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Vitamin-C-Infusionen schützen vor Sehverlust nach Hornhautentzündung

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Keratitis: Infundiertes Vitamin C als Begleittherapie erfolgreich

Rote, schmerzende Augen, Fremdkörpergefühl, Lichtscheu, schlechtes Sehen?

Das sind die unangenehmen Symptome einer Hornhautentzündung. Die Folgen einer solchen Entzündung können aber noch viel massiver sein: Hornhautgeschwülste, Trübungen der Hornhaut und Gefäßneubildungen können zu einem dauerhaften Sehverlust führen. Die gute Nachricht: Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigt, dass Vitamin C die Wundheilung fördert und das Ausmaß der Hornhauttrübung deutlich reduziert.

Vitamin C: unverzichtbarer Wundheilungs- und Schutz-Faktor

Vitamin C ist an der Kollagenbildung beteiligt und damit wichtiger Bestandteil der Wundheilung. Durch seine anti-oxidative und anti-entzündliche Kraft schützt es vor Gewebeschäden.

Gute Gründe für die Universitätsklinik in Jinju im Rahmen der Studie bei Patienten mit infektiöser Hornhautentzündung begleitend zur Standardtherapie Vitamin C zu verabreichen. Dies erfolgte entweder in Form von Tabletten oder als Infusion.

Der Studienablauf sah wie folgt aus: Eine Patienten-Gruppe erhielt dreimal täglich 1 Gramm Vitamin C als Tablette, eine zweite Gruppe erhielt zweimal täglich eine Infusion mit je 10 Gramm und eine dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe.

Wegweisendes Studienergebnis

Die Ergebnisse der Studie sind ausgesprochen positiv ausgefallen: Vitamin C reduzierte das Ausmaß von Hornhauttrübung und Gewebeschäden in statistisch aussagekräftiger Weise („signifikant“). Im Vergleich zur Tablettengruppe konnte zu dem festgestellt werden: Die Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie war der oralen Einnahme in Form von Tabletten deutlich überlegen.           

Quelle:
Cho, Y. W., W. S. Yoo, et al. (2014). "Efficacy of systemic vitamin C supplementation in reducing corneal opacity resulting from infectious keratitis." Medicine (Baltimore) 93(23): e125.