8 Fragen an Extremsportler

Felix Wiemers

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Felix Wiemers: Ein junger Freerider erobert die Berge

Felix Wiemers – ein echter „hessischer Bub“ aus Biedenkopf. Schon als Kind war der heute 27-Jährige extrem sportbegeistert. So wurde er mehrfach hessischer Jugendmeister im Kunstturnen, entdeckte aber auch schon in frühen Jahren seine Liebe zu einem Sport außerhalb der Halle: Skifahren. Besonders das freie Fahren abseits der Pisten wurde zu seiner Passion. 2011 bestritt er seinen ersten Freeride-Wettkampf – und gewann. Heute ist er eines der vielversprechendsten Talente der internationalen Freeride-Szene.

Felix, erklär´ uns doch mal, was unter Freeriden zu verstehen ist, wie Du dazu gekommen bist und was Dich so daran fasziniert?

Felix: Freeriden ist eine Form des Skifahrens, bei der man sich abseits von präparierten Pisten im freien Gelände bewegt. Ich bin zu dem Sport über meine Eltern gekommen, die selbst begeisterte Skifahrer sind und mich sowie meine Geschwister schon früh mit ins Gelände genommen haben. Teile des Berges aus eigener Kraft zu erklimmen, um dann im unberührten Pulverschnee hinabzufahren hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht. Ich bin fasziniert von der Kombination aus Fitness und Freiheit, so dass ich mich seit ein paar Jahren auch in Wettbewerben messe. Durch spektakuläre Filmdrehs und Fotoshootings hoffe ich, jedem einen Einblick in diese besondere Art des Skifahrens zu geben.

Der Berg wird also aus eigener Kraft erklommen? Wie können wir uns das vorstellen?

Wir nehmen zwar auch die vorgesehenen Lifte am Berg in Anspruch, um erst einmal in ein bestimmtes Gebiet zu kommen, doch häufig müssen wir aus eigener Kraft zu einer Abfahrt laufen. Entweder nutzen wir dazu Tourenski oder laufen mit den Skiern auf dem Rücken. Insgesamt brauchen wir den Lift sicherlich deutlich weniger als ein klassischer Skitourist und erzielen dadurch eine bessere Ökobilanz. Vor allem sind wir nicht auf Kunstschnee angewiesen: Wenn es nicht schneit, kann man nicht Freeriden.

Das Thema Naturschutz spielt für Freerider also auch eine große Rolle?

Felix: Es ist doch ganz klar, dass man in unserem Sport mit der Natur zusammen arbeiten muss. Die globale Erwärmung ist natürlich ein Feind von jeglichem Skisport. Wer in der Natur Spaß haben will, muss sie auch schützen. Immer wieder gibt es in Skigebieten Bereiche, die zum Freeriden gesperrt sind, da sich hier Tiere zurückziehen. Das sollte respektiert werden.

Das ist sehr verantwortungsbewusst. Wie sieht es denn mit der Sicherheit beim Freeriden aus? Nutzt ihr spezielle Ausrüstungen?

Felix: Die Natur birgt für den Freerider einige Gefahren. Wer nach immer anspruchsvolleren Hängen sucht, muss besonders die Lawinensituation im Auge behalten. Entscheidend ist, dass man nie alleine am Berg unterwegs ist. Außerdem wird jeden Morgen, bevor es ins Gelände geht, die Lawinensituation geprüft. Für den Ernstfall muss immer ein Notfall-Kit an Equipment dabei sein. Ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät wird unter der Kleidung getragen. Es sendet stetig Signale, sodass man gefunden werden kann. Außerdem ist man mit diesem Gerät in der Lage, auch nach einem Verschütteten zu suchen. Damit das überhaupt gelingen kann, ist im Rucksack eines jeden Freeriders eine Schaufel und eine Sonde. Der Umgang mit dem Equipment muss perfekt trainiert sein. Zusätzlich hilft ein Airbag-Rucksack in einer Lawine an der Oberfläche zu bleiben. Dazu wird im Notfall ein Luftkissen aufgeblasen. Die entscheidende Sicherheitsmaßname ist jedoch, gefährliche Hänge zu umfahren und in extremen Wetterlagen ganz auf das Geländefahren zu verzichten. Bisher musste ich noch nie nach jemandem suchen oder war verschüttet – und das soll auch so bleiben.

Das hört sich nach einem schönen abenteuerlichen aber auch anstrengenden Sport an. Da musst Du körperlich sicher in Form sein. Wie hältst Du Dich fit?

Felix: Ich nutze den Sommer, um im Winter in Form zu sein. Ich bin aktiver Kunstturner und nutze den Sport um sowohl koordinativ als auch konditionell in Schuss zu sein. Außerdem strampele ich fast täglich auf dem Mountainbike, sodass die Beine in Schwung bleiben.

Auch die Ernährung, der Mineral- und Elektrolyt-Stoffwechsel spielen da eine große Rolle. Achtest Du auf eine ausgewogene Ernährung?

Felix: Ich probiere natürlich mich ausgewogen zu ernähren, um meinem Körper die optimale Voraussetzung für die Leistungen zuzuführen. Allerdings ist das nicht immer ganz einfach – vor allem wenn man auf Reisen ist. Ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt und eine schnelle Regeneration nach geleisteter Muskelarbeit sind einer der entscheidenden Faktoren für den Trainingserfolg. Hier sind für mich die Basentabs eine wunderbare Unterstützung.

Verrate uns doch noch, in welchem Gebiet Du Dich am liebsten aufhältst und warum?

Felix: Ein absoluter Geheimtipp ist für mich das Pitztal. Hier hat man Ruhe in der Natur, da es nicht so überlaufen ist wie andere Täler, dennoch sind die Möglichkeiten meinen Sport auszuüben dort phänomenal.

Liegt Dir noch etwas auf dem Herzen was Du Freeridern oder solche, die sich dafür interessieren, sagen möchtest?

Felix: Ich freue mich über jeden, den ich für den Sport begeistern kann, aber will auch mit auf den Weg geben, dass Freeriden nicht ganz ungefährlich ist. Anfängern empfehle ich, sich professionelle Anleitung zu holen, um wirklich Spaß dabei zu haben.

Schönes Schlusswort. Danke für Deine Zeit und „Ski Heil!“ oder welchen Gruß benutzen Freerider?

Felix: „Ski Heil!“ gilt wohl für alle Skifahrer! Danke und viel Spaß im Schnee an alle!

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