Von Thomas Kammler

Resilienz: Was psychische Widerstandskraft für unsere Gesundheit bedeutet

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Wie wird man zu einem resilienten Menschen?

Mann hält Gymnastikband - Resilienz durch Sport

Von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter ist unser Lebensweg von Herausforderungen durchzogen: Widrige Umstände, Ereignisse, die einen aus der Bahn werfen, aber auch langandauernde Krisen, gesundheitliche Probleme, Stress, starke Belastung am Arbeitsplatz oder auch die gewöhnlichen Probleme des Alltags wollen bewältigt werden. Um diese Krisen zu meistern, hat der Mensch eine Fähigkeit entwickelt, damit umzugehen: Resilienz.

Was bedeutet der Resilienz? 

Der Begriff stammt vom lateinischen Wort "resilire", was so viel bedeutet wie "abprallen" oder "zurückspringen". In der Psychologie versteht man darunter die Fähigkeit, mit innerer Stärke bzw. psychischer Widerstandsfähigkeit auf äußere Faktoren angemessen zu reagieren. Es handelt sich also um eine Art "seelisches Immunsystem". Es soll uns ermöglichen adäquat zu reagieren und handlungsfähig zu bleiben. Resilienz beschreibt also die Fähigkeit, Schicksalsschläge und Krisen zu bewältigen und dabei die eigene psychische Gesundheit trotz widriger äußerer Umstände aufrechtzuerhalten oder zumindest zeitnah wiederherzustellen.

Unzureichende Bewältigungskompetenz kann zu Unsicherheit, Stress und psychischen Belastungen führen.

Das Interesse an dieser Thematik ist keineswegs neu: Bereits in den 1950er Jahren führte der amerikanische Psychologe Jack Block eine Langzeitstudie zur psychischen Widerstandskraft bei Kindern durch und prägte den Begriff. Auch in Deutschland findet Forschung zum Thema Resilienz statt, beispielsweise am 2014 gegründeten Deutschen Resilienz-Zentrum in Mainz.

Resilienz-Definition: Eine Eigenschaft oder etwas Dynamisches?

Zunächst ging die Resilienzforschung davon aus, dass Resilienz eine Art starre Persönlichkeitseigenschaft ist. Mittlerweile setzt sich eher eine Auffassung durch, die Resilienz als einen immerfort stattfindenden Interaktionsprozess mit der Außenwelt begreift. Die Resilienzforschung hat diesen Prozess der Anpassung in Form einer veränderten Widerstandsfähigkeit untersucht und festgestellt, dass er maßgeblich durch drei Säulen bestimmt wird:

  • Es gibt einen auslösenden Faktor, der Resilienz erfordert, beispielsweise eine konkrete Krise, dauerhafter Stress oder Traumata.
  • Außerdem können Ressourcen gefunden werden, die die seelische Widerstandsfähigkeit positiv beeinflussen. Ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein sowie eine positive Einstellung zum Leben begünstigen eine gute Resilienz.
  • Hat man eine ausgeprägte eigene Resilienz, verhilft dies dem Menschen zur Fähigkeit, Menschen und Dinge anders zu beurteilen, die Einstellung zum eigenen Leben zu verändern und auch entsprechende Konsequenzen zu ziehen, d.h. Veränderungen im Verhalten herbeizuführen.

Die Formung von Widerstandsfähigkeit ist allerdings eine ausgesprochen komplexe Angelegenheit: "Rund 100 Faktoren haben Einfluss auf die Resilienz", so Professor Dr. Klaus Lieb vom Deutschen Resilienz-Zentrum der Universität Mainz.

