Fachkreise
Login

Mariendistel: Ein Schutz für Leber und Persönlichkeit

mariendistel

Wie pflanzliche Arzneimittel die Leber unterstützen können

Mit dem Begriff „Distel“ verbindet man im allgemeinen Sprachgebrauch stachelige Pflanzen. Botanisch gesehen verbergen sich hinter dem Begriff allerdings recht unterschiedliche Gattungen und Arten, beispielsweise Färberdisteln (Carthamus), aus denen das bekannte Distelöl gewonnen wird, Eberwurzen (Carlina), wie die Silberdistel, Kratzdisteln (Cirsium) oder auch die Mariendistel (besonders die Art Silybum marianum). Eine weitere distelartige Pflanze, die mittlerweile auch hierzulande gern auf dem Teller landet, ist die Artischocke.
Artischocke und Mariendistel vereint ihre wunderbare Wirkung auf die Leber – unser Entgiftungsorgan Nummer eins. Die in Artischocken enthaltenen Bitterstoffe regen den Stoffwechsel der Leber an. Die Pflanze mit der umfassendsten Wirkung auf die Leber ist allerdings die Mariendistel, denn zum einen schützen die Extrakte ihrer Samen die Leberzellen vor dem Eindringen von Giftstoffen, zum anderen fördern sie die Regeneration von bereits geschädigten Leberzellen. Schon seit der Antike wird die Mariendistel als Heilpflanze genutzt, ihre heilsame Leberwirkung aber entdeckte der Arzt Johann Gottfried Rademacher im 19. Jahrhundert.


Signaturenlehre: Was das Äußere der Mariendistel über ihre inneren Qualitäten verrät

Unsere Vorfahren schlossen aus dem Äußeren und dem Wesen einer Pflanze auf ihre Heilwirkungen – viele Kräuterkundige nutzen auch heute noch diese Pflanzen-Signaturen. Was verrät diesbezüglich die Mariendistel über sich? Abgrenzung? Widerstandskraft?
Wir haben es mit einer fast mannshohen, kräftigen, aufrechten und stark bewehrten Pflanze zu tun, die gut mit Trockenheit, intensiver Sonne und sonstigen Widrigkeiten zurechtkommt – Feinde also perfekt abwehren, sich selbst abgrenzen und so das verletzliche Innere schützen kann.

 

Leberschutz für Lebertypen

Abgrenzungsschwach sind einerseits diejenigen unter uns, die einfach nicht NEIN sagen können, Anderen unbegrenzten Zugang zu den individuellen und nötigen Freiräumen gewähren, Übergriffe zulassen, sich ausnutzen lassen, bis sie möglicherweise irgendwann ausbrennen. Wird die chronische Erschöpfung und emotionale Belastung eines Burnouts nicht erkannt bzw. behandelt, kann sich daraus eine Depression entwickeln. Aber auch der übertriebene Schutz des Inneren, der aggressive, abwehrende Selbstschutz ist ein Ausdruck einer Abgrenzungsschwäche. Letzteres finden wir auch beim Choleriker, dem sprichwörtlich ständig die Galle (der Saft der Leber!) überläuft. Beide Typen können von leberstärkenden Maßnahmen profitieren. Dieses Wissen nutzen Naturheilkundler schon seit Generationen zum Wohle ihrer Patienten.


Mariendistel – die Besondere unter den Disteln

Die unverwechselbare Mariendistel ist in trockenen und sonnigen Lagen Südeuropas und Nordafrikas heimisch. „Marianus“ bzw. „Marien-“ weist auf eine alte Legende hin, nach der die weißen Streifen und Flecken auf den Blättern von der Milch der Mutter Gottes herrühren sollen.
Bekannt ist sie sonst auch noch unter ihrem früheren lateinischen Namen Carduus marianus. Innerhalb der Distelgewächse nimmt sie jedoch – auch wegen ihrer Wirkstoffe - eine so besondere Stellung ein, dass sie neuerdings als einziger Vertreter der botanischen Gattung Silybum (Silybum marianum) angesehen wird, während die meisten Disteln der Gattung Carduus angehören.


Kurz erklärt: Warum die Mariendistel auch Milchdistel heißt

Im Sommer blüht die Leberpflanze Mariendistel, bringt im August ihre heilsamen Früchte hervor und zeigt zuvor neben einer leuchtend-violetten Blüte ihre grün-weiß marmorierten Blätter. Diese Blattzeichnung ist auch für den Namen der Heilpflanze verantwortlich: Im Mittelalter glaubte man, dass die weißen Adern durch die Milch Mariens entstanden sei, die die Mutter Gottes beim Stillen verloren haben soll – daher auch die deutsche Bezeichnung Milchdistel, ebenso wie im englischen Sprachgebrauch, in dem die Mariendistel „milk thistle“ heißt.
Die weißen Farbanteile der Blätter sind allerdings keine Farbe, sondern Luft: Tatsächlich handelt es sich nämlich bei den vermeintlich weißen Adern nicht um irgendeine Art von Farbe. Wenn man mit den Fingern auf eine solche weiße Region drückt, verschwindet das Weiß. Das liegt daran, dass unter der obersten Blattschicht luftgefüllte Polster sind, wodurch das Licht anders gebrochen wird und diese Bereiche hell erscheinen lässt.  


