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Vorsicht bei Grapefruits und Medikamenten

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Einige Zitrusfrüchte wie Grapefruits oder Limetten beeinflussen die Wirkung von Arzneimitteln – mit fatalen Folgen

Grapefruits, egal ob als Fruchtfleisch, Saft oder Marmelade können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen, indem sie deren Wirkkraft um ein Vielfaches verstärken. Ursache sind die enthaltenen Furanocumarine. Diese Stoffe blockieren Enzyme in der Leber und Darmschleimhaut, die für den Abbau von Medikamenten zuständig sind: die sogenannten Cytochrome (abgekürzt „CYP“). Auf diese Weise kann sich die Konzentration der Arzneiwirkstoffe im Körper extrem erhöhen.

In der Kombination mit Grapefruit können schwere Nebenwirkungen auftreten zum Beispiel Nierenversagen oder Magen-Darm-Blutungen. Bei den Arzneimitteln, die empfänglich für Wechselwirkungen mit Grapefruitssaft sind, handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente. Darunter finden sich beispielsweise Herz-Kreislauf-Mittel, Antibiotika, Krebsmittel und Medikamente zur Blutfettsenkung. Wenn Sie solche Arzneimittel einnehmen, lesen Sie bitte sorgfältig die Packungsbeilage und befragen Sie den behandelnden Arzt nach möglichen Wechselwirkungen mit Grapefruits. Im Zweifel ist es besser, auf Grapefruits zu verzichten.