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Teufelskralle ist nicht gleich Teufelskralle

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Auch in Deutschland wachsen Pflanzen, die den Namen Teufelskralle tragen.

Im Allgäu und im Wettersteingebirge findet man beispielsweise die sogenannte Halbkugelige Teufelskralle, die den lateinischen Namen Phyteuma hemisphaericum trägt und zur Familie der Glockenblumengewächse gehört. Hier findet sich bereits der erste große Unterschied zur Afrikanischen Teufelskralle, denn diese ist eine Wüstenpflanze, die ausschließlich in Afrika zu finden ist und zwar in den namibischen Savannen und der Kalahari-Wüste. Im Gegensatz zur den in Europa vorkommenden Teufelskrallen ist die Afrikanische Teufelskralle (lat. Harpagophytum procumbens) ein Sesamgewächs und nicht näher mit ihren europäischen Namensvettern verwandt.

Nomen est omen – in unterschiedlicher Hinsicht

Auch die Namensgebung unterscheidet sich, denn die Kralle des Teufels bezieht sich bei den europäischen Varianten auf die Blütenform, bei der afrikanischen Pflanze auf deren Früchte. Sie sind mit Widerhaken ausgestattet, die zur Verbreitung der Pflanze dienen. Hier hat sich die Natur eine besonders effektive Möglichkeit ausgedacht, denn die Früchte reisen im Fell von vorbeiziehenden Tieren. Diesen Vorgang der an Tiere angepassten Ausbreitung von Pflanzensamen durch Tiere nennt man „Epichorie“. Im Fall der Afrikanischen Teufelskralle bleiben die bis zu 15 cm großen Früchte wie Kletten im Fell haften und können so große Strecken überwinden. Der lateinische Name verdeutlicht dies ebenfalls, da Harpagophytum auf Enterhaken hindeutet. 

Nur eine Art der Teufelskralle wird medizinisch verwendet

Eine pharmazeutische bzw. medizinische Bedeutung hat ausschließlich die Afrikanische Teufelskralle, genauer gesagt deren Speicherwurzeln („Harpagophyti radix“), die an Süßkartoffeln erinnern. Aus ihnen werden Arzneimittel hergestellt, wie unsere Pascoe-Agil®-240 mg-Tabletten. Hier wirken im Extrakt der Teufelskralle neben weiteren Wirkstoffen die Hauptwirkstoffe Harpagosid und Harpagid. Die „Schmerz-Kralle“ wird zum Beispiel als Begleitbehandlung bei Arthrose verwendet.

Pascoe-Agil® 240 mg

Pascoe-Agil® ist ein pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Therapie bei Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates. In jeder Tablette sind 240 mg Extrakt der afrikanischen Teufelskralle bzw. deren Wurzel enthalten. Das Medikament eignet sich für Menschen über 18 Jahre. Es lindert Gelenk-Schmerzen, hemmt Gelenk-Entzündungen, verbessert die Beweglichkeit und schützt den Gelenkknorpel.

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen der Arzneimittel.

Pascoe-Agil® 240 mg

Filmtabletten. Wirkstoff: Teufelskrallenwurzel-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Zur unterstützenden Therapie bei Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates. Hinweis: Bei akuten Zuständen, die z. B. mit Rötung, Schwellung oder Überwärmung von Gelenken einhergehen sowie bei andauernden  Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen. Enthält Lactose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info(at)pascoe.de, www.pascoe.de