Von

Probiotika, Präbiotika, Synbiotika – was ist das?

2310: 0

Begriffe rund um einen gesunden Darm und die Darmflora kurz erklärt

Probiotika: lebensfähige Mikroorganismen

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO versteht man unter Probiotika lebende Mikroorganismen, die dem Menschen einen gesundheitlichen Nutzen bringen können, wenn sie in ausreichendem Maße aufgenommen werden. Genauer gesagt handelt es sich bei den als Probiotika bezeichneten Mikroorganismen mehrheitlich um Milchsäurebakterien wie Lactobazillen und Bifidobakterien. Diese sollen sich nach dem Verzehr von speziellen Lebensmitteln, sogenannten probiotischen Produkten, im Darm ansiedeln. Auf der Darmschleimhaut sollen sie schädliche, unerwünschte Keime verdrängen. So werden die durch Probiotika oder probiotische Lebensmittel aufgenommenen probiotischen Bakterien zu Platzhaltern für natürlich im menschlichen Darm vorkommende „guten“, also nützlichen Darmbakterien, die sich dann vermehren können.

Eine Darmflora in Balance nutzt dem Körper in vielfältiger Weise, denn Darmbakterien sind nicht nur daran beteiligt, die Nährstoffe aus unserer Nahrung für unsere Körperzellen zu verwerten. Zudem erfüllen sie wichtige Funktionen im Immunsystem – immerhin sind rund 80 % aller Immunzellen im Darm beheimatet. Eine gesunde Darmflora geht also in ihrer Bedeutung weit über die Funktion Verdauung hinaus.

Eine ausgewogene Ernährung unter anderem mit Lebensmitteln, die einen hohen Anteil an Ballaststoffen enthalten, wirkt sich unterstützend auf die physiologische Darmflora und bei der Aufnahme von probiotischen Mikroorganismen aus. Eine solche "gesunde Ernährung" hat verschiedene gesundheitliche Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt und stellt den Darmbakterien das notwendige Futter bereit, damit diese sich ernähren und vermehren können.

Präbiotika: Starterfutter für Mikroorganismen

Präbiotika sind also keine lebenden Organismen, sondern unverdauliche Nahrungsbestandteile, sogenannte Ballaststoffe, die diesen Mikroorganismen in einer gesunden Darmflora als Nahrung dienen. Präbiotika sind wichtig zur Erhaltung eines gesundheitsförderlichen Milieus im Darm und für die normale Zusammensetzung des Mikrobioms, also der Darmflora.

Bekannte Präbiotika sind beispielsweise Inulin, Oligofructose oder Nutriose (resistentes Maisdextrin) als resistente Stärke und sind u.a. in auch in verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten. Es gibt pflanzliche Lebensmittel, die viel dieser präbiotischen Stoffe enthalten, beispielsweise die Topinambur-Wurzel. Diese natürlichen Präbiotika fördern die Vermehrung und Erhaltung der guten Darmbakterien. Menschen mit empfindlichem Magen und Darm sollten sich aber ganz langsam an solche Lebensmittel heranwagen: Wenn die Bakterien im Dickdarm den Ballaststoff Inulin aufspalten, werden Gase gebildet, die sich dann als Blähungen oder in Bauchschmerzen bemerkbar machen können. Wer hier also positive Effekte auf die Darmflora erreichen möchte, sollte mit kleineren Mengen starten, damit beispielsweise Inulin nicht zu den genannten unangenehmen Begleiterscheinungen führt.

Synbiotika: aus 2 mach 1

Werden Präbiotika und vermehrungsfähige probiotische Kulturen in einem Produkt zusammengestellt, handelt es sich um ein sogenanntes Synbiotikum. Hier hat man also Milchsäurebakterien wie Bifidobakterien und Laktobazillen und das „Starterfutter“ in Form eines Präbiotikums in einem. Ein solches Synbiotikum kann beispielsweise zu oder nach einer Antibiotika-Behandlung sinnvoll sein, denn oft haben Antibiotika nicht nur Effekte auf die Krankheitserreger, sondern auch auf die erwünschten Bakterien in der Darmflora. Damit hier nach der Gabe eines Antibiotikums nicht die unerwünschten Bakterien die Vormachtstellung innerhalb der Darmflora übernehmen, dann man sich mit synbiotischen Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen, als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung.

Unsere Texte und Broschüren werden überwiegend von Pascoe-Mitarbeitern erstellt. Sie werden fachlich und wissenschaftlich von hausinternen Experten - Pharmazeuten, (Human)-Biologen und Ernährungswissenschaftlern - inhaltlich und rechtlich geprüft. Sollten Sie Fragen zu den Textinhalten oder unseren Produkten an unsere wissenschaftlichen Ansprechpartner haben, senden Sie uns gerne eine E-Mail an info@pascoe.de.

Alles Weitere zu unseren Experten finden Sie hier.