Von Thomas Kammler

Psychologie: Das Yerkes-Dodson-Gesetz über die Leistungsfähigkeit des Menschen

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Welchen Einfluss hat Stress für unser Gehirn hinsichtlich der Leistung?

Yerkes-Dodson-Gesetz

Wer denkt, Stress sei grundsätzlich etwas Schlechtes, der irrt - denn es kommt darauf an, wie hoch der Stresslevel bzw. das Erregungsniveau ist. Dies fanden die beiden amerikanischen Psychologen Robert M. Yerkes und John D. Dodson bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts heraus. Sie stellten fest, dass es sich um eine umgekehrt U-förmige Beziehung zwischen Erregungsniveau, auch Arousal genannt, und der daraus erwachsenden Leistung bzw. Leistungsfähigkeit handelt. Der Begriff "Erregung" umfasst hier beispielsweise Angespanntheit, Ängstlichkeit, Stressempfindung, Motivation usw. Am Beispiel eines Studierenden kann man dies sehr schön veranschaulichen.

Das Yerkes-Dodson-Gesetz ("Yerkes Dodson law") an einem Beispiel

Nehmen wir an, ein Student bereitet sich auf eine Prüfung vor. In unserem Fall ist die Prüfung noch mehrere Wochen entfernt und scheint in ferner Zukunft zu sein. Er ist maximal entspannt, es fehlt aber auch der Motor, etwas zu tun, zu lernen und das Gelernte abzurufen. Auf der linken Seite der Kurve sieht man ein geringes Erregungs- und Leistungsniveau.

Je näher die Prüfung jedoch rückt, umso mehr steigert sich der Erregungsgrad (und mit diesem Arousal der Anstieg der Kurve), denn es findet eine Aktivierung statt. Der Student wird sich des Ernstes der Lage bewusst und die Lernphase wird immer kürzer. Der Studierende befindet sich hier auf dem optimalen Scheitelpunkt der Yerkes-Dodson-Kurve: Er ist erregt genug, um sich der Arbeit bestmöglich zu widmen, aber gleichzeitig entspannt genug, um nicht in Panik zu verfallen. Die Folge: Der Stresslevel und die daraus erwachsende Motivation ist ideal, um die besten Leistungen abzurufen, um komplexe Aufgaben zu lösen. Das Niveau mittlerer Erregung sorgt also für optimale Leistungsfähigkeit und Produktivität.

Anders verhält es sich dann wiederum am anderen Ende der umgekehrten U-Kurve des Modells: Das Gesetz von Yerkes-Dodson besagt, dass hier der optimale Erregungsgrad überschritten wird. Das Niveau der Erregung ist derart hoch, dass dieser Zustand sich nun wiederum negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. Der Studierende ist in unserem Beispiel so aufgeregt, dass seine Konzentration leidet, er keine Aufgabe lösen kann, weil der Stress ihn übermannt und in einen Blackout geführt hat.

Das Yerkes-Dodson-Gesetz in der Arbeitswelt

Den U-förmige Zusammenhang findet man übrigens auch, wenn man sich die Schwierigkeit einer Arbeitstätigkeit und die daraus folgende Aktivierung anschaut: Bei leichten Aufgaben ist das Erregungsniveau nicht hoch genug. Wer das Gefühl hat, etwas mit links zu erledigen, dem fehlt es oft an Motivation und Konzentration. Es kommt zu Flüchtigkeitsfehlern und schlechten Leistungen durch Unterforderung – bei regelmäßiger Unterforderung im schlimmsten Fall zum sogenannten Bore-out. Gemäß dem Gesetz von Yerkes und Dodson ist aber auch eine zu schwierige Aufgabe schlecht: Das Erregungsniveau ist zu hoch, das Gehirn fühlt sich überfordert, Leistung kann nicht abgerufen werden - und Arbeit bleibt vielleicht liegen, weil sie als zu schwer empfunden wird. Ideal sind aus Sicht der Psychologie also Arbeiten, die als herausfordernd empfunden werden, weil sie ein optimales Erregungsniveau aktivieren. Unterfordernde oder überfordernde Aufgaben führen ganz im Sinne des Yerkes-Dodson-Gesetz´ zu einem Zustand mangelnder oder überschießender Erregung.

Was können wir aus dem Yerkes-Dodson-Gesetz mit Blick auf Beruhigungsmittel lernen?

Viele Menschen fühlen sich durch andauernden Stress oder akute und intensive Stressphasen wie im Hamsterrad oder überfordert. Der Wunsch nach einer schnellen Lösung wird wach, zum Beispiel mit einem Beruhigungsmittel. Aber aufgepasst: Bei der Wahl eines entsprechenden Medikamentes sollte darauf geachtet werden, dass das Mittel die Erregtheit nicht zu stark senkt. Die Folgen könnten sonst eine „Mir-egal-Stimmung“ oder Konzentrationsschwierigkeiten sein, die dazu führen, dass man Leistung nicht im gewünschten Maß abrufen kann. Hier würde man sich auf die linke Seite der Yerkes-Dodson-Kurve herunterholen.

Pflanzliche Beruhigungsmittel, beispielsweise aus der Passionsblume, können als starke Begleiter in stressigen Zeiten unterstützen – so wie Pascoflair®. Der pflanzliche Beruhiger in Tablettenform ist bereits seit über 10 Jahren ein Produkt unseres Hauses und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Der rein pflanzliche Wirkstoff aus der Passionsblume (Passiflora incarnata) hat eine beruhigende und entspannende Wirkung. Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bleiben bei der Einnahme erhalten und erste Effekte zeigen sich bereits nach 30 Minuten. Es ist kein Potenzial für Abhängigkeit bekannt und eine langfristige Einnahme ist möglich. Das laktose-, gluten- und gelatinefreie Produkt ist für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Zudem enthält es kein Titandioxid. Pascoflair® wird in Deutschland hergestellt und ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Quelle: 
Robert M. Yerkes, John D. Dodson, "The relation of strength of stimulus to rapidity of habit-formation", Journal of Comparative Neurology and Psychology, 18, 459-482.

Pascoflair® 
Wirkstoff: Passionsblumenkraut-Trockenextrakt.
Bei nervösen Unruhezuständen. Enthält Sucrose und Glucose. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen