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Aronia – die bewegte Geschichte einer einzigartigen Beere

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Vom Reiseproviant der Indianer zur begehrten Heilpflanze.

Die Apfelbeere Aronia melanocarpa stammt ursprünglich aus dem Nordosten der USA. Dort ansässige Indianer nutzen die getrockneten Beeren als Proviant namens Pemmikan, einem Gemisch aus Dörrfleisch, Fett und getrockneten Aronia. Die Aronia-Pflanze schützt ihre Samen mit dunkelvioletten Farbstoffen in den Beeren, den sogenannten Anthocyanen, vor Fressfeinden. Dass diese sekundären Pflanzenstoffe auch positiv auf die Gesundheit wirken, hatten damals auch schon die Indianer herausgefunden.

Die dunkelviolette Beere hat sogar in die Märchenwelt der Sioux Eingang gefunden: Im Märchen „Chokeberry Wildcat" schießt ein Jäger auf eine Wildkatze mit Aronia-Beeren (engl. „chokeberry“), nachdem ihm die Munition ausgegangen ist. Als er ein Jahr später im gleichen Gebiet jagte, entdeckte er einen wandelnden Aronia-Strauch: Aus den Samen im Fell der Wildkatze hatte sich ein Aronia-Strauch entwickelt.

Von Russland über den Balkan nach Deutschland
Um 1900 kam die Aronia dann nach Russland. Der Botaniker Iwan Mitschurin (1855-1935) züchtete damals frostresistente Obstsorten, die für das kalte Klima Russlands geeignet waren. Er veredelte wahrscheinlich zu diesem Zweck die Apfelbeere mit Eberesche und Mispel. Im zaristischen Russland blieben Mitschurins erste Forschungsergebnisse aber ohne große Resonanz. Kurz nach der Oktoberrevolution änderte sich die Situation: der begeisterte Pflanzenzüchter bekam von der neuen Sowjetführung Mittel für seine Forschung und Zucht – nicht nur zum Wohle der Aronia. Mitschurin erschuf über 300 neue Sorten für den Obstanbau in Russland, deshalb wurde seine Heimatstadt noch zu seinen Lebzeiten zu dessen Ehren in Mitschurinsk umbenannt. Als neue Obst-Art offiziell anerkannt wurde die Aroniabeere in der ehemaligen UdSSR erst 1946. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts gelangte die Aronia dann über den Balkan nach Mitteleuropa und auch nach Deutschland. 1976 begann man in der ehemaligen DDR mit dem Anbau in der damaligen „LPG Berglandobst" in der Nähe von Bautzen.

Warum die Aronia auch Apfelbeere heißt
Die Aronia gehört zu den Kernobstgewächsen, zu denen auch der Apfel zählt. Durch diese enge Verwandtschaft zum Apfelbaum erklärt sich auch der deutsche Name Apfelbeere. Der volkstümliche Begriff „Schwarze Eberesche“ ist jedoch irreführend, denn die Aronia gehört nicht zur Gattung der Vogelbeeren.

Von der Aronia existieren nur 3 Arten:

  • die Filzige Apfelbeere (Aronia arbutifolia)
  • die Schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa), auch glatte Apfelbeere genannt
  • Aronia prunifolia, eine natürliche Kreuzung aus Aronia arbutifolia und Aronia melanocarpa

Für unser Nahrungsergänzungsmittel Aronia-Pascoe® nutzen wir die schwarze Apfelbeere Aronia melanocarpa.

 

Quelle: Diplom-Arbeit „Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen“ von Andreas Zeitlhöfler, 2002

 

ARONIA PASCOE®
Nahrungsergänzungsmittel mit Aroniabeeren-Extrakt
Enthält Polyphenole und Anthocyane
Zutaten: Aroniabeeren-Extrakt (72,5 %), Gelatine. Verzehrsempfehlung: 2-mal täglich 1-2 Kapseln mit ausreichend Flüssigkeit schlucken. Das Produkt soll nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise verwendet werden.
PASCOE VITAL GmbH; D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de