Silymarin – Wirkstoff für die Leber

Neben ihrem beeindruckenden Erscheinungsbild sind es vor allem die Inhaltsstoffe der Mariendistel, die sie zur Leberpflanze schlechthin machen. Die botanische Bezeichnung Silybum ist Namensgeber für die Hauptwirkstoffe der Mariendistel: Silymarin. So bezeichnet man das Gemisch aus Silybin, Silychristin und Silydianin, das besonders in den Früchten in konzentrierter Form enthalten ist. Silybin schützt die empfindlichen Leberzellen vor den Giften, die das Stoffwechselzentrum Leber abbauen muss. So kommt Silybin beispielsweise als Antidot bei Knollenblätterpilz-Vergiftungen zum Einsatz. Außerdem regt das Silymarin die Regenerationsfähigkeit der Leber an.


Mariendistel: Haben Fertigarzneimittel einen Vorteil gegenüber Tee?

Aber wie verwendet man diese Mariendistelsamen am besten? Viele nutzen die Samen als solches und gießen sie mit heißem Wasser zu einem Tee auf. Deshalb enthalten viele Teemischungen, die auf die Gesundheit der Leber abzielen, unter anderem Mariendistel. Das Aufgießen hat aber im Vergleich zu einem Arzneimittel mit einem hochkonzentrierten Extrakt einen entscheidenden Nachteil:

 

Nur ein Teil der Heilpflanzen-Wirkstoffe lässt sich in Wasser lösen

Nicht alle Wirkstoffe der Heilpflanze sind wasserlöslich – das bedeutet, dass sie nicht oder nur in geringem Umfang ins Teewasser übergehen. Folglich steht nur ein kleiner Teil der Wirkstoffe durch den Tee dem Körper zur Verfügung. Anders beim Arzneimittel: Hier dient in der Regel Alkohol oder ein Alkohol-Wasser-Gemisch als sog. Auszugsmittel. Auf diese Weise wird eine höhere Menge an Wirkstoffen aus dem Pflanzenmaterial gewonnen, in Tablettenform gebracht und dem Organismus nach der Einnahme bereitgestellt. Im fertigen Arzneimittel ist kein Alkohol mehr enthalten, da er während des Produktionsprozesses entfernt wird.


Hepar-Pasc® - die „Pascoe-Mariendistel“
 

Viele Pascoe-Produkte haben sogenannte „sprechende Namen“, anhand derer man direkt ablesen kann, für welches Anwendungsfeld das jeweilige Produkt zugelassen ist oder welcher Wirkstoff enthalten ist. Das ist auch bei Hepar-Pasc® der Fall: „Hepar“ entstammt dem Altgriechischen „hḗpar“ und bedeutet Leber. Folgerichtig ist unser pflanzliches Arzneimittel aus der Mariendistel für die Leber gedacht, genauer gesagt für die unterstützende Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen (durch Gifte verursachte) Leberschäden. Diese sprachlichen Wurzeln werden beispielsweise auch bei den Begriffen „Hepatitis“ für Leberentzündung, „Hepatica nobilis“ als Bezeichnung für das Leberblümchen oder der „Hepatologie“ als wissenschaftliche Lehre über die Leber deutlich.


Wie wirkt Hepar-Pasc®?

Der Trockenextrakt aus Mariendistelfrüchten wirkt in zwei Richtungen: Zum einen regt Hepar-Pasc® die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen an und zum anderen schützt es die Leberzellen vor der Wirkung von Giftstoffen. Dabei geht es im Übrigen nicht nur um das bekannte Lebergift Alkohol: Giftstoffe, die die Leber belasten, prägen unser komplettes Lebensumfeld. Sie entstammen unter anderem Medikamenten, Putzmitteln, Kosmetikprodukten, Farben aus Textilien oder dem Wohnumfeld, Autoabgasen und vielem mehr. All diese Fremdstoffe versucht die Leber umzuwandeln und damit für den Körper unschädlich zu machen. Wenn die Leber überlastet oder chronisch entzündet ist, kann man mit der Mariendistel die Leber bei der Regeneration und ihren Aufgaben unterstützen.


Wo kann ich Hepar-Pasc® kaufen?

Sie erhalten das Produkt rezeptfrei in der Apotheke in den Packungsgrößen von 60 Stk. (PZN-Nummer 02785123) und 100 Stk. (PZN-Nummer 02785146).



 

Quellenangaben & weiterführende Literatur

Bücher

  • Schilcher, Kammerer: Leitfaden Phytotherapie, Urban & Fischer, 2003, 2. Auflage. Auflage 1970*
  • Hiller, K., Melzig: MF: Die große Enzyklopädie der Arzneipflanzen und Drogen, Sonderausgabe für Area Verlag GmbH 2007 1970*
  • Madaus, G.: Lehrbuch der biologischen Heilmittel, Mediamed Verlag 1989 (1938) 1970*

Artikel

  • Ganzert et al.: "Knollenblätterpilzvergiftung" Dtsch Med. Wochenschr; 2008 1970*: 133(44):2261-2267

Weblinks

*: Bei Literatur: Erscheinungsjahr; bei Webseiten: Datum des letzten Abrufs


 


Hepar-Pasc® 
Filmtabletten. Wirkstoff: Mariendistelfrüchte-Trockenextrakt
Zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen (durch Lebergifte verursachten) Leberschäden. Nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen bestimmt. Enthält Lactose. 
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. 
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, D-35383 Gießen

hepar pasc 60 tab packshot listenbild

Pflanzliches Arzneimittel zur Anwendung bei Lebererkrankungen

Zum Produkt

Detail
Verwandte Rubriken
Leber