Von Mensch zu Mensch: Resilienz als soziale Fähigkeit

Ein sehr wichtiger Faktor dabei ist ein intaktes soziales Netzwerk, das den Menschen auffangen kann. Gute Beziehungen zu anderen Menschen tragen auf diese Weise zur psychischen Gesundheit bei, stärken uns und fördern durch soziale Unterstützung die eigene seelische Widerstandskraft. Ein intaktes Netzwerk aus Familie, Freunden und Bekannten kann dabei nicht nur ganz praktische Unterstützung in Notlagen oder schwierigen Lebensphasen bieten, sondern bietet auch emotionale Sicherheit, in Krisenzeiten nicht auf sich allein gestellt zu sein.
Gerade bei Kindern kann man dies sehr gut nachvollziehen: Sind sie im Alltag sozial ausgegrenzt oder wachsen Kinder in prekären Lebensumständen auf, in denen das soziale Umfeld nicht intakt ist, kann dies dazu führen, dass auch die soziale Fähigkeit mit kritischen Situationen umzugehen leidet. Solche Kinder lernen nicht, wie man gut mit Stress oder Enttäuschungen umgehen kann. Ihnen fehlt die Fähigkeit, sich an belastende Situationen anzupassen, weil die eigene Widerstandskraft nicht von außen gefördert wird. So kann das Gegenteil entstehen: Vulnerabilität, also Verletzlichkeit.

Wie wird man zu einem resilienten Menschen? Und: Kann man Resilienz überhaupt lernen?

In gewissen Umfang kann resilientes Verhalten trainiert werden. Das umfangreiche Wissen aus den letzten Jahrzehnten der Forschung kann durchaus dazu genutzt werden, die eigene Widerstandsfähigkeit zu fördern, um sich im Umgang mit Problemen zu stärken. Resiliente Menschen werden so in die Lage versetzt, Störungen nicht nur als Krisen-Situationen zu begreifen, sondern auch als Herausforderungen, aus denen sich Wachstumschancen ergeben. Das „Gelassenheitsgebet“ beschreibt das Ziel sehr gut: Eine Gelassenheit zu erreichen, um die Dinge hinzunehmen, die man nicht ändern kann, den Mut zu entwickeln, diejenigen Dinge zu ändern, auf die man Einfluss hat, und die Weisheit erlangen, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Wie wichtig ist Resilienz im Leben?

Seelische Widerstandskraft ist für den Menschen ausgesprochen wichtig, denn wenn man nicht resilient auf andere Menschen, Stress am Arbeitsplatz, Krisen im sozialen Umfeld oder andere Belastungen reagieren kann, kann dies beispielsweise zu Burn-out oder psychischen Erkrankungen wie depressiven Verstimmungen führen. Mit kleinen Schritten kann man auf dem Weg zur besseren Resilienz vorankommen, beispielsweise mit den nachfolgenden Tipps für mehr Resilienz und seelische Gesundheit:

  • Erholung zulassen! Nicht nur die Muskeln benötigen Erholungspausen, um zu wachsen und zu regenerieren.
  • lernen, auch mal "nein" zu sagen
  • schöne Momente voll auskosten
  • Hilfe annehmen
  • verzeihen und loslassen
  • sich ein starkes soziales Netzwerk aufbauen
  • ein Erfolgstagebuch führen: Ein Zurückblicken auf bereits erzielte Erfolge und damit verbundene Glücksmomente steigern die Selbstwirksamkeitserwartung
  • meditieren, um Achtsamkeit zu erhöhen
  • positive Glaubenssätze entwickeln
  • bewusst leben

Resilienter werden – mit Unterstützung einer bewährten Heilpflanze

Nicht auf jede Frage gibt es eine Antwort und nicht für jedes Problem eine Lösung. Trennungen oder Schicksalsschläge sind manchmal schlichtweg nicht zu vermeiden. Hier kann es nur um den bestmöglichen Umgang gehen. In solchen Fällen können auch Heilpflanzen wie die Passionsblume dazu beitragen, sich diesen Situationen besser zu stellen und solche Phasen zu überwinden bzw. gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Pflanzliche Extrakte aus Heilpflanzen wie der Passionsblume können dabei einen Beitrag leisten, wieder zur Ruhe zu kommen, wenn z.B. Stress überwiegt und trotzdem mental leistungsfähig zu bleiben. Pascoflair®, das bewährte pflanzliche Beruhigungsmittel aus der Passionsblume, ist gut verträglich und kann auch längerfristig eingenommen werden. 

Literatur:

Bücher

  • 1 Liu, j. J. W. et al.: Comprehensive meta-analysis of resilience interventions., Clinical Psychology Review, Band 82. Auflage 2020*

Weblinks

*: Bei Literatur: Erscheinungsjahr; bei Webseiten: Datum des letzten Abrufs

Pascoflair® 
Wirkstoff: Passionsblumenkraut-Trockenextrakt.
Bei nervösen Unruhezuständen. Enthält Sucrose und Glucose. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen