Von Bärbel Tschech

Naturmedizinischer Wirkstoff Zink

Zincum

Kurz & knapp

Zink ist ein Metall, welches in der Erdkruste vorkommt. Alle Lebewesen benötigen dieses Mineral als essenzielles Spurenelement, weil es an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist. Insbesondere für Immunsystem, Säure-Basen-Haushalt sowie Haut, Haare und Nägel spielt es für uns eine wesentliche Rolle. Viele Menschen nehmen aber zu wenig davon auf bzw. können das Mineral nicht ausreichend aus der Nahrung aufspalten.

Was ist Zink und was bedeutet der Name?

Das althochdeutsche Wort Zinko bezeichnete eine Zacke oder Spitze und ist Namensgeber für das bläulich-weiße, spröde Metall. Die Tatsache, dass das flüssige Zink zackenförmig erstarrt, gab ihm den Namen. Auch das sprichwörtliche „gezinkt“, also markiert (signiert) sein, hat hier seinen Ursprung, denn als „Zinken“ bezeichnete man die geheime Verständigung unter Landstreichen und Betrügern mittels Zeichen. Sie zinkten beispielsweise Häuser, die sich für einen Raubzug lohnten oder Spielkarten.
Heute wird das Metall vor allem als Korrosionsschutz von Eisen- und Stahlprodukten genutzt – sie werden dazu verzinkt. Auch in Legierungen wird es verwendet – Messing beispielsweise ist eine Kupfer-Zink-Legierung.
Das chemische Element Zink (Zn) steht an 24. Stelle hinsichtlich der Häufigkeit in der Erdkruste – noch vor Kupfer und Blei.

Wer braucht Zink?

Der Mensch braucht diesen Mineralstoff, aber er ist auch für alle anderen Lebewesen essenziell. Das bedeutet: Es handelt sich um ein lebenswichtiges Spurenelement, das an nahezu allen physiologischen Vorgängen im Körper beteiligt ist. Im menschlichen Körper gehörtes  neben Eisen sogar zu den häufigsten Spurenelementen. Besonders hoch ist die Konzentrationen in unseren Haaren, Muskeln, Knochen, Eierstöcken bzw. der Prostata und im Pankreas (Bauchspeicheldrüse).

Welche Bedeutung hat das Spurenelement Zink?

Das silbrige Metall zählt zu den wichtigsten Mineralstoffen für den Stoffwechsel und ist Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen und Hormonen. Mehr als 300 Enzymsysteme im menschlichen Körper enthalten dieses essenzielle Spurenelement. Damit ist es unentbehrlich für die Aufrechterhaltung einer ganzen Reihe von Körperfunktionen. Viele Hormone brauchen dieses Spurenelement, aber auch für die Zellteilung und das Wachstum der Zellen spielt dieser Stoff eine wichtige Rolle. Deshalb ist ein Zinkmangel gerade in Geweben mit einer hohen Zellteilungsrate spürbar - das bedeutet in Haut, Schleimhaut und Immunsystem. 

Der Mineralstoff ist darüber hinaus für den Säure-Basen-Haushalt im Körper unverzichtbar. Eine ausreichende Zinkzufuhr ist auch wichtig für Leistungsfähigkeit, Immunsystem, Nägel, Haare, Haut und Sehkraft. Außerdem trägt dieses Spurenelement dazu bei, unsere Körper-Zellen vor freien Radikalen zu schützen.

Wie erkennt man Zinkmangel?

Da der Mineralstoff so viele Funktionen im Körper hat, sind die Folgen von Zinkmangel sehr vielfältig, aber auch unspezifisch.

Ein Zinkmangel kann sich zum Beispiel in diesen Symptomen äußern:

  • Haarausfall, Hautprobleme
  • Verzögerung der Wundheilung
  • Infektanfälligkeit

Wo in der Nahrung ist Zink enthalten?

Der Mineralstoff kann im Körper nicht gespeichert werden. Deshalb muss er regelmäßig von außen zugeführt werden. Besonders gute Zinkquellen sind die tierischen Lebensmittel, hier insbesondere die roten Fleischsorten und die Innereien. Auch in Käse, Nüssen und Vollkornprodukten ist der Zink-Gehalt relativ hoch. Der gleichzeitig hohe Gehalt an Phytinsäure in pflanzlichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten und Nüssen vermindert allerdings die Zinkaufnahme.

Tabelle: Zink-Gehalt pro 100 g ausgewählter Lebensmittel

Lebensmittel

Zink-Gehalt in mg pro 100 g Lebensmittel

Schweineleber

6,3

Lammfleisch

2,3

Karpfen

0,9

Haferflocken

4,1

Weizenvollkornbrot

2,1

Reis, natur

1,5

Erdnüsse

3,1

Walnüsse

2,7

Linsen

3,7

Rosenkohl, Spinat, Brokkoli

0,6

Gouda (45 % in Tr.)

3,9

Vollmilch, Buttermilch, Joghurt

0,4


Eine ausgewogene Ernährung ist also wichtig, um einem Zinkmangel vorzubeugen, aber nicht immer ausreichend. Aufgrund von einseitigen Ernährungsgewohnheiten und verschiedenen anderen Faktoren ist Zinkmangel deshalb auch in westlichen Ländern nicht selten.

Welche Rolle spielt Zink für die Säure-Basen-Balance?

Auch für den Säure-Basen-Stoffwechsel ist Zink unverzichtbar. Zum Verständnis ist ein kurzer Abstecher in die Chemie nötig: Das Enzym Carboanhydrase benötigt Zink, um die chemische Reaktion von Kohlendioxid und Wasser zu Bicarbonat zu katalysieren. Ohne dieses Enzym würde also kein Bicarbonat gebildet werden können. Bicarbonat ist aber die wichtigste Puffersubstanz in unserem Körper. Sie gewährleistet beispielsweise, dass überschüssige Säuren neutralisiert werden und der pH-Wert im Blut konstant gehalten werden kann, was für uns lebenswichtig ist.

Zink - das Power-Mineral:

  • unterstützt Säure-Basen-Haushalt
  • stärkt das Immunsystem
  • unterstützt die Gedächtnisleistung
  • ist ein Antioxidans

Was tun bei Zinkmangel?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie nicht ausreichend Zink zu sich nehmen, lassen Sie sich am besten zuerst von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder/und Apotheker beraten. Möglicherweise empfiehlt er Ihnen ein entsprechendes Medikament oder auch ein Nahrungsergänzungsmittel, welches Ihren Zinkbedarf decken kann. Lassen Sie sich auch dazu beraten, welche Dosierung die individuell richtige für Sie ist. 

Zink trägt

  • zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei
  • zu einem normalen Kohlenhydrat-Stoffwechsel bei
  • zu einer normalen kognitiven Funktion bei
  • zu einer normalen DNA-Synthese bei
  • zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei
  • zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei
  • zu einem normalen Fettsäurestoffwechsel bei
  • zu einem normalen Vitamin-A-Stoffwechsel bei
  • zu einer normalen Eiweißsynthese bei
  • zur Erhaltung normaler Knochen bei
  • zur Erhaltung normaler Haare bei
  • zur Erhaltung normaler Nägel bei
  • zur Erhaltung normaler Haut bei
  • zur Erhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut bei
  • Erhaltung normaler Sehkraft bei
  • zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung
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Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Wirkstoff-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen von Arzneimitteln.

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