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Heilpflanze Edelweiß?

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Das Aushängeschild der Alpen hat auch heilsame Kräfte

So manch Verliebter ist bei halsbrecherischen Aktionen ums Leben gekommen, um der Angebeteten ein ganz besonderes Symbol der Liebe schenken zu können: das Alpen-Edelweiß (Leontopodium alpinum). Diese außergewöhnliche Pflanze zu pflücken, stellte in der Vergangenheit eine echte Herausforderung dar, da das Edelweiß gern an schwer zugänglichen Lagen im Gebirge wächst – wer hier erfolgreich war, demonstrierte Tapferkeit und Stärke oder verunglückte tödlich. Da Form und Farbe auch erhalten bleiben, wenn man die Blume trocknet, wurde sie auch zum Symbol für Unsterblichkeit.

Wild sammeln verboten

Seit 1886 wurde dem Raub an der Natur Einhalt geboten und das Edelweiß unter strengen Naturschutz gestellt. Wildsammlung ist daher strengstens untersagt! Das ist auch gar nicht mehr notwendig, denn mittlerweile wird die Alpenblume auch angebaut und steht so in kultivierter Form zur Verfügung (auch für den heimischen Garten).

Volksheilkunde, Kosmetikindustrie und wissenschaftliche Erforschung

Doch nicht nur optisch macht das Alpenedelweiß so einiges her. Auch als Anti-Aging-Trendpflanze und heilsame Arzneipflanze rückt das Edelweiß immer mehr in den Fokus des Interesses. In der Volksheilkunde der Alpenregion kennt man seine heilsamen Wirkungen bereits seit ewigen Zeiten. Unter anderem wurde es auch Bauchwehpflanze genannt. Neben Bauchschmerzen kam die filzig-behaarte weiße Blume aber auch bei Atemwegserkrankungen, Herzproblemen oder Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Auch die Wissenschaft hat sich der Heilpflanze angenommen und bislang über 60 wirksame Inhaltsstoffe bestimmen können.

Spritze gegen Herzinfarkt?

Insbesondere 2 davon werden derzeit intensiver untersucht: Leoligin soll vor Gefäßverkalkung schützen können, cholesterinsenkend sein und den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. 5-Methoxyleoligin aus der Edelweißwurzel soll in den nächsten 3 Jahren im Optimalfall zu einer „Spritze gegen Herzinfarkt“ weiterentwickelt werden, so die ForscherInnen der Johannes Kepler Universität Linz.

Alles in allem gute Gründe, das Alpenedelweiß zur „Heilpflanze des Jahres“ 2019 zu küren.

Quellen:

www.wienerzeitung.at/nachrichten/wissen/mensch/1014654-Edelweiss-ist-Heilpflanze-des-Jahres-2019.html
www.jku.at/fileadmin/marketing/Presse_Savoy/News/2019/PA_JKU_Spritze_gegen_Herzinfarkt.pdf
www.gartenjournal.net/edelweiss-bedeutung

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