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Der Leberwickel – altbewährte Unterstützung für die Leber

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Wie aus einfachem Wasser ein Heilmittel wird

Jeder kennt die einfache und gleichzeitig einfach unglaublich wohltuende Wirkung von Wasser in der häuslichen Medizin, beispielsweise in Form von kühlenden Umschlägen bei einer Verstauchung, einem warmen Erkältungsbad bei Infekten oder in Form eines Leberwickels. 

Die Behandlung mit reinem Wasser ohne weitere Zusätze, jedoch von unterschiedlicher Temperatur ist eine der ältesten therapeutischen Maßnahmen der Menschheit. Quer durch alle Jahrhunderte und Kulturen wurden Bäder in heißem oder kalten Wasser, Dampfbäder und Heißluftanwendungen zur Erhaltung der Gesundheit und zu Heilzwecken verwendet. Selbst die „moderne Wasserbehandlung“ ist inzwischen 300 Jahre alt. In dieser Zeit hielten die Wickelanwendungen Einzug in die Medizin und die Wasserbehandlung entwickelte sich weiter zur Hydrotherapie. Bis heute sind diese Anwendungen fester Bestandteil in der Rehabilitationsmedizin, in komplementärmedizinischen Kliniken, in Fastenkliniken und in der Physiotherapie.

Wie wird der Leberwickel angewendet?

Ein Handtuch wird mehrfachgefaltet, in heißes (nicht kochendes!) Wasser getaucht, gut ausgewrungen und dann unterhalb des rechten Rippenbogens aufgelegt. Je trockner das Tuch ist, desto länger hält es die Wärme. Die zusätzliche Auflage einer Wärmflasche kann die Wärmewirkung verlängern. Mit einem trockenen Wolltuch wird das Ganze großflächig abgedeckt. Nach 45-60 min. wird der Leberwickel wieder entfernt. Wichtig ist danach eine Phase der Nachruhe von mindestens 30 Minuten.

Im Rahmen einer Fastenkur wird ein Leberwickel täglich in der Mittagszeit nach dem Essen empfohlen, da die Leber in dieser Zeit besonders aktiv ist. Unmittelbar vor dem Schlafengehen kann die entspannende Wirkung zur Schlafförderung genutzt werden.
Alternativ kann man auch Schafgarbentee anstelle von heißem Wasser benutzen: Dazu lässt man 2 EL Schafgabe (Achillea millefolium L.) in 300 ml heißem Wasser (80°C) 20 Minuten ziehen und seiht in dann ab.

Für wen ist ein solcher Leberwickel geeignet – und wer sollte besser verzichten?

Traditionell wird der feucht-heiße Leberwickel angewendet bei Leber- und Gallen-Beschwerden, sowie Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Menstruationsbeschwerden, sowie zur Unterstützung des Fastens und der Ausleitung. Die entspannende und durchblutungsfördernde Wirkung der Wärme lindert darüber hinaus Schlafstörungen, Nervosität und Stress.
Nicht anwenden sollte man den Wickel bei entzündlichen Veränderungen der Haut im Rumpfbereich oder wenn sich Schmerzen durch die Wärme verstärken. Sollten Sie sich diesbezüglich unsicher sein, bitten Sie einfach Ihren Arzt oder Heilpraktiker um Rat.

Wenn die Leber darüber hinaus pflanzliche Unterstützung braucht

Die in den Früchten der bewährten Heilpflanze Mariendistel enthaltenen Wirkstoffe wie etwa Silymarin sind in der Lage, die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen anzuregen und sie vor Giften zu schützen. Das pflanzliche Arzneimittel Hepar-Pasc® enthält ein Konzentrat aus Mariendistel-Früchten und ist deshalb geeignet, die Behandlung chronisch entzündlicher Lebererkrankungen und toxischer Leberschäden zu unterstützen. 

Quellen:

Beer, A.M. (2005). Stationäre Naturheilkunde. Elsevier GmbH, Urban und Fischer Verlag, München 1. Auflage 2005 Weisser, S. (2006). Effekte von Leberwickeln auf die exkretorische Leberfunktion – eine randomisierte Cross-over-Studie bei Gesunden. Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Hepar-Pasc®

Filmtabletten. Wirkstoff: Mariendistelfrüchte-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen (durch Lebergifte verursachten) Leberschäden. Nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen bestimmt. Enthält Lactose. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Giessen, info@pascoe.de, www.pascoe.de