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Naturmedizinischer Wirkstoff Strychninnitrat

Strychninum nitricum

Strychnin ist, wie das in Wasser leichter lösliche Strychninum nitricum (Strychninnitrat), ein extrem giftiges Alkaloid. Schon in sehr geringen Dosen führt es zu einer Muskelstarre. In äußerst geringen Dosen wurde es früher als Analeptikum eingesetzt. Zudem wurde es als Rattengift verwendet. Erstmals isoliert wurde es im Jahr 1818 durch die französischen Apotheker Pierre Joseph Pelletier und Joseph Bienaimé Caventou. Im Jahr 1946 gelang es Sir Robert Robinson die komplexe Struktur des Strychnins aufzuklären. Nur wenige Jahre später im Jahr 1954 gelang Robert Burns Woodward zum ersten Mal die chemische Synthese des Strychnins. Sowohl Robinson als auch Woodward wurden für ihre Leistung mit dem Nobelpreis geehrt.

Strychnin kommt in den Samen der gewöhnlichen Brechnuss (Nux Vomica) sowie in der mit ihr eng verwandten Ignatiusbohne (Strychnos ignatii) vor.

Strychnin kann bereits ab einer Menge von 30 mg für einen ausgewachsenen Menschen tödlich sein. Allerdings eignet sich Strychnin, im Gegensatz zur Darstellung in vielen Kriminalromanen und Filmen, nicht sonderlich gut zum Mord, da es bitter schmeckt und auch in einer Verdünnung von 1:130.000 noch in Wasser geschmacklich wahrnehmbar ist.

In der Homöopathie wird es eingesetzt bei Muskelkrämpfen, nervöser Übererregbarkeit, extremer Reizbarkeit, Asthma sowie gesteigerter Reflexbereitschaft durch Sinneseindrücke.

Homöopathische Anwendung von Strychninnitrat

Balsam für erregte Nerven unterstützt Entspannung bei:

  • Muskelkrämpfen
  • nervöser Übererregbarkeit, extremer Reizbarkeit
  • Asthma
  • gesteigerter Reflexbereitschaft durch Sinneseindrücke