Von Thomas Kammler

So können die Begleiterscheinungen der Pandemie unsere Darmflora beeinflussen

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Die Rolle des Mikrobioms für das Immunsystem und der Einfluss von Hygienemaßnahmen

Desinfektionsmittel auf der Hand

Eine stabile, im gesunden Gleichgewicht befindliche Darmflora ist eine wirkungsvolle Infektionsbarriere gegenüber krankmachenden Keimen wie Bakterien und Viren im Darm. Zudem hat die Darmflora (mittlerweile Mikrobiom genannt) auch eine entscheidende formende Wirkung auf das Immunsystem.

Ein Großteil des Immunsystems sitzt im Darm

Das Immunsystem im Darm ist Teil des Lymphsystems. Ebenso wie die anderen Schleimhäute, die auch zum lymphatischen System gehören, spielt es eine wesentliche Rolle für das lebenslange Training des Immunsystems. Die Oberfläche des menschlichen Darms, auf deren Schleimhäuten die Darmbakterien beheimatet sind, ist enorm groß: 400- 500 Quadratmeter, was fast der Größe eines Tennisplatzes entspricht. Nicht verwunderlich also, dass das Immunsystem mit dem Darm eng in Verbindung steht: Das darmassoziierte, also dem Darm zugehörige, Immunsystem ist für 70-80 % der erworbenen Immunität mitverantwortlich.

Hygieneregeln erschweren dem Immunsystem, sich zu trainieren

Man geht davon aus, dass eine gesunde, widerstandsfähige Darmflora eine wesentliche Voraussetzung für adäquate Immunreaktionen des Körpers ist. Jeder Kontakt mit einem Erreger stellt dabei eine Trainingseinheit für das Immunsystem dar. Hier haben wir durch die Hygieneregeln der Pandemie mit einer großen Herausforderung zu tun: Die seit Monaten geltenden AHA-Regeln werden vermutlich das menschliche Mikrobiom beeinflussen. Das kann langfristig möglicherweise sogar erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben, wie eine aktuelle Studie aus den USA zeigt. Durch Abstand, Handdesinfektion und Masken verringern wir den Kontakt zu Keimen deutlich, was es dem Immunsystem erschwert, sich auf krankmachende Keime einzustellen und zu lernen.

Kindheit: Schädigungen der Darmflora wirken lange nach

Auch die Kindheit spielt in diesem Zusammenhang eine besonders prägende Rolle. Mikrobiom-schädigende Faktoren in der Kindheit können sich besonders stark und vor allem auch nachhaltig auswirken. Allen voran sei hier der häufige Einsatz von Antibiotika in den ersten Lebensjahren genannt, aber auch die Folgen einer zu sterilen Umwelt, wie sie beispielsweise durch ständige Desinfektion entsteht.

Probiotika und Darmsanierung

Bei Störungen des Mikrobioms sollte man immer daran denken, die Darmflora mit probiotischen Produkten, die Milchsäure-produzierende Bakterien enthalten, wieder „aufzuforsten“. In „hartnäckigen“ Fällen kann diese Maßnahme allein nicht ausreichen. Dann ist eine vorherige Darmreinigung bzw. Darmsanierung notwendig, um das Milieu für die gesunden Bakterien wieder lebenswert zu gestalten. Fragen Sie hierzu am besten in einer Naturheilpraxis nach einer Darmsanierung und lassen sich zu entsprechenden Produkten beraten.

Weiterführende Informationen:

Ausführliche Infos zum Immunsystem finden Sie auch hier: https://www.pascoe.de/anwendungsbereiche/immunsystem.html

Mehr Wissenswertes zur Darmgesundheit finden Sie hier: https://www.pascoe.de/anwendungsbereiche/magen-darm-verdauung/darmgesundheit.html

 

 

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