilkraft von Sonne und Sport: Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft.
  • Schlafen Sie zu regelmäßigen Zeiten und ziehen Sie sich tagsüber nicht ins Bett zurück.
  • Setzen Sie sich nicht unter Druck, sondern legen Sie konkrete und überschaubare Ziele für den Tag fest.
  • Lassen Sie Ihren Tränen freien Lauf; das nimmt den Druck.
  • Erlernen und praktizieren Sie regelmäßig Entspannungsübungen (Yoga, Autogenes Training, Tai Chi).
  • Erfahren Sie mehr über „Die geheime Logik der Depression“