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Süß, bitter und der Appetit

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Was man hinsichtlich des Appetits und Bitterstoffen wissen sollte

Bitterstoffe haben bekanntermaßen nicht nur einen Einfluss auf die Verdauung, sondern auch auf den Appetit – daher enthalten die Informationen zu pflanzlichen Bitterstoffen oftmals den Hinweis „appetitanregend“. Hier wollen wir etwas genauer hinschauen, denn viele Menschen, die von der gesunden Kraft der Bitterstoffe profitieren möchten, haben Bedenken hinsichtlich einer zusätzlichen Anregung des Appetits, wenn dieser eigentlich schon gesund ausgeprägt ist.

Gesteigerter Appetit? Bitterstoffe wirken regulierend auf den Appetit

Hier kann man Entwarnung geben: Bitterstoffe wirken nur appetitanregend, wenn der gesunde Appetit ausbleibt, beispielsweise als Folge einer Erkrankung oder Schwächezustands. Hier hat man oftmals keinen Hunger und möchte nichts essen, obwohl der Körper gerade in diesen Phasen mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden müsste. Sind wir hingegen „wohlgenährt“ werden Hungergefühle nicht zusätzlich geschürt, sondern reguliert. Gerade in niedriger Dosierung können Bitterstoffe beispielsweise die Lust auf Süßes etwas ausbremsen.

Wer also bereits über einen gesunden Hunger verfügt, muss nicht befürchten, auf einmal ständige Esslust oder gar Heißhunger zu bekommen. Für den, der aus Krankheitsgründen unter Appetitlosigkeit leidet, für den können Bitterstoffe neuen Appetit und damit auf Kräftigung bringen.

Bitterstoffe in Lebensmitteln: Immer weniger bitterer Geschmack

"Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund" - so eine alte Volksweisheit. Einige Lebensmittel enthalten gesunde Bitterstoffe, unter anderem bittere Salate wie Radicchio, Chicorée oder Rucola. Auch Gemüse wie Brokkoli oder Artischocken enthalten diese Substanzen. Bedauerlicherweise hat sich in den letzten Jahren ein Trend dahingehend entwickelt, den bitteren Geschmack aus Gemüsesorten und Obst zunehmend herauszuzüchten. Grapefruits beispielsweise sind nun deutlich süßlicher, da der bittere Anteil immer mehr verschwindet. So kommen natürliche Bitterstoffe immer weniger in unserem täglichen Speiseplan vor, was dann eine Art Teufelskreis in Gang setzt. Wer sowieso schon den bitteren Geschmack nicht sonderlich schätzt, kommt immer weniger gut damit zurecht, wenn etwas bitter schmeckt. Wer sich hingegen auf Bitterstoffe einlässt, wird zunehmend weniger Probleme mit dem bitteren Geschmack haben bzw. diesen auch schätzen lernen. Das kennen die meisten z.B. vom Kaffee: Die meisten Kinder mögen keinen Kaffee, unter anderem wegen der bitteren Note. Trinkt man dann aber regelmäßiger eine Tasse, verschwindet diese Abneigung und der bittere Geschmack wird sogar zum Genusserlebnis.

Bitterstoffe in verschiedenen Heilpflanzen und bitteren Kräutern

Viele Pflanzen enthalten Bitterstoffe, die auch für deren herben Geschmack sorgen. Zu den bitteren Pflanzen zählen auch bekannte Heilpflanzen wie Wermut, Löwenzahn oder Schafgarbe oder unbekanntere wie die Condurango. Gleiches gilt für Gewürze wie Curcuma, Ingwer oder Kardamom.

In der Phytotherapie, also der Heilkunde mit Pflanzen, sind drei Gruppen von Bitterstoffen besonders wichtig: Amara tonica, Amara aromatica und Amara acrica. Sie unterscheiden sich trotz der Gemeinsamkeit „bitter“ in ihren Eigenschaften: Amara tonica (auch Amara pura) in Löwenzahn und im Gelben Enzian wirken tonisch, also stärkend. Sie regen die Verdauungssäfte an und machen das Essen verträglicher.

In Amara aromatica sind besonders die ätherischen Öle von Bedeutung. Diese wirken beispielsweise krampfhemmend oder entzündungshemmend, wie bei Wermut oder der Bitterorange.

Die scharf schmeckenden Amara acria, die in Ingwer oder Galgant enthalten sind, regen unter anderem die Darmbewegungen und die Verdauung im Allgemeinen an.

Bitterstoffe bei Pascoe Naturmedizin

Wir nutzen die pflanzlichen Bitterstoffe aus Heilpflanzen wie dem Gelben Enzian (Gentiana lutea), der Chinarinde, der Zimtrinde und aus Pomeranzenschalen (Bitterorangen) in unserem pflanzlichen Arzneimittel Amara-Pascoe® für einen gesunden Appetit und eine gute Verdauung. Wer die pflanzlichen Bittertropfen verwenden möchte, muss keinen Heißhunger befürchten, denn wie beschrieben regulieren die Bitterstoffe den Appetit. Pflanzliche Bitterstoffe erhöhen die Verträglichkeit des Essens, fördern den Speichelfluss, die Sekretion von Magensäften und sie regen die Fettverdauung an.

Amara-Pascoe® erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke (50 ml; PZN 02219211).

Amara-Pascoe®
Pflanzliches Magen-Darmmittel, bei Magenbeschwerden, wie z. B. durch mangelnde Magensaftbildung; zur Appetitanregung. Enthält 65 Vol.-% Alkohol. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen www.pascoe.de

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