50 Jahre Forschung und Entwicklung
Bereits im Jahr 1961 gründeten wir unsere Forschungsabteilung. Hier wurden bis zum heutigen Tag weit über hundert Studien durchgeführt und über zwei Millionen Krankheitsgeschichten von Patienten dokumentiert.
Doch genau genommen beginnt unsere Forschungsgeschichte schon viel früher. Der Apotheker Friedrich H. Pascoe arbeitete Zeit seines Lebens an der Erforschung pflanzlicher Wirkstoffe. Seit Ende des 19. Jahrhunderts widmete er sich der Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln aus Pflanzen. In intensiver Zusammenarbeit mit Emanuel Felke, einem Pionier der neuzeitlichen Naturmedizin, beobachtete er die synergistische Wirkung von zeitgleich verabreichten homöopathischen Einzelsubstanzen. Zahlreiche Komplexhomöopathika wurden in unserem Hause entwickelt.
Was Emanuel Felke beobachtete und Friedrich H. Pascoe weiterentwickelte, wurde später mit modernen Methoden optimiert. In den 60er Jahren arbeitete unser Labor zunächst auf nationaler Ebene und führte in enger Zusammenarbeit mit Kliniken und Praxen eine Vielzahl placebokontrollierter, doppelblinder, klinischer Studien durch zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der naturmedizinischen Arzneimittel des Hauses.
Seit rund zehn Jahren beteiligen wir uns auch an internationalen Forschungsvorhaben. So arbeiteten wir beispielsweise 2003 mit der Queen’s University in Belfast / Nordirland zusammen an einem Projekt über LYMPHDIARAL®. An der dortigen Universität wurde unter der Leitung von Professor Dr. Noel McHale einem der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet des Lymphsystems, der Wirkmechanismus dieses homöopathischen Komplexmittels erforscht.
Im Mittelpunkt weiterer Studien steht unser NEURAPAS® balance, in dem Extrakte von Johanniskraut mit Passionsblume und Baldrian kombiniert sind. Im Jahr 2004 untersuchte Professor Dr. Veronika Butterweck, Mitglied des Editorial Boards des internationalen Fachjournals Phytomedicine, über zwölf Monate hinweg das Synergiegeschehen dieser pflanzlichen Dreierkombination. Außerdem konnte sie nachweisen, dass sowohl die Serotonin- als auch die GABA-Neurotransmission durch die Kombination moduliert wird.
2008 ließen wir an der University of Texas Medical Branch in Galveston unter der Leitung von Professor Dr. Daniel L. Traber nach weiteren Einsatzmöglichkeiten des Hochdosis-Vitamin-C-Präparats PASCORBIN® forschen, eines unserer erfolgreichsten Präparate. Am Pharmakologischen Institut der Phillips-Universität Marburg wurde der Wirkmechanismus dieses Vitamins untersucht.
Die wissenschaftliche Erforschung arzneilich wirksamer Bestandteile aus homöopathischen und pflanzlichen Kombinationspräparaten hat für uns einen hohen Stellenwert. Zwar kann die Naturmedizin auf Jahrhunderte an Erfahrung und Beobachtung zurückgreifen, doch ihr Potential ist deshalb noch lange nicht ausgeschöpft. Die Untersuchung von Synergien bei pflanzlichen und homöopathischen Arzneimitteln wie auch ihre Wirksamkeit bleibt für uns auch weiterhin eine Herausforderung.
