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Wer ist eigentlich Dr. Sander?

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Einem Pionier der Säure-Basen-Forschung auf der Spur

Vor ein paar Jahren erreichte unsere Kollegin vom Empfang der Anruf einer Kundin, die gern Dr. Sander gesprochen hätte. Besagte Kollegin war ratlos - ein Mitarbeiter namens Dr. Sander war ihr nicht bekannt. Auch Nachfragen bei altgedienten Pascoe-Mitarbeitern brachten zunächst kein Licht ins Dunkel. Wer aber war dieser geheimnisvolle „Dr. Sander“?

Basenmischung nach Dr. Sander

Nach einigem Hin und Her konnte der Ursprung der Anfrage geklärt werden: Unsere Basentabs-Verpackung hatte zu dieser Zeit noch folgenden aufgedruckten Hinweis: „Basentabs pH-balance Pascoe® enthalten die Basenzusammensetzung nach Sander unter Zusatz von basischem Magnesiumcarbonat“. Nach Rückfrage in den Fachabteilungen war schnell klar: Dr. Sander hatte nie bei uns gearbeitet und war zudem schon Jahre zuvor verstorben, nämlich 1966. Aber wer war er und weshalb hat er solche Bedeutung für die Basentabs?

Was wissen wir über Leben und Werk von Dr. Sander?

Über das Schaffen des Dr. med. Dr. phil. nat. Friedrich Franz Emil Sander ist einiges bekannt: Sander kam aus einer angesehenen Arztfamilie. Bereits sein Vater und Großvater waren angesehene Mediziner in Stade. Am 31. Juli 1882 kam Friedrich Sander zur Welt und wählte nach Abschluss des humanistischen Gymnasiums den Arztberuf, ganz im Sinne der Familientradition. In den 1930er Jahren studierte er Humanmedizin in Frankfurt. Vorangegangen waren ein Studium der Naturwissenschaften und der Philosophie in Heidelberg, sowie ein Studium der Chemie, das er mit Promotion abschloss. 1937 legte Sander seine Dissertation vor: "Neue Methode zum exakten Vergleich von Aziditätsquotienten des Harnes". Hier wird schon der Grundstein dafür gelegt, dass Dr. Sander zu einem Pionier der Erforschung des Säure-Basen-Haushalts werden sollte. Nach der Promotion arbeitete er in Frankfurt als niedergelassener Arzt.

Übersäuerung wissenschaftlich untersuchen

Eine wie Sander es nannte "Gewebeversäuerung" wissenschaftlich zu untersuchen und zu belegen war das selbsterklärte Ziel des Chemikers. Er entwickelte ein Testverfahren, das den heutigen pH-Teststreifen entspricht. Seiner Annahme zufolge soll sich damit das Ausmaß einer „latenten Azidose“ (also Übersäuerung) im Bindegewebe feststellen lassen. Der Begriff wurde von Sander geprägt und wird noch heute verwendet. „Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass trotz einer "Überfüllung der Säuredepots des Organismus" gleichzeitig völlig normale Verhältnisse im Blut vorliegen können, die Übersäuerung im Blut also latent (verborgen) bleibt.“

Wie äußert sich nach Sander eine latente Azidose?

Tageskurven des Urin-pH-Wertes würden seiner Ansicht nach „einen tiefen Einblick in die Funktion des Säure-Basen-Gleichgewichts des Körpers zu den verschiedenen Tageszeiten oder als Reaktion auf gewisse Nahrungsmittel oder besondere krankhafte Zustände gewähren und somit eine Beurteilung des Säure-Basen-Gleichgewichtes erlauben“.
1953 erschien dann Sanders Hauptwerk "Der Säure-Basen-Haushalt des menschlichen Organismus", in dem er seine jahrelangen Forschungsergebnisse zusammengefasst hatte.

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, gedrückte Stimmung, belegte Zunge, schlecht durchblutete Hände, Schweißfüße, Nackensteifigkeit und vieles mehr zeichnen nach Sander eine latente Übersäuerung aus. Alle Beschwerden hätten, sofern keine Verletzungen oder angeborenen Organschwächen diagnostiziert werden können, ihren Ursprung im Bindegewebe bzw. in der Übersäuerung. Hierfür sieht er zwei mögliche Ursachen: zu geringe Basenaufnahme durch die Ernährung und krankhafte Säurebildung im Organismus. Durch Diät und ausscheidende Fastenkuren könnte man im Falle einer Übersäuerung eine Reinigung des „verschlackten“ Bindegewebes erreichen. Sander selbst ernährte sich ab den 1930er Jahren streng lakto-vegetabil mit basenüberschüssiger Kost.

Sind Dr. Sanders Erkenntnisse noch aktuell?

Eindeutig ja: Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Ernährung in den westlichen Industrie-Nationen tendenziell zu säurebildend ist und dass eine säurelastige Ernährung auf Dauer das Säure-Basen-Gleichgewicht stören kann – mit den bekannten gesundheitlichen Folgen. Sanders Erkenntnisse sind daher immer noch ein vielversprechender Ansatz zum Verständnis der Entstehung und Behandlung verschiedener Beschwerden.

Was hat sich seit Dr. Sander verändert?

Die Basentabs von Pascoe haben übrigens immer noch die Sander´sche Mischung als Basis. Neu hinzugekommen ist der Bestandteil Zink, da dieser Mikronährstoff zu einem normalen Säure-Basen-Haushalt beiträgt.

Quelle:

Semler, E., „Leben und Werk des Arztes und Chemikers Dr. med. Dr. phil. nat. Friedrich Franz Emil Sander (1882-1966). Zum 40. Todesjahr des Pioniers der Erforschung des Säure-Basen-Haushalts“, Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 47,12 (2006)

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Nahrungsergänzungsmittel
Mit Zink zur Unterstützung des Säure-Basen-Haushalts
Verzehrsempfehlung: Basentabs pH-balance Pascoe®: 3-mal täglich 2-3 Tabletten zu oder nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut schlucken.
Basenpulver pH-balance Pascoe®: 1-mal täglich zu oder nach einer Mahlzeit 1 Teelöffel voll Pulver bzw. 1 Portionsbeutel Pulver in ein Glas Wasser einrühren und trinken. Hinweise: Für Schwangere und Stillende geeignet. Nicht für Kinder unter 4 Jahren geeignet. Frei von Lactose, Gluten und Zucker, Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen. Die angegebene, empfohlene tägliche Verzehrsmenge nicht überschreiten. Das Produkt soll nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise verwendet werden.
Pascoe Vital GmbH, D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de