Von Thomas Kammler

Passionsblumen-Tabletten: Pflanzliche Arzneimittel aus der Passionsblume (Passiflora incarnata)

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Wissenswertes zur Anwendung, der Wirkung bei innerer Unruhe und zur Pflanze Passionsblume

Passionsblumen-Tabletten

In der Regel ist von "der" Passionsblume die Rede - dabei gibt es weltweit über 500 Passiflora-Arten in der Pflanzenfamilie der Passionsblumen. Bekannte Vertreter sind dabei die Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea), die hierzulande gern in Gärten angepflanzt wird und als Zimmerpflanze erhältlich ist. Ebenfalls bekannt ist Passiflora edulis - allerdings eher für ihre essbaren Früchte: die Maracuja. Die dritte Passionsblumen-Art, die besonders bei Arzt, Heilpraktiker und Apotheker regelmäßig im Gespräch ist, ist die Fleischfarbene Passionsblume Passiflora incarnata L. 
Sie ist eine Heilpflanze aus Nordamerika, deren Anwendung bei den dort lebenden Ureinwohnern aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung eine lange Tradition hat. Im 18. Jahrhundert kam sie nach Europa. Seit dieser Zeit wird sie nicht nur als Heilpflanze geschätzt, sondern auch gezielt angebaut. In Deutschland wurde Passiflora incarnata L. 2011 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

Was sind Tabletten mit Passionsblume? So entsteht aus einer Heilpflanze ein Arzneimittel.

Aus den oberirdischen Teilen der Heilpflanze Passiflora incarnata kann ein Extrakt gewonnen werden, der in der Behandlung von nervöser Unruhe aufgrund der enthaltenen Wirkstoffe wie beispielsweise Flavonoiden und ätherischen Ölen seine beruhigende Wirkung entfalten kann. So wird aus der Heilpflanze ein Arzneimittel mit Passionsblumen-Trockenextrakt. Es gibt aber neben überzogenen Tabletten wie Dragees auch andere Darreichungsformen wie Tropfen oder Tees mit Passiflora.

Was sind die Vorteile von pflanzlichen Mitteln gegenüber Tee?

Passionsblume ist in der Apotheke sowohl als hochdosierte Mono-Präparate erhältlich (also Arzneimittel, die ausschließlich Passionsblume als wirksame Heilpflanze enthalten), als auch als Kombinations-Präparate, in denen neben Passionsblume noch andere Pflanzenextrakte wie Johanniskraut enthalten sind. Pflanzliche Arzneimittel als Beruhigungsmittel haben den Vorteil, dass eine exakte Dosierung möglich ist, da der Extrakt bzw. die Extrakte standardisiert in der Tablette enthalten ist. Standardisiert bedeutet bei einem Arzneimittel, dass immer dieselbe Menge der erforderlichen, wirksamen Bestandteile in einer Tablette vorzufinden ist, was bei selbst hergestelltem Tee nicht gewährleistet ist. Zudem können in einem Extrakt mit dem Auszugsmittel Ethanol insbesondere fettlösliche Wirkstoffe deutlich besser aus der Pflanze gezogen werden, als dies mit einem wässrigen Extrakt wie Tee der Fall ist. Da nicht alle Inhaltsstoffe gut wasserlöslich sind, gehen sie nur in geringen Mengen ins Teewasser über.

Wissenswertes zur Einnahme und Wirksamkeit der Passiflora incarnata

Passiflora incarnata wird bei Pascoe Naturmedizin in verschiedenen Präparaten verwendet. Das hochdosierte pflanzlichen Beruhigungsmittel Pascoflair® enthält 425 mg Extrakt pro Tablette und wird bei nervösen Unruhe-Zuständen eingesetzt.  Wirkung und Sicherheit wurden in mehreren klinischen Studien belegt. Bisher sind auch keine Wechselwirkungen der überzogenen Tabletten mit anderen Arzneimitteln bekannt. Das pflanzliche Arzneimittel Pascoflair® ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich.

Anwendung und Dosierung des Arzneimittels Pascoflair® 

Die Tagesdosis Pascoflair® umfasst 2 bis 3 Tabletten. Erwachsene und Heranwachsende ab 12 Jahren nehmen 2- bis 3-mal täglich über den Tag verteilt jeweils eine überzogene Tablette mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser) ein. 

Vorteile des Arzneimittels Pascoflair® 

Der enthaltene Wirkstoff ist rein pflanzlich und hat eine beruhigende und entspannende Wirkung. Es sind keine Hinweise bekannt, dass Pascoflair® müde macht, ebenso gibt es keine Hinweise auf eine Einschränkung der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Eine langfristige Einnahme ist möglich und es ist kein Abhängigkeitspotential bekannt. Erste Effekte stellen sich nach 30 Minuten ein. Das Präparat wird in Deutschland hergestellt und ist laktose-, gluten- und gelatinefrei und enthält kein Titandioxid.

Passionsblume: Sind neben der erwünschten Wirkung auch Nebenwirkungen möglich?

Pascoflair® wird gut vertragen. Dennoch können nach Einnahme von Arzneimitteln mit Passionsblume allergische Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder ein erhöhter Puls auftreten. Die Häufigkeit, mit der diese Nebenwirkungen auftreten, ist nicht bekannt. Weitere Informationen zum jeweiligen Produkt findet man in der Packungsbeilage.

Pascoflair® 
Wirkstoff: Passionsblumenkraut-Trockenextrakt.
Bei nervösen Unruhezuständen. Enthält Sucrose und Glucose. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

Pascoflair