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Nicht nur für die Füße: BEINwell, BeiFUSS und WEGerich

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Heilpflanzen wachsen oft genau da, wo man sie braucht: Wanderer werden gleich am Wegrand fündig

Müde Beine vom langen Wandern?

Kräuter-Kundige müssen gar nicht weit gehen, um die passenden Heilpflanzen zu finden: An jedem Wegrand ist der Wegerich zu finden. Spitz- oder Breit-Wegerich ist es in unseren Breiten meist. Lateinisch heißt der Wegerich Plantago, von planta = Fußsohle. Wen wundert es, dass ausgerechnet dieses Kraut, welches so gut mit den schwierigen Lebensbedingungen verdichteter Böden an Wegrändern klarkommt, seine Heilkräfte den geschundenen Fußsohlen eines Wanderers schenkt? Tatsächlich verwendete man früher Auflagen von Breitwegerich-Blättern als Wundauflage, aber auch, um müde Füße am Abend wieder zu stärken. Auch beim Laufen unter die Fußsohle gelegt, sollten die Blätter kräftigen. Ganz ähnliche Anwendung fanden übrigens Beifuß und Beinwell.

Mit Schleimspuren hat sich der Wegerich die ganze Welt erobert

Ursache dafür ist die gelungene Ausbreitungsstrategie der Samen: Die Samenschalen quellen stark auf. Durch diese Schleimbildung haften sie gut und können weit fortgetragen werden. Zum Beispiel bis nach Südamerika - durch die ersten spanischen Siedler.

Tatsächlich galt der Spitzwegerich unter den Indianern als die „Spur des weißen Mannes“, die sich nachhaltig entlang der von ihm eingeschlagenen Wege durch den neu entdeckten Kontinent zog.

Aus dem Osten erfolgte die Ausbreitung eines nahen Verwandter unserer heimischen Wegeriche: des Indischen Flohsamens Plantago ovata. Grund für seine Verbreitung war ebenso die enorme Quell-Fähigkeit seiner Samenschalen. Doch bei dieser Art nutzte man diese Eigenschaft ganz gezielt für medizinische Zwecke. Die Schalen können mehr als das 50-fache an Wasser binden. Dadurch regen sie die Darmperistaltik an und kommen so als Darmregulans zum Einsatz - und das inzwischen weltweit.

Ein bekanntes pflanzliches Arzneimittel, welches die Quellfähigkeit und Schleimbildung (Schleim = mucus) der gemahlenen Plantago-ovata-Samenschalen nutzt, ist Pascomucil®.

Doch Wegerich kann noch viel mehr

Bestens geeignet als Erste Hilfe bei juckenden Insektenstichen ist der durch Quetschen aus den Blättern austretende Saft des Spitzwegerichs. Die Schleim- und Gerbstoff-Droge kommt auch äußerlich bei Hautverletzungen und innerlich bei Entzündungen der Schleimhäute zum Einsatz.

Auch Pascoe Naturmedizin nutzt die schleimhautschützenden Eigenschaften des Breitwegerichs (Plantago major) in einem homöopathischen Hustenmittel.

Wenn Sie mehr über die anderen Weg-Begleiter Beinwell und Beifuß erfahren möchten – schauen Sie beim nächsten Pascoe-Newsletter wieder rein!

Pascomucil®
Pflanzliches Quellmittel zur StuhlregulierungPulver. Wirkstoff: Indische Flohsamenschalen, gemahlen, 2,5 g in 5 g Pulver zum Einnehmen nach Herstellung einer Suspension. Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel a) zur Behandlung von chron. Verstopfung; b) bei Erkrankungen, bei denen eine erleichterte Darmentleerung mit weichem Stuhl erwünscht ist, z. B. bei schmerzhaftem Stuhlgang nach operativen Eingriffen im Enddarmbereich, bei Einrissen an der Analschleimhaut oder Hämorrhoiden; c) für Patienten, bei denen eine erhöhte tägliche Aufnahme von Ballaststoffen ratsam ist, z.B. als unterstützende Behandlung beim Reizdarmsyndrom, wenn die Verstopfung im Vordergrund steht; und als Ergänzung einer Diät bei erhöhten Cholesterinwerten (Hypercholesterinämie). Enthält Lactose.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie
Ihren Arzt oder Apotheker.
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info(at)pascoe(dot)de, www.pascoe.de