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Gesunde Hülsenfrüchte: die Gartenerbse (Pisum sativum)

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Pflanzliche Proteinquelle und mehr

Archäologische Funde zeigen, dass die Erbse (Pisum) eine der ältesten Kulturpflanzen in der Menschheitsgeschichte ist. Mittlerweile gibt es rund 250 Sorten, die sich unter anderem auch in der Blütenfarbe und der Färbung der Hülsen unterscheiden. So gibt es beispielsweise Sorten mit weißen Blüten, aber auch purpurne. Auch die normalerweise grünen Hülsen („Schoten“) gibt es beispielsweise auch in dunklem lila oder in gelb. Die unterschiedlichen Farbvarianten haben es auch in der Wissenschaftsgeschichte zu Ruhm gebracht: an Erbsen und deren Merkmalen legte der Augustinermönch Gregor Mendel 1856 einen Grundstein der Vererbungslehre, die berühmten „Mendelschen Regeln“. 

Sättigend und mit reichlich Eiweiß

Schon in der römischen und griechischen Antike sowie bei den alten Germanen diente die Hülsenfrucht als sättigendes Grundnahrungsmittel und Lieferant von pflanzlichem Eiweiß. Die Erbse wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein häufig als Mus zubereitet und zum Einsatz kam dabei die Trockenerbse. Zudem stellte sie damals eher das Hauptgericht, wohingegen heutzutage die frische, grüne Erbse eingesetzt wird, entweder als Gemüsebeilage oder „Beiwerk“ in Reisgerichten, Gemüsemischungen und ähnlichem. Das hat seinen Ursprung darin, dass die Trockenerbse deutlich haltbarer ist und frische Erbsen schnell an Geschmack verlieren und verderben. Das Tiefgefrieren als Konservierungsmethode gab es in früheren Zeiten ja nicht.

Kann man Erbsen roh verzehren?

Als Sommergemüse ist die Hauptsaison für Erbsen etwa von Juni bis August. Erbsen sollte man dann am besten frisch in den Speiseplan einbauen. Hülsenfrüchte wie Bohnen sollte man normalerweise nicht roh verzehren, wegen der enthaltenen giftigen Lektine, die erst durchs Kochen unschädlich gemacht werden. Die Erbse bildet hier aber einen Sonderfall: Sie enthält keine Lektine, weshalb sie auch roh gegessen werden kann (sowohl die grünen Erbsen in der Schote als auch die unreife Hülse in Form der sogenannten “Zuckerschoten“).

Notfalls kann man die frischen Erbsen ein bis zwei Tage im Gemüsefach lagern – oder eben einfrieren. Tiefkühlung ist gegenüber dem Einwecken auf jeden Fall die bessere Wahl, denn zum einen bleibt die frisch-grüne Farbe der Erbsen besser erhalten, zum anderen werden nicht so viele Vitamine beim Kochen zerstört. Außerdem enthalten handelsübliche Dosenerbsen oder Erbsen in Gläsern häufig zugesetztes Salz, Zucker und teilweise sogar Aromen.

Wer kann von der Erbse profitieren

Dass die Erbse auch heute noch ausgesprochen interessant z. B. für Sportler, ältere Menschen, für Diäten, Gesundheitsbewusste sowie Vegetarier und Veganer ist, liegt an ihrer wunderbaren Zusammensetzung: Die Erbse besticht durch einen hohen Gehalt an Proteinen und Ballaststoffen, hat nahezu kein Fett und macht dafür aber sehr satt. In den Proteinen der Erbse findest Du eine hochwertige Mischung aus essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren unter anderem Arginin und Lysin.

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