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Achtung Verwechslungsgefahr: Bärlauch und Maiglöckchen

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Wie man beide Pflanzen unterscheiden kann und was den Bärlauch so gesund macht

Der April ist, je nach Witterung, der Haupterntemonat für Bärlauch (lateinisch Allium ursinum). Geruch und Geschmack verraten, warum das ausgesprochen gesunde Wildgemüse auch „Waldknoblauch“ genannt wird. Die komplette Pflanze ist essbar, hauptsächlich werden die Blätter verwendet bevor die Blüten austreiben, aber aus den Knospen kann man z.B. „Bärlauch-Kapern“ herstellen.

Vorsicht bei Verwechslungen: Vergiftungsgefahr

Leider kommt es häufiger zu Verwechslungen mit dem giftigen Maiglöckchen: Beide Pflanzen gedeihen an ähnlichen Standorten und treiben im April/Mai häufig parallel aus. Bei versehentlichem, übermäßigen Verzehr von Maiglöckchen kann es aufgrund der giftigen Digitalis-Glykoside zu Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzstillstand kommen. Bei einem Brennen und Kratzen im Mund nach Verzehr oder bei Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Schwindel oder Sehstörungen sollte man an eine mögliche Vergiftung denken und sich sofort ins nächste Krankenhaus begeben. Wer sich unsicher ist: Im Zweifel besser auf Bärlauch aus kontrolliertem Anbau zurückgreifen oder selbst im Garten kultivieren!!

Wie kann man die Frühblüher unterscheiden?

Bärlauch-Blätter riechen, wenn in der Hand zerrieben, stark nach Knoblauch, Maiglöckchen-Blätter hingegen verströmen keinen Duft. Aber Vorsicht: Der Geruchstest kann täuschen, wenn Knoblauchduft noch an der Hand haftet, aber gerade Maiglöckchen zerrieben wird. Bärlauch-Blätter wachsen einzeln am Stiel, Maiglöckchen-Blätter fast ungestielt, beim Bärlauch zudem am Rand häufig leicht wellig. Auch der Blütenstand ist anders: Die Maiglöckchen-Knospen reihen sich am Stängel, die Sternchen des Bärlauchs bilden eine kleine Doldenblüte.

Bärlauch ist gesund!

Bärlauch ist nicht nur in der Küche vielseitig einsetzbar, sondern auch eine ausgesprochen gesunde Pflanze: Bärlauch ist gut gegen Magen-Darm-Störungen, bei Bluthochdruck und Arteriosklerose (Quelle: Jänicke, Grünwald, Brendler „Handbuch Phytotherapie“ 2003).

Bitte beachten Sie: Alles, was die Gesundheit unterstützen kann, kann ihr auch schaden. Häufig ist das eine Frage der Dosis oder der Verträglichkeit mit anderen Arzneimitteln und möglicherweise bestehenden Grunderkrankungen. Dieses Pflanzen-Porträt nennt nicht alle Eigenschaften, die bei der arzneilichen Anwendung beachtet werden müssen. Lassen Sie sich daher über mögliche Neben- und Wechselwirkungen von Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten und lesen Sie die Packungsbeilagen der Arzneimittel.