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Neustart: die Kunst des Loslassens

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Den Jahresbeginn nutzen, um Inventur zu machen

2018 ist vorbei, wir konnten dem alten Jahr Lebewohl sagen und hoffnungsfroh das neue begrüßen. Jede Menge Erfahrungen, Kontakte, umgesetzte Ideen und vieles mehr haben uns geprägt. Zeit also, den Blick nach vorn zu richten. 2019 breitet sich vor uns aus wie ein weiter, stiller Ozean. Wunderbar! Reichlich Raum für jeden von uns, um Neues zu entdecken, die alten, gewohnten Routen zu verlassen und uns von dem zu befreien, was uns im alten Jahr vielleicht blockiert hat. Erstaunlicherweise halten wir aber an vielem fest und zwar nicht nur an Gutem: der nervige Job, die problematische Beziehung und unliebsame Gewohnheiten haften wie Kletten an uns. Das liegt daran, dass Bindung für uns ein Grundbedürfnis ist, mit dem wir Schutz und Geborgenheit verbinden. Unsicherheit hingegen, die Loslassen mit sich bringt, löst tendenziell erst einmal Unbehagen aus.

 

 

Wie kann man bei einem Neustart vorgehen?

So wie die Natur den Winter braucht, um die Basis zu schaffen für das kommende Frühjahr und einen reichen Sommer, für Wachstum, Reifung und Ernte, brauchen wir die Zeit der inneren Einkehr, um uns für das zu rüsten, was auch immer kommen mag. Sinnvoll ist es zunächst „Inventur“ zu machen – und zwar nicht zwischen Tür und Angel, sondern ganz bewusst und mit ausreichend Zeit und Muße. Vielleicht schreibt man sogar stichwortartig das Durchdachte auf: Was stört mich genau, was sind aber vielleicht auch die positiven Seiten eines Jobs, einer Freundschaft, einer Beziehung? Überwiegen die guten Seiten oder schleppen wir Energievampire mit uns herum?

So viel Positives will entdeckt werden

Um nicht in eine Negativspirale zu geraten ist es wichtig, sich auch all der vielen Glücksmomente zu erinnern, der Stunden der Liebe, der Freundschaft, der Einsicht, der klaren Gedanken, der wunderbaren Erlebnisse, der wundersamen Begegnungen. Es kann viel bewirken, den Blick auf das Positive zu richten, nicht immer nur Verlust und Mangel in den Fokus zu stellen. All diese Erfahrungen werden zu Wegweisern für das neu begonnene Jahr – für Wege die, wenn vielleicht auch vorgezeichnet, derzeit noch unbeschritten sind.

Wer sein Ziel kennt, kann die Segel richtig setzen

Danach stellt sich die Frage wie genau das Ziel aussehen soll. Was möchte ich konkret in welchem Zeitraum schaffen? Kleine Schritte sind hier oft leichter und erfolgversprechender als direkt den großen Wurf anzustreben. Vielleicht bedarf es nur einer kleineren Kurskorrektur. Manchmal hilft aber auch nur "Revolution, statt Evolution": sich von etwas trennen, auch wenn es schwerfällt, um Platz für Neues zu schaffen. Trauen Sie sich! Es lohnt sich, an Gutem und Bewährtem festzuhalten – aber gleichermaßen, sich von Überholtem zu trennen.