Von Thomas Kammler

Der Leberwickel – altbewährte Unterstützung für die Leber

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Wie aus einfachem Wasser ein Heilmittel wird

Leberwickel

Die Leber ist das wichtigste Organ, dass der Körper des Menschen zur Entgiftung benötigt. Gerade die moderne Lebensweise kann dazu führen, dass die Leber stark belastet wird: Giftstoffe sind überall in unserem Alltag zu finden, beispielsweise in Form von Abgasen und Chemikalien, z.B. in Putzmitteln oder Kosmetik, in Wandfarben, Textilien oder anderen Materialien des täglichen Gebrauchs. Auch Medikamente, Alkohol oder Zucker können die Leber belasten, was bis zur Entwicklung einer Fettleber führen kann.

Bewährtes Hausmittel für die Leber: der Leberwickel

Um die Leber in ihrer Arbeit zu unterstützen bieten sich warme Wickel an. Aber welche Wirkung haben solche Leber-Wickel und wie werden sie angewendet? Zunächst wirkt die Wärme wohltuend und entspannend auf das Entgiftungsorgan Nummer 1. Die Wickel regen zudem die Durchblutung der Leber an und unterstützen so die Leberentgiftung - wobei dies eigentlich falsch herum gedacht ist, denn nicht wir entgiften die Leber, sondern die Leber entgiftet uns. Mit einem Leberwickel kann man die Leber unterstützen und so einen Beitrag zur Gesundheit leisten.

Wie wird der Leberwickel angewendet?

Ein kleines Handtuch wird mehrfachgefaltet, in heißes (nicht kochendes!) Wasser getaucht, gut ausgewrungen und dann unterhalb des rechten Rippenbogens auf den Körper gelegt. Je trockener das Tuch ist, desto länger hält es die Wärme. Die zusätzliche Auflage einer Wärmflasche kann die Wärmewirkung verlängern. Mit einem trockenen Wolltuch oder ähnlichen Stoff wird das Ganze großflächig abgedeckt. Nach 45-60 Minuten wird der Leberwickel wieder entfernt. Wichtig ist danach eine Ruhephase! Legen Sie sich dazu mindestens eine halbe Stunde hin.

Was bewirkt ein Leberwickel beim Fasten?

Im Rahmen einer Fastenkur wird ein Leberwickel täglich in der Mittagszeit nach dem Essen empfohlen, da die Leber in dieser Zeit besonders aktiv ist. Unmittelbar vor dem Schlafengehen kann die entspannende Wirkung eines Leberwickels zur Schlafförderung genutzt werden.
Tipp: Alternativ kann man auch Schafgarbentee anstelle von heißem Wasser benutzen: Dazu lässt man 2 EL Schafgarbe (Achillea millefolium L.) in 300 ml heißem Wasser (80°C) 20 Minuten ziehen und seiht in dann ab.

Für wen ist ein Leberwickel geeignet – und wer sollte ihn besser nicht anwenden?

Traditionell wird der feucht-heiße Leberwickel angewendet bei Leber- und Gallen-Beschwerden, sowie Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Menstruationsbeschwerden, sowie zur Unterstützung des Fastens, der Ausleitung und Entgiftung. Die entspannende und durchblutungsfördernde Wirkung der Wärme darüber hinaus Schlafstörungen, Nervosität und Stress lindern.
Nicht anwenden sollte man den Wickel bei entzündlichen Veränderungen der Haut im Rumpfbereich oder wenn sich Schmerzen durch die Wärme verstärken. Sollten Sie sich diesbezüglich unsicher sein, bitten Sie einfach in Ihrer Naturheilpraxis um Rat.

Wenn die Leber darüber hinaus pflanzliche Unterstützung braucht

Die Naturheilkunde kennt verschiedene Pflanzen, die positive Effekte auf die Leber haben, beispielsweise die Artischocke und allen voran die Mariendistel. Die in den Früchten der bewährten Heilpflanze Mariendistel enthaltenen Wirkstoffe, wie etwa Silymarin, sind in der Lage, die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen anzuregen. Sie verringern Entzündungen und unterstützen die Leberfunktion auf vielfältige Weise.

Das pflanzliche Arzneimittel Hepar-Pasc® enthält ein Konzentrat aus Mariendistel-Früchten. Das Medikament ist deshalb geeignet, die Behandlung chronisch entzündlicher Lebererkrankungen Wasser als Hausmittel, beispielsweise und toxischer, also durch Giftstoffe entstandener Leberschäden zu unterstützen. 

Wissenswertes zur Lebergesundheit: Mehr zum Thema Leber können Sie im entsprechenden Anwendungsgebiet nachlesen.

Hintergrund: Anwendungen mit Wasser haben eine lange Tradition

Jeder kennt die einfache und gleichzeitig einfach unglaublich wohltuende Wirkung von in Form von kühlenden Umschlägen bei einer Verstauchung, einem warmen Erkältungsbad bei Infekten oder in Form eines Leberwickels. 

Die Behandlung mit reinem Wasser ohne weitere Zusätze, jedoch von unterschiedlicher Temperatur, ist eine der ältesten therapeutischen Maßnahmen der Menschheit. Quer durch alle Jahrhunderte und Kulturen wurden Bäder in kaltem oder heißem Wasser, Dampfbäder und Heißluftanwendungen zur Erhaltung der Gesundheit des Körpers und zu Heilzwecken verwendet. Selbst die „moderne Wasserbehandlung“ ist inzwischen 300 Jahre alt. In dieser Zeit hielten die Wickelanwendungen Einzug in die Medizin und die Wasserbehandlung entwickelte sich weiter zur Hydrotherapie. Bis heute sind diese Anwendungen fester Bestandteil in der Rehabilitationsmedizin, in komplementärmedizinischen Kliniken, in Fastenkliniken und in der Physiotherapie.

Hier finden Sie eine Anleitung, wie Sie einen Leberwickel richtig anlegen:

Anleitung Leberwickel

Quellen:

Beer, A.M. (2005). Stationäre Naturheilkunde. Elsevier GmbH, Urban und Fischer Verlag, München 1. Auflage 2005 Weisser, S. (2006). Effekte von Leberwickeln auf die exkretorische Leberfunktion – eine randomisierte Cross-over-Studie bei Gesunden. Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Hepar-Pasc®

Filmtabletten. Wirkstoff: Mariendistelfrüchte-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen (durch Lebergifte verursachten) Leberschäden. Nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen bestimmt. Enthält Lactose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de

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