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Berglorbeer: Immergrün, giftig, Blütentraum und Heilpflanze

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Die Lorbeerrose Kalmia latifolia im Kurzportrait

Ein immergrüner Strauch, der in deutschen Gärten noch nicht so weit verbreitet ist, trotz seiner prächtigen Blüten: der Berglorbeer, auch Lorbeerrose genannt. Im Gegensatz dazu sind der giftige Kirschlorbeer und der Echte Lorbeer, der auch in der Küche verwendet wird, mittlerweile regelmäßig anzutreffen. Mit beiden Pflanzen ist der Berglorbeer jedoch nicht verwandt, auch wenn der Namensteil "Lorbeer" dies vielleicht nahelegt.

Die Entdeckung des Peter Kalm

Der Berglorbeer gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und nicht zu den Lorbeergewächsen wie der Echte Lorbeer. Erstmals beschrieben wurde der Berglorbeer im Jahre 1624. Der spätere Gattungsname Kalmia verweist auf den namensgebenden schwedischen Botaniker Peter Kalm (1715 - 1779), der Proben an den berühmten Naturforscher Carl von Linné sendete. Der lateinische Namensteil „latifolia“ bedeutet breitblättrig. Spektakulärer als die Blätter sind allerdings die doldenförmigen, porzellanartigen Blüten in den Farben, weiß, rosa und rot.

Baumhoher Gruß aus Nordamerika

"Mountain laurel", wie die Pflanze in Nordamerika genannt wird, ist eine dort weitverbreitete Pflanze, die beispielsweise in den Apalachen sogar Baumhöhe erreichen kann. Im heimischen Garten werden solche Wuchshöhen allerdings nicht erreicht, so dass sich die Pflanze auch für kleine Gärten eignet. Die „Native Americans“, also die Ureinwohner Nordamerikas nutzen den Berglorbeer bereits als natürliches Schmerzmittel, gegen rheumatische Beschwerden und bei Durchfall – und wussten bereits, dass die Pflanze an sich giftig ist.

Wirkstoff Kalmia: Der Berglorbeer in der Medizin

In der richtigen Dosierung wird aus der für Mensch und Tier giftigen Pflanze Berglorbeer ein wichtiges Mittel bei Herzerkrankungen. Kalmia wurde von C. Hering (1800-1880), einem deutsch-amerikanischen Arzt, in die Homöopathie eingeführt. Seine Einschätzung zum naturmedizinischen Wirkstoff Berglorbeer lautete damals: „Es gibt nur wenige Mittel im Arzneischatze, die eine solche Herrschaft über den Puls haben und so entschieden die zu schnellen Herzschläge wohltuend mildern als Kalmia“.

Auch heute noch werden Auszüge der Pflanze bei entzündlichen Herzerkrankungen, Herzerkrankungen im Zusammenhang mit rheumatischen Entzündungen und Schmerzen in der Herzgegend eingesetzt.

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