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Der Volksmund weiß: Schöllkraut ist den Augen gsundt, das wird uns von den Schwalben kundt!

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Aber: Was hat das Schöllkraut mit den Schwalben zu tun? Hat es wirklich einen Bezug zu den Augen? Und warum malte Albrecht Dürer dieses häufige Un- und wertvolle Heil-Kraut?

Der deutsche Name Schöllkraut leitet sich wohl von dem lateinischen Namen Chelidonium ab. Diesen kann man auf 2 Quellen zurückführen: auf das lateinische coelidonum oder donum cauli für „Himmelsgabe“. Chelidonium könnte aber auch vom griechischen chelidon für Schwalbe abgeleitet sein. 

Himmelsgabe mit übernatürlichen Kräften

Dafür hielt man das Schöllkraut im Mittelalter: Schließlich tritt auch aus seinen Organen nach Verletzung ein rötlicher Saft aus – ganz so wie beim menschlichen Körper. Darüber hinaus stellten unsere Vorfahren immer einen Bezug von Pflanzen mit Milchsaft zur heiligen Milch der Gottesmutter her – das übernatürliche Potential dieser Heilpflanze stach damit geradezu ins Auge.
Auf vielen geistlichen Bildern soll das Schöllkraut demzufolge auch die Heilung von geistiger Blindheit symbolisieren.

Den Bezug zu Schwalben kann man sich vielleicht so erklären, dass die Blütezeit des Schöllkrauts (ab Ende April bis September) mit dem Eintreffen und dem Abflug der Schwalben zusammentrifft. Die Legende besagt, dass Schwalben ihren Jungen Schöllkraut geben, um Ihnen die Augen zu öffnen bzw. um Krankheiten der Augen und Blindheit zu heilen. Beobachtungen, die das bestätigen könnten, gibt es aber leider nicht. Ganz anders sieht es jedoch mit der Heilwirkung auf Leber und Galle aus.

Wertvolle Heilpflanze für Leber und Galle

Diese Wirkung ist schon seit Jahrhunderten bekannt und inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen.
Die Signaturen-Lehre sah in dem gold-gelb-orangenen Saft des Schöllkrautes den Gallensaft. Dementsprechend wurde der Saft dann auch verwendet - v.a. bei Schmerzen im Oberbauch. Der berühmteste Patient war wohl Albrecht Dürer. Er erkrankte auf einer Reise schwer und sandte seinem Arzt daraufhin ein Selbstbildnis, auf dem er den geschwollenen und besonders schmerzenden Bereich seines Körpers markierte: die Leber-Region. Daraufhin wurde ihm Schöllkraut verordnet. Möglicherweise ist das wunderschöne Gemälde des Schöllkrautes, welches wir in der Albertina in Wien bewundern können, sein Dank für dieses wirksame Heilkraut. Volkstümlich diente und dient der frische Milchsaft zur Behandlung von Warzen, Hornhaut und Hühneraugen.

Die Heilpflanze Schöllkraut in der modernen Medizin

Das Schöllkraut ist eng mit dem (Schlaf)Mohn verwandt und hat daher auch ähnliche Wirkstoffe, die seine schmerzlindernde und krampflösende Wirkung erklären. Auch die Wirkung der Pflanze auf die Galle-Produktion ist inzwischen nachgewiesen worden. Nach homöopathischer Aufbereitung spielt Schöllkraut eine wichtige Rolle bei Störungen im Leber-Galle-System. Pascoe Naturmedizin verwendet Chelidonium u.a. in dem Lebermittel Cholo-2-Injektopas.

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen der Arzneimittel.

Cholo 2 Injektopas®

Homöopathisches Arzneimittel. Flüssige Verdünnung zur Injektion. Anwendungsgebiete: Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören: Besserung der Beschwerden bei Leberstörungen. Enthält Natriumchlorid. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de