Vitamin C: „Obst und Gemüse - reicht das nicht?“

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Wenn ein Vitamin-C-Mangel nicht über Lebensmittel wie Obst und Gemüse bzw. über Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden kann, könnten hochdosierte Infusionen empfehlenswert sein.

Mitteleuropäer von heute haben eigentlich die besten Möglichkeiten gut versorgt zu sein – sollte man meinen. Es stehen Obst und Gemüse ganzjährig zur Verfügung, die Vitamin-C-Zufuhr müsste also eigentlich gesichert sein. So einfach ist es aber nicht: Jeder dritte Deutsche nimmt zu wenig des lebenswichtigen Vitamins zu sich, zieht man die II. Nationale Verzehrsstudie der Bundesregierung zu Rate (1).

Was ist Vitamin C überhaupt?
Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin, welches der menschliche Körper nicht selbst produzieren kann. Wie bei den meisten B-Vitaminen ist er zudem nicht in der Lage, Vitamin C zu speichern - daher muss es regelmäßig über Vitamin-C-haltige Lebensmittel aufgenommen werden. Das ist wichtig, damit Vitamin C seine unterschiedlichsten Funktionen im Körper erfüllen kann. Fettlösliche Vitamine wie Vitamin A oder Vitamin E können hingegen gespeichert werden.

Wofür braucht der Körper Vitamin C?
Bei dieser Frage denkt man in erster Linie (zu Recht) an das Immunsystem - aber neben der körpereigenen Abwehr hat das Vitamin noch sehr viele weitere Aufgaben in unserem Organismus. Große Mengen Vitamin C werden beispielsweise verbraucht, wenn man unter Stress steht. Auch die unterschiedlichsten Stoffwechsel-Prozesse sind auf Vitamin C angewiesen, etwa bei der Aufnahme von Eisen. Zudem ist es in der Lage, freie Radikale abzufangen – das sind zellschädigende Verbindungen, die unter anderem durch UV-Strahlung aber auch bei normalen Stoffwechselprozessen im menschlichen Körper entstehen und sogenannten oxidativen Stress verursachen, wenn zu viele von ihnen vorhanden sind.

Tagesbedarf und empfohlene Zufuhr
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 95 Milligramm Vitamin C für Frauen bzw. 110 mg für Männer pro Tag – dieser Wert bezieht sich jedoch auf Gesunde. Gleichzeitig fordert die DGE einen Mindestwert 0,9 mg/dl (bzw. 0,05 mM) im Blut-Plasma zur Vermeidung von Erkrankungen. Denn: Bei vielen Erkrankungen besteht ein erhöhter Bedarf und die Blutspiegel sind oftmals erniedrigt, z. B. bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen.

Was sind gute Vitamin-C-Quellen - und warum reicht gesunde Ernährung manchmal nicht aus?
Viele pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse oder frisches Obst haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Trotz des hohen Gehaltes sind hier Zitrusfrüchte wie Orangen oder Zitronen jedoch keineswegs die Vitamin-C-reichsten Lebensmittel.  Gemüse mit einem höherem Vitamin-C-Gehalt sind beispielsweise Paprika, Kohlsorten oder auch Kräuter wie Petersilie. Rote Paprika enthalten in 100 Gramm ca. 140 mg Vitamin C und damit mehr als doppelt so viel, wie 100 Gramm Zitronen (ca. 50 mg). Die unübertroffenen Spitzenreiter unter den Vitamin-C-reichsten Früchten sind Exoten, beispielsweise die CamuCamu, die Amla-Beere oder die Acerola. Aber auch heimische Früchte wie Hagebutten oder schwarze Johannisbeeren sind sehr reich an diesem Vitamin.

Ursachen für eine mangelnde Versorgung mit Vitamin C
Bei so vielen Möglichkeiten zu einer im Grunde ausreichenden Versorgung, wie kommt es dann dazu, dass zu wenig aufgenommen wird? Der erste Grund: Vitamin C baut sich sehr schnell ab. Die Ursachen für den Abbau von Vitamin C in Nahrungsmitteln sind vielfältig. Häufig kommen Lebensmittel über sehr lange Transportwege aus aller Welt per Schiff oder Bahn zu uns. Auch eine nicht angemessene Lagerung bei zu hohen Temperaturen oder mit zu viel Sonneneinstrahlung führt zu Verlusten.

Ein Beispiel: In Spinat verringert sich der Gehalt an Vitamin C nach 2 Tagen Lagerung bei 20°C um über 50%. Die Zubereitung in Kochtopf, Mikrowelle oder gar Fritteuse führt zu einer weiteren Reduktion der hitzeempfindlichen Vitamine.

Eine begrenzte Aufnahmefähigkeit des Darms ist der zweite Grund. Mit der Nahrung zugeführtes, also oral aufgenommenes Vitamin C wird über den Verdauungstrakt in den Körper überführt. Hierfür hat unser Dünndarm besondere Transportmoleküle, die das Vitamin ins Blut bringen – deren Anzahl ist aber begrenzt. Selbst bei höheren einmaligen Dosierungen wie in Vitamin-C-Tabletten gelangt in der Folge nur ein Teil der Vitamin-Menge ins Blut. Der Rest wird abgebaut oder ungenutzt ausgeschieden.

Tabletten helfen nicht weiter bei stark ausgeprägtem Vitamin-C-Mangel
Normalerweise können wir über eine ausgewogene Ernährung unseren täglichen Vitamin-C-Bedarf decken. Es gibt aber Situationen, die zu leichten Mangelzuständen führen können. Hier kann die Einnahme von Vitamin-C-Tabletten ausreichend sein.

Wenn der Vitamin-C-Mangel allerdings sehr stark ausgeprägt ist und dieser Mangel nicht oral durch die Ernährung oder zusätzliche Einnahme von Tabletten behoben werden kann, könnten Vitamin-C-Infusionen zur Behandlung erforderlich sein. Ein solcher starker – in der Medizin spricht man von einem klinischen - Vitamin-C-Mangel kann beispielsweise vorliegen bei:

  • akuten und chronischen Infektionen
  • chronisch entzündlichen Erkrankungen, z. B. Arthritis
  • Aufnahmestörungen im Darm 
  • nach Operationen
  • Raucher zählen zur Risikogruppe.

Eine Pascorbin®-Infusion versorgt dann den ganzen Körper mit Vitamin C und kann so starke Mangelzustände beseitigen. Eine solche Infusion muss in einer Praxis durchgeführt werden. Lassen Sie sich in Ihrer naturheilkundlichen Praxis beraten!

1. Max Rubner-Institut, B.f.E.u.L., Nationale Verzehrsstudie II. Ergebnisbericht Teil 2. Verfügbar unter www.mri.bund.de/fileadmin/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf, 2008.

Pascorbin®
Wirkstoff: Ascorbinsäure 150 ml pro ml Injektionslösung. Anwendungsgebiete: Zur Therapie von klinischen Vitamin C-Mangelzuständen, die ernährungsmäßig nicht behoben oder oral substituiert werden können. Methämoglobinämie im Kindesalter. Enthält Natriumhydrogencarbonat. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen, info@pascoe.de, www.pascoe.de

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